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Der Orient · 1848-03-04 · 10 (4.3.1848) · p. Spalte 155-156

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Journal
Der Orient
Volume
1848
Issue
10 (4.3.1848)
Date
1848-03-04
Page
Spalte 155-156 (sequence 6)
Language
German
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155 Studien. Moses Zsserles. 156 ..-gesprochen, und Joram der Sohn AchaL regierte so würde er sich schon aus dessen Vorrede von Gesagtem in Israel zu Schomron 10 Jahre , Ln dem 18 Jahre deö Josaphat, Köu.lgs von Juda und.er that das Böse vor Gott, nur nicht wie die Brüder desselben und nicht wie die Mütter desselben. Er entfernte aber die Höhen des Baal , welche sein Vater gemacht und vernichtete sie. Nur verblieb er Ln den Sünden des Hauses Jerobeam, welcher Israel verleitete und stand nicht von-ihm ab. A. er litt durch den Zorn Gottes gegen das Haus Achab. Es regierte Joram sein Bruder an seiner Stelle Ln dem zweiten Jahre des Joram, Sohnes -des Josaphat, Königs in Inda, weil er keinen Sohn Hatte". — In einigen Ausgaben fehlen die Worte: Es regierte Joram sein Bruder re. bis Ende des Verses, in andern ist die ganze Ueberfttzung des Verses-18 mit hineingezogen. (Bergt. 3/ 1. 1 Reg. 22, 52 \u 53.) , 46) 2 Reg. III. 1. rmy njoar ruBQ in §'m oV.toö xttlökXttrw ’IcoöpHpctv ßaolkecüs ’lovda. Dies ist ein spaterer Zusatz der Ausgaben. 47) — XV. 13. rrp- ^va Jifiegcov, Andere lesen OJCTOö tjuSQttiv. 48) -7— XXV. 1. “nttfJD EtÖExdry rov fifjvog. Einige lesen TEGGaQEGxaißExdry. 49) il)id. ‘Wyn t£nnD iv ra jjLtjvl rtß ÖEmrip, Einige lesen Sevteqo), 3. . . . . Hier ist gar keine Abweichung in der Zeitangabe, aber eine Verschiedenheit derselben dadurch, daß dieser 9, Tag auf den Schluß der Belagerung (V." 2) nicht auf die Hungersneth (V. 3) bezogen wird. ' 8, 'ffl mttfy n NM ctvzogiviavrog ivvEtKHcadsmrog Tra'elc. Diese Worte sind Ln ,einigen Ausgaben durch Parenthese eingcschlossen. ' (Fortsetzung folgt). Literarische .Miseellen. In der von Dr. Frankel im LD d. O. vorigen I. Nr. 52 gelieferten biographischen Skizze des Mose den Israel wird des Letztem Buch nNDH min als Kommentar zum angegeben, was dahin zu berichtigen ist, daß der Verfasser des nn wohl in der äußern Einrichtung, in der Reihenfolge und Ordnung der Abschnitte dem nV folgte, im Inhalte aber Niemanden kommentirt, sondern originelle selbst? ständige Decisionen liefert, wie auch eben dieses Buch als sein Hauptwerk zu betrachten ist. Hätte Dr. F. fragliches, übrigens nicht seltene Buch selbst zur Hand genommen, und nicht wie es scheint dem Seder ha Dorot nachgeschriebcn, Wir wollen hier gelegentlich auf eine bezüglich des Charakters des. Mose Isserles als Deziwrs beachtenswerthe Bemerkung, auf die auch benannte Hakdama führt, aufmerksam machen. Bekanntlich wird Iss. allgemein der Vorwurf gemacht, daß er sich in asten feinen Urtheilen und Entscheidungen von einer entschiedenen Vorliebe fürs Erschweren leiten . ließ, und daß diese ihm besonders seine Gloffeme zum Schulchan Aruch diktirte. Dr. F. meint sogar, daß er diesem Umstande seinen großen Ruf und die Autorität,.-die feine Werke erlangt, zum Theil zu verdanken habe. Dieser Vorwurf ist aber ungegründet, ja er ist ein ungerechter. Denn erstens finden wir ihn sehr oft nicht nur gegen S. Loria und m. a. seiner Zeitgenossen, sondern selbst in seinem Glossem gegen I. Karo erleichternd entscheiden; und dann war es auch ein ganz anderes Motiv, das ibn veranlaßt?, nach dem bereits erschienenen und stark verbreiteren Iore Dea des I. K. die in demselben besprochenen Gegenstände nochmals und auf . eigene Weise in seinem n'p zu verhandeln, und dann den K.'fchen selbst eben seiner schon erlangten Verbreitung und? Autorität wegen zu glofsiren. Karo sagt nämliche selbst im'Borworte zum Ber Josef, nachdem er die Regeln , nennt, nach denen er seine Entscheidungen eingerichtet und die Autoren, die ihm hierbei als Norm gedient angiebt: „Wenn man in.manchen Landen gewohnt ist, Dinge für verboten zu halten, die ich in meinem Buche'für erlaubt erklärt, so hat man sich striete am Usus und keinesfalls an meiner Dezision zu halten." Was auch, sobald der Usus eine anerkannte Autorität für sich hat, nach talmudischen Grundsätzen unbedingte Pflicht ist. Nun schrieb aber K. im Morgenlande, wo der.jjnjo vielfach und bedeutend von dem in Polen und dessen Nachbarländern, für die wieder Js ser l es schrieb, divergirt. Dies, und der Umstand, daß K.'s eigentlich doch für angehende p^p' ipw, die in vorzukommenden zweifelhaften Fällen bei ihm Rathes holen sollen, gearbeitet ist, bewog Iss» anfangs seinen pfP zu schrei^ ben und dann als er die schon erlangte Verbreitung des K.'schen . in Betracht zog, diesen zu glofsiren, oder wie er sich im Vorworte zu seinen nin.in ausdrückt „ auf der von K. bereiteten Tafel auch noch das fehlende Tuch zu decken", und h'erbei vorzüglich den einmal eingeführten Minhag zu berücksichtigen, woher das besonders in seinen p'jpjp so oft wiederholte ppo pi. Es war dies auch ein in seiner Art sehr verdienstliches Werk; denn wenn der junge Rabbi den K.'schen yw als Hilfsbuch benutzte und nach ihm entschied, lief er jedes Mal Gefahr gegen den recipirten Minhag zu verstoßen, was, abgesehen daß dies wie. erwähnt, widerrechtlich ist, ibm auch viele Unannehmlichkeiten zuzichen. mußte. Durch das Iss. Werk wurde er aber mit dem gä'nge und gebe seienden Minhag vertraut und wußte wonach sich zu richten. Es wurde dieses daher seines praktischen Werthes wegen allgemein von den polnischen Rabbinen benutzt; ja es wurde ihnen unentbehrlich, diente ihnen zur Norm. Da es nun in den letzt-

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