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Der Orient · 1848-03-11 · 11 (11.3.1848) · p. Spalte 167-168

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Journal
Der Orient
Volume
1848
Issue
11 (11.3.1848)
Date
1848-03-11
Page
Spalte 167-168 (sequence 8)
Language
German
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167 168 Studien. Mendelssohn's und Weffely's Zeit. ganz bewandert sein können, wie die früheren Rabbiner, so ist dieses Werk für sie ein sehr nothwendiges Kompendium zum Nachschlagen, wenn auch der Verfasser keinen großen Scharfsinn darin gezeigt. . .. ]ND^>Np■ nnDtßf R. Simcha Calimani in Italien, ein großer Philosoph und Sprachkenner. Wie vorurteilsfrei dieser Mann in einer dunkeln Zeit war, geht schon aus dem Beifall hervor, den er dem Wessely, wegen seiner Sendschreiben gab, durch die er das Volk für die Wissenschaften heranbilden wollte, und zugleich den polnischen i Rabbinen, die aus Unwissenheit die Pflege der Wissenschaften verketzerten, ihre Schwachheit vorhielt. > '^H£)*Op pro 'Ttflinn. R. Nachman KrochmaL in Brody, Talmudist, beschäftigte sich stark mit Philosophie, und ist, Verf. von eine Religionsphilosophie nach dem neuen System, so wie Maimuni's More>auf das alte begründet ist. Das Mskt. hat Zunz in Händen. Wie groß sein Ruf als Talmudist war, geht daraus hervor, daß die berliner Gemeinde ihn als Rabbiner aufnehmen wollte. p'D^'n bwri' 'l JkWp. R. Iechiel Heilpern, Rabbiner zu Minsk in Litthmun, Verf. von einem sehr brauchbaren klassischen chronologischen Werke. Ferner schrieb er npj’on *py, kabbalistisches Lexikon, und hinterließ viele Mskte. IN *)DP D”H P p^n. R. Chaj. Jos. Dav. Asulai, Chacham zu Jerusalem, Vers, von Q^N.1,^ D&y, worin alle jüd. Gelehrten und ihre Schriften, vom Schluffe des Talmuds an bis auf seine Zeit, angeführt sind, nebst einem 1£ru hange Ij;?. Er hinterließ noch 50 andere Schriften; jedoch erklärt de Rossi sein erstes Werk für sein ekwkü'rreuvre. P pNJin. R. Salomo, Rabbiner zu Lemberg, Vers, von rWDH rpITiD, Kommentar zu Maimuni, war ein scharfsinniger Astronom und Grammatiker. Sein HD K '''Ityü gab S. Dubai) heraus. P. R. Ascher Ginzberg, Grammatiker und Dichter, Mitglied der ODVttQ, hinterließ mehrere Handschriften. “Itl P R. David, Rabb. zu Scherischof, ein Enkel des 2N! PD, Werf. von m^p''MM, Nesponsen über j/&y. Er war ein tüchtiger Astronom und erklärt sich unzufrieden mit dem prpyrj den wir in Händen haben. Darüber gerieth er in briefliche Diskussion mit R. E. Wilna, wovon aber nichts Handschriftliches mehr vorhanden ist. yb HPX p. R. Arie Löwe, Rabb. zu Epstein, Verf. von OT®. Königsberg, 1759,, beschäftigte sich viel mir Astronomie, und verfaßte viele Schriften. Er war ein großer Anhänger von Eybenschütz, daher schoß I. Emden seine'giftigen Pfeile gegen ihn. P IdV) pWiH. R. Berisch, Rabb. zu Hannover , dessen Vater R. Lowe auch Rabbiner daselbst war. In der Astronomie war obiger Rafael Levy sein Lehrer , der ihm das Zeugniß gab, daß er der ,größte Astronom s. Z. in der ganzen Judenheit wäre. Sein Schüler Simon Waltsch ist Verfasser von ^rnp über Maimuni's ßpn.n fc^rpp. ♦ JdPn* Brpn P Dann. R. Hirsch Ulman in Mainz. Philosoph, Vers, von auf Metaphysik, nach Wolf's und Mendelssohn's System. Ich habe solches in acht schön geschriebenen Theilen, in der H. Michaelischen Bibliothek gesehen; sie werden aber nicht von großer Wichtigkeit gehalten. Zu f.s Z. wurde er als Ketzer verdächtigt. pytt&y Jprn^N P pinn.' Abraham Stern in Warschau lebte am Ende der Mendelssohn'schen Zeit, und starb 1844. Er hatte einen sehr großen ausgebreiteten Ruf als Geometer, und Erfinder vieler Maschinen für die Rechnenkunst, Erdmeffung, Agrikultur u. a. m. Auch ist seine Maschine für Wagen beim Durchgehen der Pferde, als sehr probat anerkannt worden. Eigentliche Werke hat er nicht verfaßt; aber viele Notizen über Werke Anderer geliefert. Er war auch zugleich Talmudist und Grammatiker, lieferte auch kleine Poesien, die aber keinen großen Werth haben. — Zu seiner Zeit wollte der berüchtigte Chiarini den Talmud in polnischer Sprache herausgeben, um solchen bei dem Kaiser von Rußland zu verketzern; auch gab er einige Probe-Bogen davon heraus. Stern überführte ihn aber von seiner tiefen Unwissenheit darin, so daß CH. beschämt von seinem närrischen Unternehmen ablassen mußte. Obige Männer nun waren, wie wir gesehen, mehrentheils große Talmudisten, die den Beweis liefern, wie sich das Talmudstudium mit der profanen Wissenschaft verbinden läßt. Freilich in M.'s Zeit wurde mehr für diese letztere etwas gethan, da standen Männer von der höchsten Intelligenz auf, und drangen in alle Schachten der Wissenschaften ein, obgleich der Völkerdruck gar oft ihre Schritte gehemmt, und sie mindestens die dem Musensohn so nöthige Aufmunterung nicht fanden. Von diesen gelehrten Männern wollen wir hier nur aufzählen Marcus Elieser Bloch. Als Talmudist erzogen , verstand er in seinem 19. I. noch kein Wort deutsch, da wurde er Hauslehrer bei einem jüdischen Wundarzt in Hamburg, in welchem Ort er auch einen Bruder vorfand. Hier erwarb er sich einige Sprach- und anatomische Kenntnisse Dann ging er nach Berlin, studirte da alle Zweige, der Naturgeschichte, wurde Doktor zu Frans, a. d. O. und kam nach

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