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Der Orient · 1848-02-26 · 9 (26.2.1848) · p. Spalte 139-140

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Journal
Der Orient
Volume
1848
Issue
9 (26.2.1848)
Date
1848-02-26
Page
Spalte 139-140 (sequence 6)
Language
German
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139 und hierunter ist ohne Zweifel Phönizien verstanden. Lergl. übrigens über diesen Gegenstand weiter"unten. Die zweite Rubrik Iheilt die talmudischen Stellen mit, welche von den-Sitten der Perser, Meder und Araber handelt. . Der Verfasser hätte hier auf einige persische Wörter Rücksicht nehmen sollen, welche wir bereits in unserer Sprache der Mischna (S. 12. Note 25) geneben haben. Zu der dort gegebenen Stelle ist auch unser CTiOJtp (S. 76) zu vergleichen. Ferner hatte eine Stelle des Jalkut benutzt werden können. * Die dritte Rubrik ist überschrieben Lewi ben Gisi^. Von demselben finden sich mehre arabische Wörter angeführt zur Erklärung biblischen Stellen. Auch von R. Akil) a haben wir-solche Wörter erhalten. Das Verzeichniß dieser Wörter, welche bereits in dem E'EOr! HD# selbst ausgenommen worden sind, und die hier abermals mit deutscher Übersetzung erscheinen, wäre zu vervollständigen. Es wäre übrigens sehr zu wünschen gewesen, wenn der Verfasser auch zugleich dem Leser das hebräische Wort angezeigt hätte, welches mit dem Arabischen .'erklärt wird. Nicht minder wiinschenswenh wäre es gewesen, wenn der Verfasser einige Worte über den Werth und die Stellung dieser Erklärungen zur Exegese gesagt hätte. Wir wollen dieses mit einigen Worten andeuten. So wie sich im Talmud die ersten Grundlinien zur Lexikographie Überhaupt finden, welches Gese nius nicht beachtet hat, so . findet man auch die ersten Rudimente zur vergleichenden Sprachkunde überhaupt, und zwar im Dienste der Exegese, welches bereits die ältesten hebräischen Sprachforscher, wie Iehu da ben Koreisch, Jona den G"annäch und Kimchi benäht haben. (Beschluß folgt.) ~8) Wir lassen die Stelle hier felgen, rrn p ,'>)b ,mi "idn <'n;n -ton) * dsin p^no -du orb rrn did ihmn hw dtod inw nnu W' d pwd orn xpoiö' N-.pj Nirn rn^soi^ niw ’Di nrw ni»y y^in^D Nin no wn bw d->d bn* rn iptpbn "w inipwrb nni bw ]nn hdd b panünb prcn pioo .irnijjp3 ddh inw d^dh prwriN!?dn n „R. Lewi sagte ks war Sitte bei den Persern, sie hatten einen großen Pokal der 40 Schi, m z i o l (ein gewisses Maaß) enthielt, welches Puska genannt wurde, daraus mußte jeder trinken, selbst wenn er davon sterben oder wahnsinnig werden sollte. Die Schenkmeister wurden von den Großen bestochen, daß sie verschont blieben von diesem Trünke. Der König Ahasverus hat diesen Pokal gar nicht zur Mahlzeit bringen lassen. Daher heißt es hier (Esther 1, 8) (ohne Zwang)". 9) Die Leichenrede oder vielmehr die Einleitung zu derselben, welche man über denselben gehalten hat findet sich noch /aufbewahrt Jeruschalmi Berachot und im Jalkut Kohelet S. 190 zu Ende. 140 Mendelssohn's und Weffely's Zeit, mit Hinblick auf die Gegenwart. Von Mos. Mendelson . , ln Hamb u r g. (Fortsetzung ) R. Mose Serach Eidlitz. R. Mose Serach Eidlitz, einer der größten und scharfsinnigen Talmudisten s. A., war Kollege und Freund von Eybcn schütz, der ihn sehr hoch schätzte. Er ist Verfasser von rojyrib HDN'btt, Prag, 1755, welches die ganze Lehre der Arithmetik, alle chronologischen Berechnungen und so viel von Algebra enthält, als zu obigem nöthig ist. Hebräisch und jüdisch-deutsch. Es ist das einzige Rechnenbuch, womit sich damals die ganze polnische Judenheit, und alle die nur bebra'isch lesen konnten, beholfen hatten. Damals wurde unter -00 nur ein Buch geistlichen Inhalts verstanden; eine Schrift über profane Gegenstände wurde Buch genannt. Merkwürdig ift'seine Entschuldigung, warum er ein -00 und kein Buch gemacht hat. Mit einem Freimuth, der damals beispiellos war, sagt er, es müsse gar kein neues -0D über Halacha gemacht werden! «iw DTJ’ Dl' b^b L" lb D’IDIN TH» TOI ’3D Vljm D’Jtmpn '121 IDDll'ty EN O , lin 13D Dlty DDIi' ppna ndu non D’tyin D'ISD nnno noto bau 'di enn- Iso D'Dinb ftanty '"in bNitm min ronsynty waity inx idd3 ’n’Nii 'di abo nnr nrao mm Di’ baa mspin ■■’b;o D’tyty ny iob niDDinn byD pns’ noa nyinruty nispinn’arp bp p’ptyai 'di nnN nabn D’bipbpniy idni rop , und rmn onty. hni wiiD .'oi dhd >1211 HJi, >mn.i nansynty idij’ d,i,i O'Pin' Welche Seelengröße, welche Kühnheit gehörte dazu, eine solche Sprache zu führen im Angesicht so vieler Schriftsteller dieser Art, zu einer Zeit wo fast Nichts anders als solche Bücher über Halacha gemacht wurden.' Am Schlüsse seines Buches sagt er zwar, daß er vernommen hätte, daß einige Rabbiner ihm diesen Ausdruck übel genommen hätten u. s. w. Er gesteht also, daß es auch bessere Sefarim gebenkönne, aber die mehrsten werden mir als Handelsspekulation fabricirt. Als ein Zug seltener Uneigennützigkeit steht auf dem Titelblatt, daß wer sich nicht durch das Buch belehrt fühlt, kann das bafür bezahlte Geld zurückerhalcen. Wenn dies auf allen Titelblättern zu stehen käme, so würde die Büchermacherei bald ihr unseliges Ende erreicht haben. R. Rafael Hannover auch pLM hy2 sm genannt. Rafael Levy ist Verfasser vonrUDH, Amsterdam , 1755, astronomischen Inhalts, und in hebräischer Sprache geschrieben. Der wilnaer Gaon lernte in seinem neunten Jahre das ganze Buch auswendig. In der Heiman ') Zuletzt sagt er nmarj nN DDDbcv Studien. ' Mendelsfohn's und Wessely's Zeit.

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