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Der Orient · 1848-03-25 · 13 (25.3.1848) · p. Spalte 201-202

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Journal
Der Orient
Volume
1848
Issue
13 (25.3.1848)
Date
1848-03-25
Page
Spalte 201-202 (sequence 5)
Language
German
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201 .; Studien. Erwiederung, i den gemachten Raub kn hastiger Gier und ,es blieb-ihm ein Knochen im Schlundestecken. In seinem heftigen Schmerz rief er aus: Wer mir diesen Knochen heraüszibht, soll königlich belohnt werden. DU kam der Langschnabel, stMre seinen Schnabel in den Schlund des Löwen und zog glücklich den Knochen-heraus. - Als er nun seinen Lohn forderte, sprach der Löwe mit ironischem Stolze: Schätze dich glücklich , dast du friedlich aus dem Rachen des Löwen entkamst", dasselbe Bewandniß, meinte R. Iofua, hat es auch mit uns. Heil uns, die wir in die Gewalt dieser Nation gerathm, friedlich davon kommen. So der Midrasch. Dieselbe Fabel findet sich auch beim Aesop mit dem geringen Unterschiede, daß unser Löwe bei ihm ein Wolf t(i (Aesop ed. ster. Tauch. 1829. XC1V : CJJ. Avnog neu TsQccvog)^ (Fortsetzung folgt). Literarische Analekten. Erwiderung. Dieser Tage kam mir das neueste Heft, nämlich das dritte des sechsten Bandes, der Unwissenschaftlichen Zeitschrift des Hrn. Geiger zu Händen,, worin über die Ausgabe des „Masteach des R. Nissim ein Urtheil gefällt wird. Es lohnt sich der Mühe, die Worte des Herrn Geiger, buchstäblich herzusetzen. „Die Abhandlung Sch er's in dieser Zeitschrift Bd. V. S. 431 ff. hatte das Wiffenswürdigste daraus bereits geliefert und mit umsichtiger Kritik behandelt; doch bleibt das Buch immer nicht ohne allen Werth.". Schon, aus diesen Worten sehen wir, was beim Hrn. Geiger Kritik heißt, und was ihm das Wissenswürdigste aus diesem Buche sei. Jener Aufsatz hatte nämlich, wie jede katalogische.Beschreibung, angegeben wie viel Pargamenrblätter das Manuskript enthält und welche Autoren darin citirt werden. Alles Uebrige hat freilich, der Natur der Sache gemäß, für Hrn. Geiger kein Interesse; er ist jedoch aus . purer Höflichkeit so gütig hinzuzufügen, daß das Buch immer nicht ohne allen Werth bleibe, wobei er auf eine Vorrede und Anmerkungen verweist. Er sagt ferner: „Nur Weniges ist uns aufgestoßen, das Hr. G. entweder ohne die nöthige Erklärung gelassen oder etwa misverstanden hat." Schön von Hrn. Geiger, daß er so einen gesunden Magen hat, daß ihm nicht so leicht aufstößt; aber ungeachtet dessen ist'ihm ein Weniges, wie nach einer Anmerkung, wie folgt : „S. 26a lesen wir den Ausdruck , bei welchem auf Rapaport*s Erklärung in der Lebensbeschreibung Nathan's b. Jechiel A. 17 hatte verwiesen werden sollen; noch hierher gehörig ist eine Stelle in den Gutachten Moses Al-Aschkars Nr. 74, wo dieser nach Anführung einer Stelle von Scherira und Hai bemerkt: m Nyoni flty1? KM n"D ''Dl my jie6 nih ann byi Tnya nizn cn:y3." Siehe da, t Betreff' des; ,Mafteach".202 wieder Citatengelehrsamkeit! Nun, so möge Herr Geiger, vor Allem wissen, wenn er es etwa noch nicht.weiß, daß ich durchaus, kein Freund von Citaten bin; dann aber, daß^no nicht nur "Dy by, sondern immer.die arabische Sprache bedeute und. eine Abkürzung von Dy»D, rote ist. Auch hat Hr. Geiger, wie gewöhnlich, seine Citate selbst nicht.verstanden,- denn Hr.! Rapaport erklärt das Wort von und in dem Cilat des R. Alaschkar hingegen heißt es n'W; also das nicht wurzelhaft, was. für die von. mir jetzt angegebene Erklärung, noch - mehr spricht. Hr. Rapaport selber bat mich, als, ich in Prag war,. zu. bemerken, daß er jene gedruckte Erklärungzurücknehme und dieser beistimme; Hr. M. I. Landau hat ebenfalls, so viel ich glaube, diese Erklärung irgendwo bereits angegeben. Ich aber, indem-ich des als bekannt voraussetzte , überließ es Hrn. Rapaport bei Gelegenheit sich selbst zu Forrigiren, und merkte nur was ich für nöthig erachtetean, nicht -ahnend, daß das Buch Hrn. Geiger in die Hände kommen würde, dem diese Erklärung eine interressante Neuigkeit gewesen wäre. Hr. Geiger sieht nun wie wenig er von literarischen Nkuigkeiten weiß„ und wie wenig er das Recht hat, sich so großthuend absprecherisch über ernstes wissenschaftliches Wirken zu erheben.. Eines jedoch möchte ich Hrn. Geiger fragen , wenn bei ihm alles was Hr. Rapaport gedruckt heilige Autorität ist, so, daß er sogar mir als Fehler anrechnet, ihn nicht zitirt zu haben, warum schimpft er nun so allemal auf Hrn. Rapaport? In selbem Hefte, einige Seiten zuvor, sagt er, Hr. Rapaport gebe Kiesel für Edelsteine äus^ - Doch Lassen wir das, und hören weiter. „Wenn auch ohne Kritik,; doch sorgfältig ist das Schriftchen herausgegeb.cn, die Mittheilungen ln der Vorrede über die aus der alten Wiener Toffefta - Handschrift zu schöpfenden Berichtigungen sind dankenswert!), gerne hätten wir dieselben vermehrt gesehen, sie hätten uns eine andere Mittheilung über das, was Hr. Gold, selber „mcchadesch gewesen" (6 h ff), das wir ohne Bedauern entbehrt hätten, reichlich ersetzt". Der oben erwähnte Aufsatz ist mit.umsichtiger Kritik, meine Ausgabe des Machteach nennt Hr. Geiger ohne Kritik. Ein altes Werk aus einer konumpirten Handschrift edirt, alle Stellen mit dem Text durchgelesen und verglichen, alle Quellen angegeben und korrekte Lesarten hergestellt zu haben, das heißt keine Kritik, aber wenn ich das Jahr, den Monat-und den Lag ermittelt hätte, wann R. Nissim sich verheirathet oderdergleichen Bagatelle, das wäre bei Hrn. Geiger Kritik. Nun das gehört zu den Wehen der Zeit; auch lasse ich ihm gerne die anticipirte Freude über das, was er selber über den Standpunkt R. Nissims bei Erklärung der Agada so selbstgefällig zu geben verspricht. Was da herauskommen wird, ist leicht zu errathen, Hr. Geiger ist immer voller Standpunkte, er hat's ja gezeigt bei R. Josef delMedigo. Daß er aber meinen hebräischen Ausdruck HD in deutscher Sprache „mechadesch gewesen" wiedergibt, sieht

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