Der Orient
- Journal
- Der Orient
- Volume
- 1848
- Issue
- 16 (15.4.1848)
- Date
- 1848-04-15
- Page
- Spalte 253-254 (sequence 7)
- Language
- German
- Belongs to
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254 Studien. Materialien zur Beurtheilung der Septuaginta. 253 Philister in Krieg zu ziehen: „ich will mich nicht cin ihn vergreifen, aber die Philister werden es schon thun." Zur bessern Aneiferung und damit David ja nicht vor diesem Wagestücke zurückschrecke, gab ihm Saul das listige Versprechen, seine Tochter ihm zum Weibe zu geben, so er sichere Zeichen bringe, daß 100 unbeschnittene Philister durch seine Hand gefallen sind (was übrigens auf Rechnung -seines Irrsinns geschrieben werden kann, daß er eine Bedingung dieser Art gestellt) welches David in doppelter Zahl erfüllte. — Wo in aller Welt, haben Sie Hr. Nork, der Sie so viel Weisheit am Ganges, Nil und aus Babels Trümmern geschöpft , der Sie uns aus Bibel und Proftten nachzuwcisen wissen, daß Moses Götzendienst, David Viel - und Abgötterei, Jesaja Heidenthum getrieben habe, wo haben Sie in den oben citirten Bibelstellen etwas von Menschen- und Vorhautopfern entnommen? Es verlautet allgemein, daß Herr Nork zu den und 2b oder t£\sn gehört, und wenn dem so ist, so rufen wir getrost aus: pN\ M. Zipser, Rabbiner. Matenalicit. zur Beurtheilung der Septuaginta, von Dr. F. Hildesheimer. (Fortsetzung) 22. Zu diesem Zusatze sind ganz besonders die Interpreten zu Luc. 3, 36 zu vergleichen. Es fehlt dieser Name der Genealogie bei den Chaldäern in der samaritanischen Uebersetzung, dem Philo, Iosephus, Origenes, der-Vulgata, Hieronymus, Eusebius (vergl. Uffer's Commentatio über diesen Gegenstand). Es kann dieser Passus vor der vorurtheilsfreftn Kritik nicht bestehen, l^uüovieus de Vien zu unserer Stelle führt eine Variante des Arabers Tarjch 'an, nach welchem hier der Name eines Propheten Hub eingeschoben wird. Er hält diese Person (-pn verwandt rnit - Juden) mir -qy Namen der Juden (□'»"py) identisch und er sei deshalb Prophet genannt, weil in dem Namen jfe etwas Prophetisches liege (er verweist dabei auf Naschi zu 10, 25.) Dieser Hud r sollte nun mit dem zweifelhaften Kainan identisch sein, weil derjelbe beim Lar ich gleich wohnhaft heiße, dieses aber mit uon.nJp zusammenha'nge. Wie unser UrLheil über diesen Zusatz ausfällt, kann nicht zweifelhaft sein. Es trägt für die Glaubwürdigkeit derselben gar nichts bei, daß derselbe gleichviel ob verwandter, oder verschiedener Art sich auch im Arabischen findet, denn der Araber ist eine sekundäre.Quelle und ist-entweder nach derselben Stelle oder analog derselben entstanden. Daß wir vor dem Lucaö gar keine derartigeAndeutung finden, ist erwiesen, wie sehr der sogenannte Codex Argenteus, der Alexandriner, der -Pariser und die übrigen Codd. in der ganzen Genealogie des Lukas abweichen, /und daß nur der Alexandrinische den Namen kennt, ist. wohl auch bekannt; daß der Verfasser des N. T. ihre Genealogien nach Grundsätzen a priori sich zurcchtlegten, ist aus Matthäus 1, 17 zu ersehen, vielleicht hatte der Verfasser auch seine guttu Gründe diese 74 Generationen anzunchmen. 45. Daß diese ganze Glosse von gar keinem kritischen Werth ist, werden folgende Beweise darthun: 1) Sind die Worte vidg "Axauß offenbar aus dem Bedürfnisse entstanden, die Worte p£ p zu erklären. Sie sind aber nicht geradezu nöchig, da sie sich aus Vergleichungen 1 Kön. 22, 52 und 2 Kön. 3, 1 ergeben. : 2) Der Zusatz in Israel zu Sammarien ist nach 31 hinzugefügt, daß dasselbe aber hier, wo ausführlich von der Lebensgeschichte des rptriNV Königs in Israel gesprochen wurde, und cs jetzt summarisch heißt rnnn. D~nrp sehr müsst'g ist, sieht Jeder ein. ‘ - 3) Der Zusatz dsy.a Ix77 und für die Worte iv sxst oKxconaLdsy.dxa sind aus dem Bedürfnisse den Widerspruch zwischen unserer Stelle und daß 3, 1 zu lösen, entstanden. Der Glossalor hat es sich sehr leicht gemacht, hat die eine Stelle (und zwar die epitomirte) nach der andern (der ausführlicheren) angerichtet. Er nahm also wahrscheinlich eine Lücke im Texte an, setzte vor ru&O, schob aber “ll^y ein, und ergänzte nachher das riJD&y. Es ist dadurch alles gleichmäßig und geebnet, aber eben deshalb gewiß nur ein Glossar, (über das Verhältniß beider Stellen zu einander sind die Kommentare Kimchi und Ralbag zu vergleichen). 4) Die übrigen Worte sind ganz dieselben, wie sie in der Version jener Stelle stehen, selbst die der Worte ION) VPN3 I1? p~! und solche Ausführung in dieser hier , nur vorbereiteten Angabe streitet gegen die ganze Anlage des Buches der Könige. -= r . 67. Diese Worte scheinen nur die Interpretation des Wortes etph1? auszudrücken, welches vielleicht wegen des implicirten H« articuli; alö. &:em besiimmten, den ersten oder in der Bedeutung sogleich am l5. Tage des 9. Jahres, also im ersten Monate gewählt ist; das Natürlichste aber ist jedenfalls mit Kimchi (ebenfalls durch dieses h« artieuli) den 12, Monat (nach 32, 1) anzunehmen. (Dgl. 69.) A, IV, 41. Hier fehlen in der Version die Worte (NlTl?l), daß hier wirklich etwas fehle und nicht etwa umgekehrt in unserer Redaktion die Worte hinzugefügt sein, erhellt aus derselben Übersetzung zu 37, wo die Worte Pf rry durch sv fiTjvl Zslgv %al \i?) za ösvxsqco {.irjvl übersetzt ist, warum sollte uns der Verfasser nicht sogleich in der ersten Stelle mit dem u. pr. bekannt machen und sich später als etwas bekanntes darauf beziehen (wie dieses im masor. Äexte geschieht) statt den umgekehrten und verkehrten Weg einzuschlagen, wie dies in der Version geschieht. Es ist aljo sicher