Der Orient
- Journal
- Der Orient
- Volume
- 1848
- Issue
- 9 (26.2.1848)
- Date
- 1848-02-26
- Page
- Spalte 133-134 (sequence 3)
- Language
- German
- Belongs to
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134 133 Studien. Materialien zur Beurkheilung der Septuaginta. dürfnisse verdanken wir schon manche sehr gediegene Arbeiten, wie z. B. de Jeremiae Vers. Alex von Wichelhaus, aber wie¬ 25 sogar bis ins 30te Jahr. Daher übersetzen auch die Septuaginta die Stelle l. Sam 1 24. durch xcu 7tgogrjyayov TO 7t (4 l Ö (4 Q l 0 V, 11) 24. 11. hier ist fast derselbe Ausdruck für gesetzt / nämlich rn/lx-LTos „auserlesen.^ Der Talmud findet hierin eine Abweichung von der.Bedeucung, muß also in dem Worte, nicht so sehr den Begriff des Besondern, Ausgezeichneten, als vielmehr den des Untergeordneten, Abhängigen gefunden haben/ Und bei reiflichem Nachdenken muß man ihm auch hierin Recht geben. Denn die verschiedenartigsten An- - Wendungen dieses Namens führen gerade auf diese allgemeine Grundbedeutung b*N neben, welches eben N e b e n sächlich ist, -»LN Gelenk oder Achsel, eigentlich untergeordnet, nämlich dem ganzen Organismus des Menschen als der Totalitär des Ganzenrc. Auch abnehmen, entfernen ist begrifflich auf diese Bedeutung zurückzusühren. 12) Lev. 11 6. .und Deuteron. 14 7. heißt es für rPlHN ZoiQoyQvlXcov, welches im Talmud a. d. St. durch vpp «3'P.n übersetzt wird; die Bedeutung des in der Version gebrauchten griechischen Ausdruckes ist sehr zweifelhaft. Der Talmud scheint es von %bIq und abzuleiten , d. h. das mit den Händen (d.h. Vorderfüßen) grinzende, murrende, unangenehm berührende (oder von %coQetG&c4L fliehen sdas man flieht, weil man von ihm Schaden befürchtet^,) und die Leseart statt yQvllcov Qvyltov, als ein hebraisirendes neu gebildetes Wort von pp (?) man vergl. hiermit Arachin 13 2. O^'PH — Ueber diesen EigennamenArnabas die Männeruamen jQvcln'rjg, Xen. Hell. 1. 3 8. und Barnabas im N T. Auch der Umstand, daß dergleichen Namen nur Männernamen bezeichnen, kann nichts ändern, da auch sonst diese kommunia unter den Griechischen N. pr. Vorkommen; vergl. ’Aftrjvuis, Name einer Wahrsagerin Strabo XI V 645 und als Männernamen in den Jnscr. 265. 272k. Gsavd, gewöhnlich Frauennqme H. 6. 298. Jnscr. 155, doch auch Männernamen Apollod. 2. 1. u. a.m. (Diese Bemerkung findet in unsrer Taldmudftelle erst zuletzt ihreStelle, weil ihr nur eine zufällige, keine dogmatische Motive wie den übrigen zu Grunde gelegt wird.) Endlich 13) Num 16.15 ist auch in unfern Ausgaben.^ö^M«, übersetzt, als wenn das Original ißp, lautete. Es wird dieser Aenderung ein religiöses apologetisches Motiv zu Grunde gelegt. Wir würden ganz einfach sagen, die Uebersetzer hatten sich im Lesen geirrt, wovon die übrigen Bücher des heiligen Bundes nicht wenige Beispiele liefern. Allein unsre sorgfältigen Talmudisten waren im Aufspüren derFehler überhaupt vorsichtiger; und man bedenke ferner, daß hier ausdrücklich von einer Uebersctzung des Pentateuchs allnn die Rede ist, DDP HtP rn?n Pro, diese 5 Bücher auch nach dem einstimmigen Urtheile aller Kritiker bei Weitem sorgfältiger als die übrigen geschrieben, und gerade beim Pentateuch, bei dem der nur in der christlichen Theologie. Und doch erleechter das unverhältnißmäßig größere Vertrautsein mit der biblischent Grade der Bekanntschaft mit dem Originale dergleichen Jrrthümcr unmöglich Vorkommen konnten. — 2) Die Stelle in j. Sota e. 7 §. 