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Der Orient · 1848-02-12 · 7 (12.2.1848) · p. Spalte 107-108

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Journal
Der Orient
Volume
1848
Issue
7 (12.2.1848)
Date
1848-02-12
Page
Spalte 107-108 (sequence 6)
Language
German
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.108 107 Studien. Geschichte der jüd. Literatur in Babylonien.' Fragmenten existirend, eine ausgezeichnete, kunst- und lichtvolle kritische Beschreibung gefunden und wird hier bei der Schilderung der Literatur in dieser Periode später dargcstellt werden.7". — 5) Dem Kahana b. Tachlifa folgte um 4J3 im Rektorate Acha b. Ra d a, dessen Waler Raba. vor 62 Jahren als großer -Lehrer der Hochschule gestorben war und er als jüngster Sohn desselben, obgleich schon sehr alt, doch noch andern vorgezogen wurde.7", Sein vorzüglichster Lehrer,'dessen Aussprüche er, selbst wo sein gelehrter Genosse ÄmSmar sie verwarf, hochschätzte, war Kaha na, sein Vorgänger im Rektorate, 7" und neben diesem ausgezeichneten Lehrer hatte er noch, theils von seinem Vater Shells von andern berühmten Lehrern her, alte Traditionen von den pumbaditäischen Lehrern Sefyuba756 und 3ofef757 ererbt, die er in seiner Schule später weiter mittheilte. Dann finden wir, daß er mit Schülern seines Vaters zuweilen über Traditionen diskutirte, oder, sie als Autoritäten, ansehend, von ihnen so Manches mittheilte; so that er es mit Jannai, dem Schüler Raba's,7" oder mit R'Abina, ebenfalls einem Schüler Raba's , der mit A'Abhina, dem Abschließer des Talmud (st. 498), nichts gemein hat.7" Auch Am 6ma r, Lehrer in Nehardea, war ein Genosse, mit dem er Traditionen besprach, wenn er zuweilen nach Pum-Badita kam. 7G0 Am meisten jedoch besprach er gelehrte Gegenstände mit seinem jüngern Kollegen Asche, theils sich als von gleicher Autorität und gleichem Ansehen betrachtend und so neue dem Asche unbekannte Traditionen vorbringend oder Entscheidungen in streitigen.Fragen abgebend, theils sich gleichsam als. sein Schüler mischend, auf seine Billigung, auf seine Lehre lauschend.7" Seine Lehrweise bewegte sich jedoch nur in gewöhnlichem Gleise, so daß neben Asche seine Lhäligkeit 753) Siehe weiter unten. — 754) Scherira 1. e. Unter den Söhnen Raba's, die im Talmud als Lehrer und in kollegialischem Verhältnisse mit Asche Vorkommenals Josef b. Raba (dessen Sohn Ehabiba), Mescharschja b. Raba, Adda b. Raba, Huna b. Raba u.'s. w. war unser Achader jüngste und? er scheint um c. 340 geboren und mithin beim Antritte des Rektorats etwa 73 Jahre Und bei seinem Hinscheiden um 418 etwa 78 alt gewesen zu sein.. — 755) Sukka 32 b. — 756) Von diesem theilte er einst die interessante Schlußformel des hochpriesterlicherr Gebetes am Sühnetage mit, die da lautet: xb) , rni.T iTZTO pblW Tay ny' n!? n^n 7^28 OM , hto nr djw pDnsr py DOTl '12'$ (Soma 53 b,; Ta'anit 24 b). Der erste Satz scheint sich auf die babylonischen Exilarchen und die palästinischen Patriarchen zu beziehen. 757) Pesachim 29 3.