Der Orient
- Journal
- Der Orient
- Volume
- 1848
- Issue
- 10 (4.3.1848)
- Date
- 1848-03-04
- Page
- Spalte 157-158 (sequence 7)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 94% known words query
- IRI
…/8555529-9897534-9897540--5350-3533951- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
Mentioned entities
OCR text
158 Studien. Moses Jsserles 157 verflossenen Jahrhunderten nichts seltenes war, daß man nach dem. entferntesten Auslände polnische Rab. berief, und diese in ihrem neuen Wirkungskreise gewiß auch ferner bei ihrer bisherigen Praxis', die sich' nach Zs. richtete, blieben,-ist es ganz -natürlich, daß seine/Dezision-allgemeine Geltung erlangten, so daß..die spatern Rab. sagen konnten früpinD msiän fep n'öi ’pöD ibwöru -iro nVdpiDD^c. 2c. Es erklärt sich demnach der große Ruf den Jsserles und die Autorität/ die seine Werke erlangt ganz einfach, nicht aus seinem in der Regel erschwerenden Entscheiden, sondern aus seinem Berücksichtigen des Usus, wodurch seine Werke ausschließlich zur Nutzanwendung sich eigneten. - Man denke aber nicht, daß Js. blindlings und immer dem Usus huldigte, er prüfte und untersuchte genau und nur wenn er gewichtige Autoritäten für ihn vorfand, ließ er ihn geltenund. selbst dann noch pflegt er ihn aus individueller Ansicht zu mildern, 'und nur auf unbedeutende sehr wenige Kosten verursachende Fälle zu beschränken , welches Verfahren er in/genannter Vorrede zu entschuldigen sich veranlaßt fühlt. . Daß ihm aber keine besondere Vorliebe fürs Erschweren, sondern einzig und' allein die nothwendige Berücksichtigung des bereits eingeführten Minhags leitete, beweist sowol sein oftmaliges Erwähnen desselben gegen erschwerende Beschlüsse des Karo,, wo er sich dann auch an dem erleichternden Minhag hält, als auch-und besonders die vielen Gloffeme zum 'yn&, die anstatt der gewöhnlichen Quellenangabe mit — eigene Ansicht —'bezeichnet sind,, und zum großen Lheil Erleichterungen enthalten. Was uns noch als besonderer Charakterzug an Js. gefällt, ist feine schöne männliche Bescheidenheit, wie wir.'sie in genannter HEnpri so wie auch im Vorworte zu seinem antreffen. Hier tritt uns nicht, eine lächerliche Arroganz entgegen, wie wir sie z. B. beim Verfasser des ns antreffen, der^Jedem, der es wagen sollte, seinen Entscheidungen zu widersprechen mit Fluch, Bann und Tod (!) drohete z aber auch nicht jene kriechende Selbsterniedrigung, der wir bci vielen spatern Autoren, unter andern auch beim Verfasser des begegnen, welcher letztere seine Leser beschwort, seinen Entscheidungen nicht zu folgen. Daverfährt Js.. ganz anders und viel richtigerer dringt seine Meinung. Niemand auf, verbietet nicht ihr zu widersprechen; verbietet aber'auch nicht ihr zu folgen und sich nach ihr zu richten, er schrieb sie ja zu diesem Zwecke nieder. Er sagt daher: Wer sich auf mich . stützen will, der stütze sich getrost, und wer mir widersprechen will, dem steht es frei. - ' Schick in Preßburg. Ankündigungen. In diesen Ankündigungen werden Anzeigen aller Art, besonders in so weit sie jüdische und orientalische Geschichte und Literatur'betreffen, gegen Sgr. für die gespaltene Petit-Zeile oder deren Raum ausgenommen.' [51] Bei A. G. Liebeskind in Leipzig ist in Kommission erschienen und durch alle Buchhandlungen zu beziehen: Jüdischer PLutarch, - " oder biographisches Lexikon der markantesten Männer ltnb Frauen jüdischer Abkunft (alter "Stände, Zeiten und Länder) mit besonderer Rücksicht ans das österreichische Kaiserthmn. - - - Von mehreren jüdischen und nichtjüdischen, in- und ans-/ ländischen Schriftstellern. Erstes Alphabet oder erster Band. Duodez, auf feinem Maschinen-Papier, mit dem Vildniß der Dlle. Rachel, im Umschlag broschirt, Preis 1 fl. 15 kr. CM.. Der Titel dieses neuen Buches, eines Ehrentempels der jüdischen Nation, ist wohl ausführlich-und .bezeichnend genug, um ersehen zu können, daß es sich hier um ein Unternehmen Handke, welches deiner Rechtfertigung bedarf; ja ' man kann sogar sagen, solch' ein Werk mangele der Literatur noch, und fülle sonach eine Lücke aus. Man begnügt sich, noch anzumerken, daß dieses wahre Nationalwerk achcr. ein ^ese-, als ein Nachschagebuch sein soll, und jeder Band für sich ein selbstständiges Ganzes bildet. — Der %wite Band befindet sich bereits unter her Presse. [32] Durch E. L. Fritzsche in Leipzig ist zu beziehen: Kufari (nns) ' oder jüdische Religionsphilosophie von R. Jehuda Ha-Lewi. Kommentirt vonDr..G. Brecher, gr. 8. Brosch. Umden Wunsch nrehrer Theologen zu erfüllen, ist das unsterbliche - Werk des kastilischerr Gelehrten nebst dem anerkannt trefflichen Kommentar von Herrn Dr. Brecher für nur 1-| Thlr. zu beziehen.' y? itniso 'o ~nto cy nvwn. w Das Hohelied mit einem Kommentare von Dhadsa Sforrro. Nach einer seltenen Venezianer Ausgabe nebst dem masoretischen Texte, gr. 8. Brosch. Pr. 5 Ngr. Der vortreffliche Kommentar des berühmten Exegeten aus dem 16. Jatzrhundeet liegt hier in einer sehr korrekten und billigen Ausgabe vor.