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Der Orient · 1848-03-04 · 10 (4.3.1848) · p. Spalte 149-150

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Journal
Der Orient
Volume
1848
Issue
10 (4.3.1848)
Date
1848-03-04
Page
Spalte 149-150 (sequence 3)
Language
German
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119 vermittelndes Organ', zwischen einem in seinen Menschenrechten so lange gekränkten Volksstamme einer, und den zwar hochherzigen, aber durch mittelalterliche Vorurtheile verleiteten Führern der edlen ungarischen Nation andererseits dienen soll; ein Werk, worin also das gesammte ungarische Israel sein Credo, sein politisch - nationales/Glaubensdekenntniß niederlegt und öffentlich gegen alle jene Verleumdungen'protestier, die etwa böswillige Herzen und . Zungen, von seinen antinatwnalen Richtungen auszustreucn bemüht sein , mögen. Nennet uns immerhin „Fremdlinge", „Eingewanderte", die Sprache, tn; der ihr uns eines-solchen scheltet, der Schauplatz, auf dem ihr uns zum Kampfe herausfordert und wir euch die Stirne bieten, strafet euch Lüge. Dieses kleine, durch und durch vom magyarischen Geiste belebte, vaterländische Sprache und Bildung unter seinen Glaubensgenossen bezweckende, für die zum Heile der Gesammtheit nothwendige nationale.Verschmelzung der verschiedenen Volksstämme sich so offen und als Organ eines nicht unbedeutenden Theiles der ungarischen Bevölkerung auVsprechende Merkchen, zeigt euch hinlänglich, was Israel in einem so kurzen Zeiträume schon geleistet, noch mehr aber, was es. in der Folge zu leisten verheißt und befähigt ist, so es nur nicht, oder trotzdem, daß es in seinem edlen, das Wohldes Landes bezweckenden Streben ans Hindernisse, auf Undank und Nichtanerkennung stoßen soll. Wie sehr also ein solches Werb aus Unterstützung, wenigstens aus der Mlttt der dabei zumeist Betheiligten zu rechnen berechtigt ist, wird jeder wohl von selbst einsehen und hoffen wir, hast das in neuerer Zeit fast überall erwachte politische Leben Israels, worin unsere ungarischen Glaubensgenossen gewiß nicht die Letzten sein wollen, einem solchen Unternehmen, die ihm gebührende wohlverdiente Teilnahme nicht vorenthalten werde. Wir. wenden uns also zu dem innern Gehalte, zu den einzelnem Aufsätzen dieses Werkes, und sangen mit dem Jahrbuch e, als dem wichtiger» Theile desselben an. An der Spitze steht mit Recht der vortreffliche und kernigte Aufsatz: Geschichtliche Skizze über Zweck, Konstituirung und Wirken des Pesther Vereins zur Verbreitung der ungarischen Sprache unter den vaterländischen Israeliten, von Dwsi Marton, Vereins-Sekretär» Was. Gediegenheit der Sprache und Gestnnungstüchtigkeit in der Darlegung der Leidensgeschichte seiner - Glaubensgenossen anbejangr, so läßt diese Abhandlung nichts zu wünschen übrig und würden wir sie gerne, so es der Raum dieser Blätter zulicß, in einer getreuen Uebersetzung hier mittheilen. Meisterhaft ist die Schilderung wie auch die Zurückweisung der judenfeindlichen Anklagen von Seiten der ungarischen Hamanssöhne. Hierauf folgt ein aus warmen Gefühle hervorgegangener und mit Gedankenfülle und kräftigen Worten ^gefaßter Aufruf an die befähigtere und durch Geistesbildung gegen politische Zurücksetzung weit empfindlichere. ungarische israel. Jugend, zur Schließung eines die sociale Emancipation bezweckenden Bündnisses, „Die Familie" ruft der Verfasser seinen neuzubildenden Aposteln 150 Zu, „die Familie sek dein Tempel, der stille Hcerd dein Altar, hier richte deine Rednerbühne auf und verkünde das Wort unseres neuen Bundes. Siehe! politisch können wir uns nicht emancipiren , aber wohl gesellschaftlich; ja >ie gesellschaftliche Emancipation hängt einzig von uns ab, . Dies, sei unser Endziel, dahin führen wir unsere Angehörigen, damit die unfehlbar bald-zu erfolgende Einbürgerung nicht als ein großherziges Almosen, als welches leider noch das, dessen Ertheilung die ewige Wahrheit, die Menschlichkeit und-insbesondere das allgemeine Wohl des Vaterlandes fordert, betrachtet wird, sondern als wohlverdienter Preis ertheilt werde". (Fortsetzung folgt.) 1) Debarim Atikim N. Enthält: a) Fragment eines alten Büchern und Autoren- Verzeichnisses. h) FpS NLOp. von Josef Easpi. c) rDN^D, Proben aus Josef Iba Caspi's Schriften von S. Werbluner. d) D’Dsn von A. Jellinek. Leipzig, 8. Brock- ■ - Haus. 2) Nachträge zu meinem Sefat Chachamim, von A.-Jellinek. Leipzig, 1847, 8. C. L. Fritzsche.. Angezeigt von Leopold Dukes» (Schluß.)' Diese. Wörter, welche von dem Talmudistm gebraucht werden, sind meistens aus den semitischen Sprachen, mehre werden ausdrücklich als arabisch angeführt, diese Wörter sind nebst einigen, die sich in den alten griechischen und lateinischen Schriftstellern finden, die ältesten ausgezeichneten arabischen Wörter, und also auch von den arabischen Lexikographen zu beachten. Manche dieser Wörter aber werden ohne nähere bestimmende Bezeichnung über ihren Ursprung angeführt. Es werden die Ausdrücke, gebraucht pp DM pp „man nennt so in den Seestädten" worunter ohne Zweifel P h ö n iz i e n verstanden ist» So z. B» .TPD jrnp o*n pp. //in den Seestädten heißt man (Verkauf) ."r^. Hiermit wird MMS erklärt. Verschiedene dieser Wörter werden mit der unbestimmten Formel angeführt prmsn. NXIN 7VN „Es giebt Orte, wo man nennte So z» B. snnN rPN NV,6 „Es giebt einen Ort so man &ont nennt N“iriD" (©c&ir ha - schirim rabba S. 30 a. Es handelt sich hier nur um die Verwechselung des ft mit d, Hiermit wird die Stelle,->nDH JJN erklärt. pdr heißt nach der allegorischen Erklärung „der Inhalt der Warnung". Manche dieser Wörter werden an verschiedenen Stellen des Talmuds mit verschiedenen Anführungen gegeben, d. h. einmal als n-)j/ und dann wieder als von den ay? y:*o abstammrnd. So z. B. (Jalkut Malachi Kap. 3. Psalm 874) drpU'^ pip DM.O-DS pP; welches in der von Hrn. Jellinek angeführten Stelle als zeichnet wird (vergl. weiter unten). Wenn unsere Vermu- Kritiken. - Sefat Chachanim.

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