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Der Orient · 1848-04-15 · 16 (15.4.1848) · p. Spalte 243-244

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Journal
Der Orient
Volume
1848
Issue
16 (15.4.1848)
Date
1848-04-15
Page
Spalte 243-244 (sequence 2)
Language
German
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243 Kritiken. Kurze Anzeigen. 244 Ton xnp.v dj?Dj n'sai : 17nrb ~j> '“lyb.'fcäN' Nb nV jd’d wdj Dnoy .piDN1? noriN n tj? D'^s-briiV byi iniN . ipap -lyrD tun -m tin:- : 18iS i-jr pt^nn-rnn'pi dhn Smmanucl aus Fer m o. Wiele Sprüche aus dem tr>rU2> PHPD und aus dem 'POID hat derselbe in seinem -Buche (Machberot) als in seinem Kommentar zu versisicirt. Der von uns angeführte Spruch in demselben in seinem Kommentar zu Prov. 19, 28 angeführte Vers Dnn ‘npin*! pdid nnp .onyjrT-p myV Tipp' xb priw.-.iim d. jnv ■ ■ cnrus1 ’n ütM n pd^ / ist aus dem D’DlDl^Dn nDlD S. 15 b (Ed; Lüneville 4.) entnommen, und lautet daselbst » DIN PD1? 13 Vl PD” DPN VD3 PD1’ übw -fD], Es ist dieser Ausspruch unter dem Namen des PLolemäus angeführt, 'o ... Jmm anuel's Machbers t bieten in sehr vielen Hinsichten Merkwürdiges.dar, sowohl nach ihrem innern Gehalt als auch von der literatur-historischen Seite. Der innere Gehalt ist sehr bedeutend-, er bietet eine außerordentliche Abwechslung, und es -finden sich hier die bei den maurischspanischen Juden üblichen Formen sowohl als die damals auch in Italien neuen Formen. Es verdient hier bemerkt zu werden, daß I m m a n u e l das erste Sonnet im Hebräischen geliefert hat. Wenn das Epigrammatische die Hauptrolle in diesem Buche spielt, .so sind der Stellen viele, die von einem echt elegischen. Geist durchdrungen sind und die tief in das Gemüth des Lesers dringen. Die Einkleidung des Gedankens ist aber immer echt hebräisch. So z. B. gleich im ersten Kapitel seines Werkes, wo wir den Dichter den Verlust der Jugend beklagen hören und wo derselbe sein Gedicht mit den Worten schließt 17s Kommentar nipixrj;dj pofo' [nn npj nniN] htö -.p riyb nsjn n1? tipyu cj/dj31 nn -^niio “in« pipöb : [p i'b w-o * niD.iyoj iD3] nrn öipon p mo 18) Kommentar cnDyrr dw by) ow ppdn by non# i’nrrpi ini3DpD.--ij;i3D rp.PN *)isn Din pew phn in^n .13' lbs pt^n nmo rmyo wy ptl/n ’P3i3 . Diy .('n pdhj) nöinri ny dPetp 19) Wir haben die ganze Stelle in den Allszügen in unserer Einleitung zu gegeben / damals aber ist uns der Ursprung Vieser Stelle entgangen. Wir haben augenblicklich nicht die Machberot vor uns um nachzusehen, ob dieses Gldichtchen sich auch daselbst befindet. ,;?-o^‘«nn w nw\p.! □Pin pN1? ib^dj nd rii So ferner in dem'Gedichte anfangend 'Ml pDU DlP Dl’ MCI .PNPN wo derselbe sein Misgeschick beklagt, wir wissen nicht ob dieses sich auf wirkliche. Ereignisse bezieht/ oder ob dieses nur eine poetische Verstimmung hervörgerufen hat, drückt er das Mißliche seiner Lage mit folgenden Zeilen aus . . " pdjA zb)yb ’jtn jpr ym-. \ . z-u ,PDN jh’ ’Dl b PL — N.p rrilPNl pr<3 JDT PTPN : yypD pipNi ni3^3 rm Einige Zeilen weiter unten pönn ypD3 'v %--JDT »PPM yjnrai bo bzb did . *)N3 “pHT dtj *]b D^n : jnio D’bi'ph ppn ppn Deutschen Lesern wird hier wohl Schillers Ausruf einfallen:' Ich sah des Ruhmes heilige Kränze auf der gemeinen Stirne entweihet. Dieses Gedicht von Immanuel ist schwer, zu übersetzen, besonders wenn, wie dies im Hebräischen der Fall ist, ein Reim durch das ganze Gedicht gehen soll/ Wir wenden uns nun zu Nr. 2. Das Büchlein niJTO D^iy ist seit 500 Jahren ein Liebling der Juden gewesen, und auch gelehrte Christen haben es mit vielem Vergnügen gelesen. Es wurde bereits im 17. Jahrhunderte, ins. Lateinische, und nachher in vielem europäische Sprachen übersetzt. Ein vor einigen Jahren in' England erschienene englische Uebersetzung haben wir zur Zeit in Hamburg gesehen. Jedaja Wedersi war ein großer Meister im Müsivstyl und sein Büchlein übersprüdelt von Witz. Zum Verständniß desselben so wie zu allen. Werken dieser Art, ist die genaueste Kenntniß der Bibel die erste Bedingung. Manche Stellen sind echt I ea n Paulisch und elektrisiren den Leser. Die Weltanschauung, die sich hier darstellt, ist ernst wie sie der ganzen Zeit eigen war., Die Prüfung.der Welt — wie der Titel desselben es schon , anzeigt — ist der Gehalt dieses Büchleins. Er findet sie, wie so viele andere es auch ausgesprochen haben, gering und. unbedeutend. Die Gedanken sind zwar nicht neu, wir finden dieselben bei den meisten jüdischen Schriftstellern überhaupt, aber die Form ist glänzend und überraschend. Es hält die Mitte zwischen der finstern Anschauung, die das ganze Leben als eine Encyklopädie von Umglück hält und der sehr heitern der Dichter, die im siebenten Himmel sind. Tiefe Melancholie, die aus der Betrachtung der Welt hervorgehen ist der Grundton des Werkes. Dieser Ton begegnet uns oft in vielen Schriften der damaligen Zeit z. B. in des Moses J b n E sc a, jnu pN des Kal 0 nymos ben K a l 0 n y m 0 6. und in den Versen des'Immanuel, die ein tiefer Erlist diktirte. In allen

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