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Der Orient · 1848-04-22 · 17 (22.4.1848) · p. Spalte 261-262

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Journal
Der Orient
Volume
1848
Issue
17 (22.4.1848)
Date
1848-04-22
Page
Spalte 261-262 (sequence 3)
Language
German
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261 262 Studien. Die Bolksbibel des R. Sachs, 1V\ nmymri sro „Das Buch der Bestätigung". In dieser Abhandlung sucht Jedaja die Einwürfe zu widerlegen, die sein Freund gegen die eben genannte Schrift erhoben hat. V. Eine namenlose Abhandlung, welche aber ohne Zweifel identisch ist mit der von Ben Chabib erwähnten Schrift fWOT mi^n “)DD. wird untersucht, ob die Form der Individuen (pw^) derselben Gattung, verschieden in ihren Aceidenzien auch in Der essentiellen Form verschieden sind. Der Verfasser unterscheidet eine allgemeine Form, die der ganzen Gattung eigen ist, und eine individuelle Form, welche essentiell und keine Accidenz ist. Aus diesem Werke erfahren wir, daß Jedaja auch einen Kommentar zu den 25 des SDlciimuni geschrieben hat unter dem sonderbaren Titel NMNs) “imD welches, wie der Leser leicht merkt, ein Wortspiel ist und eigentlich r\)£Pp 3U lesen ist. Wir -werden später einige Proben aus diesen Werken in hebräischer Sprache mittheilen. Das Büchlein HJ'TD selbst führt in einigen Handschriften und in einigen alten Ausgaben den Titel rn.lN' DD1? D'DI£/, ein Titel der von dem Anfang des Büchleins hergenommen, wie dies bei vielen andern Werken der Fall ist. So z. B. in der Handschrift, welche wir in unserer Notiz im LB. des Orients (1847, S.456 Note) erwähnt haben. Herr Weiße zählt S. 24 die Ausgaben dieses Werkes auf. Die erste Ausgabe (Sonzino 1485, 4.) ist sehr selten, sie befindet sich in der Oppcnh. Bibl. Nr. 1175, 4; wir haben dieselbe unter andern auf der Bibliotheque royale gesehen, wo sie in einem Mskt. (Nr. 397 ancien Funcls) beigebunden ist. Zu Anfang stehen die Worte rrün mJIN nNnpJn omax ü'Jojn wnn ’-rmj/Dn Wui Dann WrD. Es ist diese Ausgabe mit einen anonymen Kommentar versehen, worin kein Schriftsteller erwähnt wird. Gleich zu Anfang ^des Kommentars sagt der Verfasser *>ru ' niD^n pp man nniaixa -Din x°?! — — 21.widd rares reno maw Die Pariser Bibliothek besitzt auch eine Handschrift dieses Buches (Nr. 123 ancien Funds, 4. Papier), welches eine Abschrift dieser ersten Ausgabe zu sein scheint; der Kommentar findet sich auch dabei. Dieser Kommentar ist sehr brauchbar. Er beschäftigt sich blos mit der Worterklärung des Verfassers. Die Ausgabe Mantua 1556 ist ebenfalls in Deutschland sehr selten, cs befinden sich verschiedene kleine Gedichtchen darin von verschiedenen Verfassern. Nach derselben in demselben Format ist eine Ausgabe in Krakau er¬ 21) In diesem Bande findet sich eine Ausgabe des py jnn des Kalo n y m o s den Kalony mos (Neapel 1489'. Wir bemerken hier auch gelegentlich, daß in einer Handschrift desselben (Oratio i re Nr. 24) zu Ende stehen DW Y'D P worin Dieses Wort welches auch in der Neapolitanischen Ausgabe fehlt, löst bekanntlich die chronologischen Schwierigkeiten auf, woraus Zunz bereits in Geigers Zeitschrift aufmerksam gemacht hat. schienen, wenn wir nicht irren 1563. Die Gedichtchen fehlen aber in dieser Ausgabe. Herr W. hat dieselbe nicht erwähnt. Die Ausgabe von Venedig 1706 in 4 ist in Deutschland sehr selten, wir haben dieselbe unter andern auf der Hamburger Stadtbibliothek gesehen. Das Gedicht von Jakob F r a n c e s c über die Kabbala ist seinem Inhalte nach merkwürdig aber schwerfällige geschrieben. Der Verfasser des D'KDn rülON1 führt daselbst S. 31 Stellen daraus an und tadelt den Verfasser sehr. S am u e l N o m a n ell l i, der geistreiche Vnrfasser des :njn (e<*. Berlin S. 8) führt ebenfalls einen Vers daraus an.'" Die Einleitung ergehet sich auch über stylistiscke Einzelnheiten unsers Verfassers, die ihm nicht allein eigenthümtich sind, sondern mit allen Schriftstellern seiner Zeit Und mit seinen Vorgängern theilt. Es ist der Mussivstyl und alles was damit zusammenhängt. Wir vermissen hier eine Erhebung zum Allgemeinen, wozu in unserm Buche (zur Kenntniß u. s. f. S. 112 ft f.) die Grundideen und die Geschichte desselben, gegeben sind. Mögen diese hier besprochenen Werke sich den Beifall erringen, den sie so sehr verdienen, und mögen die Herren Verfasser ihre Kräfte noch auf diesem Gebiete, welches mehr geistige als materielle Ernte darbietet, ferner noch tyätig benutzen und der Dank der wahrhaft Gebildeten unter Juden und Christen wird ihnen wohlwollend entgegenkommen. Aeber die Volksbibel des Nabb. Sachs. , (Sortierung.) O du heiliger, ehrwürdiger Glaube des Alterthums, du Glaube an Unsterblichkeit, an Vergeltung nach dem Tode, wie wohltha'tig hast du seit früher Zeit auf das Gemüth der Menschen eingewirkt! Wie beruhigend, wie erheiternd wirkst du auf mein ganzes Wesen! Wenn ich noch jetzt den Adamsfluch auf der Erde lasten sehe, wenn sie auch mir für alle meine Mühen und Sorgen nur Dornen und Disteln bietet, wenn ich mit schweren Schweißtropfen nur den kümmerlichen Genuß mir erringen kann, wenn mich die Zeit und ihre Begebenheiten nachdrücklich erinnern, daß ich nur Staub sei, und zu Staub zurückkehren müsse; — denke ich an Chanoch, und neuer Murh belebt mich. — Ja, ich will ein Chanoch sein, 22) Wir lassen die ersten Zeilen dieses Gedichtes hier folgen. wm m hdPi imP re 6 nna '»n nun reais la py n»N yoy miD nasi ntw-t re nanb& ia ü/n 'an l'Pn rax’ nP bib in renn ia anax p Py bnax ia ^>y i'ivv miDii m i'.zi aapv nP 'a 'b •; 'lir'ui . 17*

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