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Der Orient · 1848-02-26 · 9 (26.2.1848) · p. Spalte 135-136

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Journal
Der Orient
Volume
1848
Issue
9 (26.2.1848)
Date
1848-02-26
Page
Spalte 135-136 (sequence 4)
Language
German
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135 Literatur den jüdischen Gelehrten diese Sammlung bei Weitem; und doch findet er das Medium der Mittheilung in diesem Blatte so leicht, wo gewiß jede die Untersuchungen nur irgendwie fördernde Bemerkung dankbar ausgenommen wird» Im Folgenden möge hierzu mit einer Uebersicht aller Varianten über Aeitverhältnisse im X der Anfang gemacht werden. Marum ich gerade hiermit begonnen? Wenn bei ttner Materialiensammlung danach überhaupt gefragt werden kann, so. schien mir diese zu solchem Anfänge schon um deswillen am Geeignetsten, weil solche zu sehr überraschenden Resultaten führt, auf welche wir am Ende dieser Abhandlung zurückkommen werden. Wir wollen im Folgenden die einzelnen Stellen mit den Varianten und etwaigen Bemerkungen dazu folgen lassen; am Ende werden wir auf einige übersichtliche Erscheinungen aufmerksam machen, welche für die Beurtheilung dieses Materials überhaupt zu beherzigen sein möchten. (Fortsetzung folgt). Knrze Anzeige«. L) Debarim Atikim II. Enthalt: a) Fragment eines alten Bücher- und Autoren- Verzeichnisses. von Josef Ca sp i. ' c) ntbw fDN^D, Proben aus Josef Jbn Easpi's Schriften von S. Werbluner. d) D^DDh nDttf von A. Iellinek. Leipzig, 8. Brockhaus. 2) Nachträge zu meinem Sefat Chachamim, von A. Jellinek. Leipzig, 1847, 8. C. L. Fritzsche. Angezeigl von Leopold Dukes. Das Unternehmen des Herrn Benjakob, von Zeit ZU Zeit einige Dokumente zur Geschichte der hebräischen Literatur,'besonders unedirte Sachen, der Oeffentlichkeit zu übergeben, verdient alle Beachtung. Das zweite Heft, welches uns jetzt vorliegt, enthält einige sehr interessante Mittheilungen. Wir haben bereits einige Worte darüber in den Archives israelites v. Oktober gesagt. Herr Iellinek, den die Leser des Orients längst von der rühmlichsten Seite kennen, hat eine interessante Gabe in diesem Hefte unter dem Namen cbda Leser dargeboten, worauf wir seine Aufmerksamkeit lenken wollen. , Das DÖ&y enthält die Erklärung aller arabischen und persischen Wörter, die im Lalmud und in den Midraschim Vorkommen. So nützlich dieses Unternehmen ist, so sehr ist es zu bedauern, daß der Verfasser sich einer allzugroßen Kürze befleißigte^ und hier und da die Stellen nicht genau angegeben hat, wo das zu erklärende Wort sich findet. Bei einigen Wörtern hätte der Verfasser auch auf einige talmudi- 136 sche Erklärungen Rücksicht nehmen sollen, oder wenigstens darauf verweisen können. Es hätte dieses für die Geschichte der Sprachkunde überhaupt seinen Nutzen gehabt. Wir lassen hier einige solche Nachweisungen und Bemerkungen zu einzelnen Wörtern folgen. IJPtt ist chaldäisch. Das hebräische u ist gewöhnlich mit nj’tf gegeben. “Ptt» Die Stelle des Talmuds Aboda Sara. 1 a hätte ihren Platz hier finden können. , Die Lalmudisten (Jeruschalmi) halten dieses Wort für eine Komposition des Hebräischen und Chaldäischen. Sie sagen . - - . ' bn by “so nw bnDN. im N-spj ncb ,,warutn heißt derselbe Amarchol?, er ist Herr über alles". Das n wird also nur als ein Vorgesetzter Buchstabe ohne Bedeutung gehalten, wie in vielen andern Wörtern, wo derselbe Fall ein tritt. N 7 Ott kann allerdings beiden Sprachen angehören« Es hat mit dem hebräischen MOtt selbst viele Aehnlichkeit. ist möglich, daß die hebräische Wurzel IM die Bedeutung des Wortes hergegeben hat. ist doch schon im biblischen Chaldäisch zu finden, kann hebräischen Ursprungs sein. Von -pf kochen. frTM heißt die gekochte Speise, die man auf die Reise mitnimmt. Es könnte übrigens das hebräische sein. Da die Verwandlung des j mit rx doch sehr üblich ist., NnjpHT ist die Stelle des Lagums nicht angegeben. N n ist hebräischen Ursprungs, und nur die Form ist . talmudisch. Die Wurzel ist das hebräische nW, und das 'rj ist in übergegangen. Vergl. unsere Sprache der Mischna S. 94. Wuchst, j. . das pDenny (f* Buxtorf Lexikon Art. 0^) und tlDIDD ronDC^ (ebendas. Art. pz) könnte davon Herkommen. Es würde demnach heißen Sklaven, die wie ein E se l arbeiten müssen.^ Es könnte übrigens von dem hebräischen pD (SPieß) herzuleiten sein, hieße demnach Diener, die zur Arbeit getrieben werden, wie die Esel durch oen Spießt Beide Bedeutungen dieses Wortes könnten selbst vielleicht so untereinander in Verbindung stehen.? 1) Das.Wort p^D hieße demnach wörtlich „veresett". 2) Das Wort hieße demnach wörtlich „angespießt" durch den Spieß getrieben, wie im Deutschen angespor-nt, durch den Sporn getrieben. 3) Das'Wort jtdd selbst scheint ein von den Lalmudisten neilgebildetes Wort zu sein. Wir lesen im Midrasch pDD 'ND? Was heißt plIO 2 dienstbar."' Wir haben hierdurch die praktische Bedeutung des Wortes aber nicht den. Ursprung desselben erfahren. Gelegentlich mag hier bemerkt sein, daß die Lalmudisten das Wort -pliDD (Esther3, 8) in dem Sinne nehmen, als möchte es von (Esel) abstammen. Die Stelle lautet so im Ialkut a. a. O. S. 172». cbip dhd mN |’n -p jnr rtübsp uw '! nns nn rum Kritiken. Sefat Chachamm.

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