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Der Orient · 1848-04-08 · 15 (8.4.1848) · p. Spalte 227-228

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Journal
Der Orient
Volume
1848
Issue
15 (8.4.1848)
Date
1848-04-08
Page
Spalte 227-228 (sequence 2)
Language
German
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227 .. Km mcijlrn wurden noch einige ältere Stylisten von ihnen geehrt z. B. Zcdaja Bedersi, der außer seinem geistlichen Werke d1?'^ nUTDwelches eben besprochen werden soll, auch noch als Vorkämpfer für Maimüni und für die Aufklärung galt. Alcharisi, der geistreiche Verfasser des Tuch kemoniund Jmmanu el, der witzige Verfasser der M a ch d e r o t, wurden geschätzt ihrer Leichtigkeit des Styls wegen, Letzterer auch wegen seiner oft geistreichen Liberrinage. Aber im Zusammenhänge haben sie auch diese Stylisten nicht aufgesaßt. ^Jn derneuern Zeit, die durch Kenntniß des Materials einen freien allgemeinen Blick sich zugceignet hat, haben, nachdem <von "mancher Seite her, literarisch -- biographische Darstellungen gegeben wurden, gewandte Federn .sichz daran gemacht, dem größer»Lesepublikum mehre Produktionen in deutscher .Nachbildung 'vorzuführen, ihre Bestrebungen' wurden mir dem besten Erfolg gekrönt, und die Lesewelt gab sich mit Vergnügender Lektüre dieser Werke hin. Wir haben schöne Nachbildungen sowohl von religiösen als von weltlichen Gedichten gesehen. Sachs ist als gewandter Nachbildener auf dem ersten Gebiete zu nennen. Kraft, Steinschneider u. a. m. sind mit Beifall auf dem andern Gebiete aufgetreten. Die 2 Werke, auf die wir jetzt die Aufmerksamkeit des Publikums lenken wollen, gehören ebenfalls in diesen Kreis. Wenn die Gunst des Publikums sich ferner diesen Erzeugnissen erhält, so. darf man auf diesem Gebiete die schönsten Leistungen erwarten. Herrn Steinschneider, den die Leser des Orients längst .als fleißigen jüdischen Literatoren kennen') , verdankt die hebräische Literatur des Mittelalters auch die schönen Übersetzungen, die wir eben jetzt dem Leser vorführen. Dieses Merkchen, so kleinen Umfangs es ist, so schätzbar und lehrreich ist es seinem Inhalte nach. Dasselbe enthält Übersetzungen aus den geistreichsten Stylisten des Mittelalters, die Namen Alcharisi, A br a h a rwb e n C h i sd a k, I m matt u ess, K a l o n y m os u. cu m. , die jeder Literatur zum 1) Derselbe hat thätigen Antheil an der Herausgabe des Diiri yy mit Herrn Prof. Delitzsch genommen. Ferner besitzen wir von demselhen die Ausgabe des -nrrri des Maimuni (Berlin 1846), welche reichlichst mit philologischen Noten ausgestattet ist. Der Ucdersetzer dieses Merkchens jru "p pna1 3'") ist ohne Zweifel identisch mit dem Uebersetzer des Kommentars der 25 n^npn des Maimün i, welchesMoses Narbonnein seinem Kommentar zum More (zu 'n nmpn) mit folgenden Worten erwähnt: (Bibiiotheque royale Nr. 207 ancien Fonds, Folio, schön geschrieben). nbn m.iND rrty 'rkm noipnn nwonoy mnwn *1331 nb 1 a'b1 d d wns n ’ b13 w ’csno Tn n’^y hn3ü/ ’q ih'Ni nT .□'ynvi p D^ru nip‘3D3 MnnnbiS' rpmi j3 -ono onnni . dn jot»’ 'ui DDnpnn nxt crcs mion mmpn anoo 'Disn .'ui nn’üti'D jrn p pnsi 't oDnn Ninn tyrrsn p^nycni 228 Schmuck gercichcn würden, werden dadurch in wcircn Kreisen bekannt werden. Diese Uebersetzungen sind treu und elegant und die Schwierigkeiten, welche sowohl die Metrik als die Natur derAnschauungen selbst darbielen, sind glücklich überwunden. Wir heben hier keine Stellen aus, weil wir wünschen, daß der Leser sich selbst von der Wahrheit unseres Unheils überzeugen möchte. Das jüdische Mittelalter in der Blüthe der maurischspanischen Herrschaft, und noch nachher in der Provence und in Z ta l i.en bietet. dem Beschauer ein merkwürdiges Schauspiel dar. Die allgemeine Bildung, die unter den Arabern herrschte, eigneten sich die Juden an, und die hebräische Sprache war das Gefäß, worin sie die —damals—modernen Ideen ausdrückten. Sie wetteiferten mit arabischen Dichtern und bildeten vieles noch mit eigenthümlicher Färbung. Manche arabische Werke sowohl in der Philosophie als in der Poesie haben sich nur in der hebräischen Uebersetzung erhalten. So z. B. das -pum p, zumal bis jetzt keine Spur von dem arabischen Original aufgetaucht ist. Dieses Merk hat übrigens selbstständigen Werth, es gehört sowohl durch Inhalt als Styl zu den geistreichsten Werken. Das Büchlein des Hrn» Steinschneider zerfällt in zwei Abtheilungen. Die erste enthält Parabeln, Erzählungen, Makamen u. dgl. Die zweite Abthcilung enthält kleinere Gedichte, Epigramme, Gnomen. In diesem zweiten Fach besitzt die hebräische Literatur sehr hübsche Erzeugnisse. Das Tarschisch des M oses Ibn Esra bietet hierin sehr viel.dar. Im Fach der eigentlichen Gnomen sind Samuel ha - Nagid und Josef Kimchi besonders zu nennen. Proben haben wir im LB. dcs Orient 1846 gegeben. Allerlei kleine Gedichte, was die Franzosen Poesie fugitive nennen, besitzt die hebräische Literatur in beträchtlicher Zahl. Sie sind allenthalben zerstreuet. Auch (davon haben wir Proben in verschiedenen Jahrgängen des LB. des Orients gegeben. Wir besitzen solche von den berühmtesten Männern, und oft sind dies kleine Epigramme oder. Liebesgedichte. So z. B. einige von Saadja ben Dana» in seiner hebräischen Metrik genannt •"PBG p-0, welche sich auf der Pariser Bibliothek (Nr. 482 oivn Fonds) findet, und woraus wir folgende zwei herausheben wollen. * cnno erb by rJn~3^ D'ntfj D’D by ’j'msi ■obi rw’ia b 4ü’3ro ' D13133 H’J’yi TC203 - . 2) Gelegentlich bemerken wir hier, daß das Gedicht 3I3 PfliTD) HODn, welches Sachs in seinem Merke (S. 245)) erwähnt, sich in dem -pum’Kapitel 25 findet. 3) .Hier bemerken wir vorläufig, daß dieses Werk eine Metrik ist. Mehr darüber bei einer andern Gelegenheit. 4) Wie n&’j? ran 1 Mos. Kriüien. Kurze Anzeigen,

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