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Der Orient · 1848-02-05 · 6 (5.2.1848) · p. Spalte 91-92

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Journal
Der Orient
Volume
1848
Issue
6 (5.2.1848)
Date
1848-02-05
Page
Spalte 91-92 (sequence 6)
Language
German
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91 Kritken. Fnedenthal. 92 6) „wie über...also gleichsam über. 7) Diese Artder Umschreibung des Futurum finden wir zuweilen im Syrischen, obzwar sie gewöhnlicher durch“pnj! mit folgendem Infinitiv -mit geschieht. Uhl cm. syr. Gramm.'S. 162 letzte Anmerkung. . 8) Der Verfasser dieser Fabel scheint, die Sage vom Schwanengcsang auf eine der rmscrn entgegengesetzte Weise vernommen zu haben , und laßt hier daher den Schwan bei der Geburt und nicht beim Dahiustcrben , singen. Acsop, in dem wir zwar nicht diese, aber wohl mehre andere Fabeln voiu Schwane finden, beginnt mit Len Worten: Tov; xvxvovs yaol naga xov ftüvciTov aöuv; atfo der in unserer Fabel ausgesprochenen Ansicht, ganz entgegengesetzt. 9) Hier hätte man einen mehr aus Glück hinziclcnden Ausdruck erwartet, da das Wort Nntyn anzcigt, daß zwar auch der Dlp’p Mühsal zu ertragen hat, sich jedoch philosophisch darüber wegsctzt, was doch gewiß in dieser Fabel nicht angedentct würden soll. ■ 10) Das Mskr. hat hier nn oder DD, waS wahrscheinlich für m oder "n, oder riD)> — nd-,’ gesetzt worden ist. 11) wird sowohl mit 2 preepos. als ohne dasselbe konstrnirt; wie; ^L^.LS Lernst. ChresO S. 95, Z. 4. Kurze Anzeigen. 5) rU'GNH npyi mn HlD1 oder theologisch - philosophisch e Abhandlungen über die Grundlehren der mosaischen Religion. Zur richtigeren Erkenntnis des Iudenthums nach seinen Beziehungen zu Staat und.'Menschheit, wie zum Privatleben, in einem neuen System der Dogmatik dargestellt. In hebräischer Sprache verfaßt von M. B. Friedenthal. Im Auszuge übersetzt von R.J. Fürste nt ha l. Erster Band in 4 Heften. Breslau, l8'2 -43, 8. (Fortsetzung.) In der abgebrochenen Mittheiluvg über dieses Werk in Nr. 4 habe ich bereits die fünf Abschnitte mit einer dazugehörigen Einleitung zasammengestellt, die unmittelbar auf das auszügliche Sendschreiben folgen, und da in diesem bereits, wie wir angezeigt, der Umfang der Friedenthal'schen polemisch-apologetischen Forschung und der Plan seiner religiousphilosophischen Dogmatik gezeichnet ist, so können wir bei der Darstellung der d^D in den nachfolgenden „fünf Abschnitten kurz sein. In der Einleitung zu den fünf Abschnitten weist Hr. Fr. mit geistreicher Gewandtheit und Gedankentiefe den Unterschied nach, welcher in dem Janus- Bilde althebräischer Historiographie, in dem Auf- und Niederblicke der jüdischen Urgeschichte nach Vergangenheit und Zukunft, andern angeblich prophetischen Geschichtsbüchern gegenüber vorwaltet. Während die Orakelsprüche des altperfischen Zendavesta, der altdeutschen Edda, der indischen Veda's sich in ihren apokalyptischen Anschauungen als lügnerisch erwiesen, bewahrt die urjüdische geschichtliche Offenbarung durch das Eintreffen der Voraussagen ihre Göttlichkeit, so daß selbst der Rationalismus den Beruf des althebräischen Schriftthums zur religiösen Weltliteratur würdigt. Diesen Vorzug der jüdischen Offenbarungsschriften hat bereits der Taimait. Akiba, nach Talmud und Midrasch , argumentirt, diesem Glauben ist eine Dankformel in unserem Achtzehn- Gebet von den Mannens der großen Synode geweiht worden, und das Schicksal dieser Urkunden in der Weltgeschichte, die Verbreitung derselben in fast 200 Sprachen, ihr Heimischsein unter allen Zonen, unter allen Nationen, bewähren dies und auch die. weltlichen Philosophen haben dies anerkannt. Leibnitz sagt: „die heiligen Schriften bedürfen keines Zeugnisses, da die Wahrheit derselben für sich selbst spricht, während in den heidnischen Religionsschriften .das Lügenhafte handgreiflich ist". Von dieser allgemeinen Wahrheit geht der Vers, zu specieller Beweisführung über, nachweisend daß die wissenschaftlichen Ergebnisse, je gründlicher, weiter und tiefer sie in die Geheimnisse des Kosmos eingedrungen, die Berichte der heiligen Urkunden um so eher bestätigen. Dieses ist der Fall: a) mit dem Berichte über die Sünds lut (Sintoflut d. h. die große Fluty), indem die vorsündfluthige Naturgeschichtewelche der menschliche Geist aus tausenderlei - Einzelentdeckungen nach jahrhundertlangen Geistesmühen sich konstruirt, die Berichte jener Urkunden bestätigen, und die Kenner und Forscher in den Resten jenes antediluvianischen Kosmos, wie ein von Humboldt, Blumenbach, Wagner u. A. stimmen mit dieser Apologetik überein, d) Mit dem Berichte über Palästina, im Unterschiede zwischen Sonst und Jetzt. Während die frühere Fruchtbarkeit und Segensfülle Palüftina's, mit den Berichten der heiligen Urkunden übereinstimmend, von griechischen, römischen und arabischen . Schriftstellern (Plinius, Tacitus, Justinian, Abulfeda u. A.) bestätigt wird, bezeugen die spätern Schriften über Palästina den vorherverkündeten Fluch in den heiligen Urkunden, c) Die wunderbaren Prophetien über das jüdische Volk, die obgleich vor so vielen tausend Jahren verkündet, genau in Erfüllung gegangen, so daß die heiligen Urkunden schon in diesem Befracht als göttliche sich bewähren. cl'jDer vierte Grund ihrer Göttlichkeit liegt in den Si tten l e hre n, die sich in der Weltgeschichte als die höchsten, wahrsten und richtigsten bewahrt, indem sie die Gradmesser für Bestand oder Untergang der Staaten geworden, e) Die Gottesideen, die sich in diesen Urkunden offenbarten, zu einer Zeit als der finstere Aberglaube Alles beherrschte, die göttlichen Kenntnisse, die sich darin aussprechen. Sic haben sich bis jetzt als die höchsten Ideale der Gotteserkenntniß bekundet, k) Das Vcrhältniß der heiligen Urkun-

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