Der Orient
- Journal
- Der Orient
- Volume
- 9 (1848)
- Issue
- Heft 10 (4.3.1848)
- Date
- 1848-03-04
- Page
- Seite 77 (sequence 9)
- Language
- German
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77 vertrauten Gemeinden im Allgemeinen ihren Gotteshäusern und ihrem Gottesdienste ttcjcnicjc Aufmerksamkeit schenken, die der mny dieser Mittelsäule des' jüdischen LebenS, in so hohem Grade gebührt, und daher nicht diejenigen Mängel und Gebrechen übersehen, die hier und da in den verschiedenen Kreisen unseres gottesdienstlichen Gemeindewesens heimisch geworden, und der ernsten Abhilfe bedürfen. Der Landesrabbiner sieht sich daher veranlaßt, allen Verwaltern und Besuchern unserer Gotteshäuser die Bestimmungen erneuert in die Seele zu rufen, mit denen unsere heiligen Gesctzvorschriften für unsere Gotteshäuser und unfern' Gottesdienst diejenige Ordnung. Ruhe, und anstandsvolle Ehrfurcht gebieten, ohne die der große Zweck des Gottesdienstes nie und nimmer erreicht werden kann, und erwartet mit Zuversicht, daß sämmtliche Rabbiner und Vorstände auf bereu genaueste Erfüllung mit allem Ernst und allem Nachdruck zu wachen sich angelegen sein lassen werden. — N) 113D DH3 DlJnU rmOD TO, alle Gotteshäuser sollen stetö in einem säubern anständigen Zustande erhalten werden, damit schon das Aenßere jedem Besuchenden beim Eintritte zurufe: hier betrittst du eineu heiligen Raum, betrittst ein dem heiligen höchsten Wesen geweihetes Haus, Achtung und Ehrfurcht erfüllen dich hier l 3) byw td , bbDnnb tn.) ttto uwpnrh w' rby nt wn, bbönnb- DJpw mip irupb u>ru ub.n *])b:)b ü'^ Pl.D b$tt. Auch dein Aeußeres soll sauber und anständig sein, mit unsauberem und unanständigem Anzüge darf keiner das Gotteshaus betreten, geschweige denn, daß die Gewänder die ganz eigentlich zum Gebete bestimmt sind, nur sauber und anständig sein sollen. Mit unsauberem und zerrissenem rvbD sollte keiner zum Gebete hintretcn. 3) , ,ini'3i no’N3 -fr nPn , pnV hdn joiii INIOI HD’tO 13*) ’JsV 12)13 1131)11. 4luch schon das Koinmen und Gehen, jeder Schritt tut Gotteshause, das ganze Dortsein, jede 'Bewegung und Regung daselbst, sott von Gottesfurcht und ehrerbietiger Scheu durchdrungen sein. SDctn Auftreten selbst soll es verkünden, daß du durchdrungen davon bist, T\m QipDH *>3 N)D ttmp pby IDiy, und anständig sott jede Stellung sein, „nbDrai, m ^öb ^2 ncy idijjd nfenn b6) ,.Dm^ nLD?» nt Nb) , mpttb k dotd tVT &ypy bw, vb.n Dirav N) , hntoi toto nojw Dvepn "prwps .DTOilb Nbtf 3M2 pTO3 .OnYi' TOL/t D^TM. Ein vorzügliches Augenmerk ist auf die Kleinen zu richten, daß sie sowohl durch ihre Anwesenheit die Erwachsenen nicht im Gebete stören, als auch daß sie selbst von Jugend auf an ein ehrfürchtiges und anständiges Benehmen im Gotteshause gewöhnt werden. Kinder unter fünf Jahren sollen daher im Gotteshause nicht zugelassen werden. n) , .rnipn -Din b? nbönn oup TDnb "jm ppw ' HD; nmpn bs. Alles \m die Andacht beim Gebete zu stören geeignet ist, muß im Gotteshanse gemieden werden, daher ist Alles, was nicht nur die eigene Andacht, sondern, auch die Andacht des Nächsten stören könne, im Gotteshause zu unterlassen. >) .pw pJD , pNvnibp pro pjmj pN'nrpp to nb'D3 nnm binm nicht nur während des Gottesdienstes, sondern auch vor und nach demselben, ja ganz außer der Zeit des Gottesdienstes, ist jedes *pb)n nrw, ist jedes nicht gottesdienstliche Gespräch im Gotteshaüse TON und die tiefste Entweihung des Gottcsheiligthums, nur der' Belehrung von Gott und.der Erhebung zu Gott sind unsere ni'WD to bestimmt. Wer im Gotteshaüse »TW nbTO spricht, der.eben zeigt damit, daß sein Sinn von dem Göttlichen unerfüllt und unergriffen ist. Tb NI heißt von ihm NTOD/iriNT er zeigt, daß ihm die Gotteönähe nichts gilt, und daß sein Gcmüth sich losgesagt vom Göttlichen NnODTO ytfl Tb m, daß er die Anhänglichkeit an Gott in sich vernichtet.. N.rn unNi , ^-nyn... Nnb«p Npbin Tb rnbi Tb 'N Nbi to Npbin Tb Tb) , pn riDnwx Nb) NnbN. Tb! Nbybi Nioby N.)>pTO Njbp , tod Weh ihm! er-.-hat keinen Theil an Gott Israels, er zeigt, daß eS ihm keinen, Gott gibt, Gott dort nicht gegenwärtig sei, er keinen Theil an . ihm habe, er ihn nicht fürchtet, und darum die Anstalt der höchsten Weihe höhne! Jedes Gespräch, jedes ungottesdienstliche Wort vor und nach, und ganz /besonders während des Gottesdienstes, muß daher schwinden aus unfern rflTOID TO, und haben daher auch die Vorstände selbst und alle Synagogenbeamten und Synagogeudiener die Handhabung der Ordnung selbst, und die Verwaltung des Gottesdienstes möglichst geräuschlos wahrzunehmen, und jedes nnuöthkge Wort dabei sorgfältig zu meiden. T) 1132.1 DJ? IDIJJtiOl 113LN DJ) WsinV DIN VlRET nunnm c’tii'sn Warn, ni3Li nVanV nVsn D'ipiV iidn 11DN1, n"l"3 plDJlV'DN 113LN Jö tJ’113' nV), 1132.1 DJ? INN y’wri'v ijnta in , iTd"3 nunnj. nnojJD imV T.32W pt V>3,plD)lV) p'DQlV 11DN n'l3 ''DN , N^2NN pW"31 n^'D3 nn.'ty DW 131^> IIDNE/ w"3 D'M'2 1D1N 113I3V ni3i3l? Diib w bnpn , nbann INN fviw .1)1^3 p^n NN'N n'ü'1 n^>i , )dn nujiin pnn nie»jd uix bnji NDin N1N m dnj , nbann INN )'3 ''DM N1.1v N1NV3 n"D N')N^1 INS^ 11DN , 13 D'IJJUl Niipn Winntv jm bnj ina1? N^N inin n1? Ni3.iV ni3J , N13.lV N13JI j'3 '’DN n"l"3 -’SN IDüV 11DN rf'DV NlipV D'1.VD!3V fllN , N1VN1 Vll.1,1 P“1 Dl'V UJI’ Nv 3N nnpV iii>3 L/nVn' pn cmtysibi nnV in NN'ipn npa'i poV 1'1313 pIplcV >1N11 , 5-lDvV poV nVi pnn DJ? Nllp 1'D2DV3 1DDV 11DN , Nllp.1. ’SD DJ/Di?V) Hjn N'333. Allcs dieses soll' uns mahnen, im Gotteshaüse