Der Orient
- Journal
- Der Orient
- Volume
- 1848
- Issue
- 8 (19.2.1848)
- Date
- 1848-02-19
- Page
- Spalte 117-118 (sequence 3)
- Language
- German
- Belongs to
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118 1.17 Studien. Erklärung der Offenbarung Johannis. Versuch zur Enträthsclnng der schwierigen Stellen in der . Offenbarung Johannis von- Hartwig Philipp Ree. (Fortsetzung. ’) Das siebcnzehnte Kapitel enthält den Untergang Jerusalems, somit auch die Vernichtung der Pharisäer in Jerusalem — Man bemerke:-daß eine dieser'zwei hebräischen Wörter hat denselben Zahlenwerth als das andere 596. Jerusalems hat für Johannes also keinen größern Werth als die Pharisäer.— Jener „neue Name" yw kommt in diesem Kapitel zum Vorschein, denn mit dem Fall der Pharisäer fällt zugleich jener „Namen der Lästerung W' — Kap. 13, 1 — weg; wohingegen der wirkliche Name -—- der, wir wir weiter unter Kap. 17, 10 sehen werden, gleichsam etymologisch erklärt wird — hervorgehoben wird, wodurch dieser schwierigste aller Verse in der Apokalypse leicht enträthselt wurde. * *-r Man hat davon gesprochen, in welchem Einklänge die Apokalypse mit der Aufgabe der Verfasser dcrEvam Zu den sechs Aufsätzen im LB. des Orients: Nr. 12 und 25 pr. 1846 und Nr. 4. 28. 49 und 50. pr. 1847 werden noch einige Aussätze folgen, hervorgerufen A. durch eine für mich sehr schmeichelhafte Aufforderung des Hrn. DlV I. Fürst in Leipzig, in einem Schreiben, worin er an mich unter Anderem die Worte richtete: „ . .... Meine Meinung über Ihre Erklärungen jener merkwürdigen Näthsel m der sog. Johannäischen Apokalyptik habe ich Ihnen bereits geschrieben, und ich bin der Ansicht, daß über kurz oder lang die neutestamentliche Exegese darauf zurückkommen wird. Nur ein Israelit, getränkt mit dem Geiste jener eigenthümlichen Symbolik,, vermag, meiner Meinung nach, jene jüdische Räthsel zu lösen, und wenn der Hochmuth vieler christlicher Lehrer leider vor jüdischen Arbeiten das Auge schließt, so wird zuletzt doch die Wahrheit den Hochmuch besiegen. . Fahren Sie daher, werther Freund, fort in diesen Forschungen und theilen Sie mir dieselben für dieOeffentlichkeit mit, möge sie dann derjenige benutzen, deflen Auge offen, dessen Sinn unbefangen und dessen Verstand noch nicht durch Vorurtheile getrübt und verdüstert ist. Der menschliche Geist sollte keine andere Schranken haben, als die, welche seine irdische Natur selbst ausgebaut, aber'die Menschen cpin ntfDBTl l^pD, sie ziehen selbst noch engere Schranken." ß. Durch die ebenso schmeichelhafte Aeußerung des Hrn. Dr. Rudelbach in Kopenhagen, -dem ich den Aufsatz über Kap. 13 der Apok. in Nr. 12 pr. . 1846 des LB. nütthciltez er fand sie „interessant" und „frappant" und bei eener Uebersicht des Ganzen vielleicht auch wahr. — LB. Nr. 50. Eol.792 Z. 26 v. o. liesVergl. Apok. 20, 6: „rrr> gellen stehe. Die Aufgabe oder der Zweck'-des Johannes war, wie,unsere Erklärung zeigt, gegen diejenigen zu Felde zu ziehen, die durch den Namen der Verhöhnung natürlicherweise gezeigt haben, daß sie denjenigen, dem sie einen solchen Namen beigelegt haben, nicht als den zu erwartenden Messias anerkannt haben. Deswegen kommt alles hier aüfden richtigen Namen yw^' an,¥ Die ältern Erklärungen des Thieres im 13. Kapitel sind daher unrichtig, denn es heißt daselbst V. 1, nicht, daß ans den Köpfeil des Thieres Lästerung ist, sondern Namen der Lästern ng, undz.B. „Kai ser Nero" ist nicht „Namen der Lästerung"; wohl aber und ohne Artikel. M. s. weiter unten Ap. 17, 3. —- Zweitens: wo sind-bei "]D£. {ii:) die zehn Horner und zehll Kronen? — Drittens: soll dasJod wegfallen, so muß auch das Waw Wegfällen und pj heist eil und dann fehlen sechste an die 666. — Viertens: wo ist in -)£p der eine Kopf, V. 3 in Kap. 13, der tödtlich verwundet und wieder geheilt wurde, wie das Ajin in zufolge u n serer Erklärung? — Endlich fünftens: die treuen Diener sollen das Zeichen, die 666 — Kap. 13, 1? — am Körper tragen; wohl doch nicht als Erinnerung an Nero, den Feind des Christenthnms? — Mehrereö ergicbt sich ans dem folgenden Kap. 17. — Apok. 17, 1. „Die große Buhlerin" re. die Stadt Jerusalem, wird hier verurtheilt. — So wie ihr Kap. 2, 20 der Scheltnamen beigelegt wird, so hier V. 5 „Babel". Es heißt in imfcnn Vers daher nicht, daß'dev Name ^>12 auf die Stirn der Buhlerirr stehe, sondern: der Geheimsinn, der irr dem ihr beigelegten Namen „Babel" liegt/nämlich das Gematria: . — 596. dn nbrun ^yn ^2 — 596. So beweisen mehrere Stellen, daß mit „Babel" Jerusalem gemeint ist, z. B. weiter unten V. 6, wo es heißt, daß sie von dem Blut der Märtyrer trunken ist. So auch in dem folgenden Kap. 18, 21 bis zu Ende, daß in der' großen Stadt Babel das Blut der Propheten u. s. w. gefunden wird. Die „großen Wasser" — s. Jer. 51, 13 — wird von Joh. selbst weiter unten V. 15, erklärt als Symbol der mit ihr — Jerusalem —- in Verbindung stehenden Völker und Gemeinden.- 93.-3. Joh. sieht eine Frau, sitzend ans einem rochen — Symbol des Bluts — Thierc, das voller Namen der Lästerung ist — d. h. W' ohne Ajin und NL5 ohne Artikel, da es nain heißen sollte, u. a. m.* Berg!. Apokal.'2, 13: Du hielst fest an meinem Namen.— : , *) So yat auf der andern Seite das Scheltwort 8*