1. bx nnTI H3 b Np (hellenice) pnaibN p&y pnp -php ym popp wwud on iDix p hqn iDpNi w 'i ycw pnipybbd NLU n^n npy b nmp1 b nnwNnnpp pp yp NiriK/ hat man mit Unrecht zuweilen hierhergezogen, es ist hier durchaus nicht von jener authentischen Version, sondern von jeder beliebigen griechischen Übersetzung die Rede, daß hiernach zu'Caesarea die Schrift in griechischer Sprache vorgelesen wurde, (Augusti, Einleitg. p. 85) ist ganz aus der Lust gegriffen, (vergl. Megilla 9. b. Raschi daselbst, besonders vergl. man hierzu Sota c. 7 §. 2. die griechische Sprache sei die Sprache des Gesanges ppp HDJp. lyh die Römische die des Krieges, ein Urtheil, welches auch heute nicht genauer und exakter gegeben werden könnte. Hierdurch fällt die lächerliche Ironie Eichhorns in seiner Einleitung, daß es dem Talmud mit dem nEy btt? rvEyD1 wohl nicht Ernst sondern nur um die Ruhe des biblischen HD'1 Zu thun war.) 3) Auch alle Stellen, welche in den beiden Redaktionen über den-Werth der Uebersetzung des Aquila th'py üorfominen, gehören zum Theil hierher, da in unfern Ausgaben der Sepr. sebr Vieles aus den Noten desselben in den Text gekommen ist. jJn allln diesen Stellen spricht sich der Talmud sehr lobend über diese Uebersetzungen aus. 4) Man wollte jedoch aus Sosrim §; 7 einen Tadel gegen diese Version Nachweisen, und hat aus diesem unauflöslichen Widerspruche ein wegwerfendes Urtheil über den Talmud selbst gefällt. Allein Unwissenheit oder Absicht hat übersehen, oder übersehen' wollen, daß die in Megilla 9 a ckrirt unter 1 ausführlich erläuterte Stelle dicht neben der guaestionirten steht, und daß der Talmud, doch nicht sobornirt war, einen historischen Widerspruch neben einander hinzustellen. Es lautet nämlich dieser §. 7: D’OpJ 'rp Mp n&yp oyn nvir rw minn NN -jbbn 'ßbrb ijhdw Dimnb nbiy rninri nrrn Nb bxy nwyw cvd bxiwb Hinter b. Wenn also diese,Erzählung dicht neben der (Z.8) von den 72 Übersetzern steht, wenn es in letzterem heißt Prolomäus habe sie berufen (v)M), rw ersteren sie hätten sie aus freien Stücken geschrieben (PH3L7), waren letztere von göttlicher Inspiration beseelt, ersteres aber ein mißfälliges Werk, wie bei Letzteren ganz speeiell von □ d p KWÜ ri/Hin, bei Ersteren von der »pin überhaupt die Rede ist, so spricht letztere Stelle offenbar, nicht von derselben Version der Septuaginta, und der Widerspruch ist gelöst.' Ganz ebenso verhält es sich mit der Stelle in Megilat Ta'anit ptf rPüd 'rD ob)yb N3 pinnr^bn ■■«dp nw. minn 'j Dieses ist auch mit Sofer v. 7. zu vereinen, (wo dann das natürlich nur von der Aeit des Anfangs oder des Beschlusses, gebraucht ist,) aber nicht mit e. 8.