— 1 758) Sebachim 11b, — 759) Pesachim 39 a; Erubin 93 b. Dieser R'Abina st. nach Sefer Keritot 421 n. Ehr., während jener 498 gestorben. — 760) Baba Batra 124 b. — . 761) Berachotöa; Sabbat 38b; ib.82a; ib. 93b; ib. nur geringe Spuren zurücktieß; wenn er Neues in seiner Hochschule mitlheilte, so geschah es nur im Namen anderer Lehrer, von Genossen oder Verstorbenen, oder er folgte der in der Hochschule einmal recipirten Lehre (Gemara), von der man nach einem rationellen Grund (Sebara) nicht fragte.7" In seinem Sohne Mar (b. Acha b. Raba) und in seinem Enkel Mescharschja, welcher mitM'Abina beim Abschluß des Talmud's geblüht, fortlebend, sonst aber nur geringe Spuren zurücklassend, starb unser Acha b. Raba7" nach bjähriger Jnnehabung des Rektorats 418 n. Ehr«,7" etwa 78 Jahre alt. Er war das sechste Schulhaupt zu Pum- Badita (Cham q 376, Sebid 384, D i me 387, Rafrem 394, Kahana 413 und Acha 418), das Asche während seiner dauernden Verwaltung hat hinscheiden sehen, aber erst der nachfolgende Gebiha war der sechste, den er während seines Rektorats hat wählen sehen. — 6) Nach dem Tode Acha's um 418 übernahm Gebiha7" aus Be-Ketil7^ das erledigte aber bedeutungslose Rektorat zu Pum-Badita und er stand diesem über Asche's Tod (426) hinaus bis zum Jahre 432 n. Ehr., nämlich 14 Jahre lang, vor.7" Nach 146 a 3 'Erubin 43 a; ib. 77b; ib. 90 b; Joma 25b; ib. 32 b; ,Baba Kamma L7 a; ib. 50 a; Aboda Sara 33a; Chullin 47 b; Menachot 38 b. — ’ 762) Wie zu den Zeiten Abbaji's, so gab cs auch zu seiner Zeit in der Schule geltende oder recipirte Lehren oder traditionelle Auslegungen von Schriftversen (*"012.1), die man ohne einen Beweis für dieselben (NDyD) unb ohne rationellen Grund für'giltig annahm (Joma 33a; Kidduichin 53 a und vergl. oben S. 166. Anm. 494). Raschi' erklärt die Gemara hier (Kidd. 1, o.), in seinem Gegensätze zu Ta'ama und Sebara, durch’iODJD ny2pl p &mßn nU-.-^n '22 N'MI, welcher Erklärung wir gefolgt. — 763) An verschiedenen Stellen des Talmuds erscheint sein vollständiger Name in Acha b. Rab verkürzt (Menachot 3 b; Sanhcdrin 77a; 'Erubin 90 b; Vaba Batra 124b), wofür aber natürlich Acha b. Raba zu lesen ist, so" daß ein besonderer Artikel Acha b. Rab in vielen Stellen wegfällt.— 764) Scherira 1. e. sagt 730 s. Ae. d. h. 418. Einige Chronisten haben zwischen Kahana und Acha einen Mar. Sutra eingeschoben, allein diesen nennt Scherira ausdrücklich Resch Geluta. — 765) Der Name Geb iha war, wenn auch selten, sehr alt; zur Zeit des großen Alexander soll, der jüdischen Sage nach, ein gewisser Gebiha b. Pesisa gelebt haben, der für die Juden gegen die Angriffe der Phönizier, Karthager, Jsmaeliten, Aegypter u. s. w. das Wort führte und als Apologet sie verlheidigle, wie er auch gegen Zaddukäer gestritten (Sanhedrin 91 a; Bereichit rabba e. 61). Ein gewisser Gebiha b. Koses war Wächter des Tempels. Gleichzeitig mit unserem Gebiha lebte daselbst ein gewisser Gebiha aus Arg i s a (NnvnN), als. gelehrter Genosse Asche's und des Exilarchen Hüna b. Naton (Gittin 7 a). — 766) 5,'DD O wird dieser geographische Name geschrieben. — i 767) Scherira 1. c. —

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