Mannheim
Compact Memory

Der Orient · 1848-02-05 · 6 (5.2.1848) · p. Spalte 85-86

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Der Orient
Volume
1848
Issue
6 (5.2.1848)
Date
1848-02-05
Page
Spalte 85-86 (sequence 3)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
83% known words query
IRI
…/8555529-9897534-9897536--5310-3533875
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

No entity mentions on this page.

OCR text

85 86 Studien. Ueber aramäische Fabeln. 5) "für, mn, da ttNM gen. fem. ist. 6) für iponi; Goldb. u. Mskr. haben hier iz?Dll, augenscheinlich aber korrumpirt für 1)-O11, von l)-0, besuchen, besichtigen, wie Synt.: Big inißxs'ipLV avxov 7WQCtyLV0{AEVCüV KxL u. Lokm. J. 7) für hSdni. 8) Das tatmud. wp für das syr. 9) Das griech. %vQiog, bedeutet: Herr, Eigenthümer einer Sache, wer Macht über sie hat; dann das gewöhnliche Herr, also gleich no -auc Job. 3, 5 NUn DVVpl, Chttllin 139 b. v-pp n^p Nlp mm. So wie hier auch Erubiu52b., wo erzählt wird, eine galiläische Frau habe zum Richter für 'T»p nn gebraucht. 10) wie das syr. 11) und solcher die herausgegangen u. s. w. 12) für rm.l. — 13) Hier muß ein l hinzugedacht werden, das der Abschreiber wahrscheinlich vergessen. 14) Goldb. wie Mskr.: tsnj) für cshji. Das letztere heißt: sich ereignen, sich treffen; hier also gleich dem darauf folgenden pnb ini. Vielleicht soll für *»ini gelesen werden im, die Verdoppelung wäre vermieden u. der Sinn wäre dann: die Menschen, denen es sich einmal ereignete, daß sie Unglück hatten u. s. w. 15) Beide Wörter bezeichnen: entfliehen, und die Verdoppelung steht der Verstärkung wegen. — ♦ NI” SH D ID Dl D JJ (4n”ibf\rryii in (3ni”s&. f2NDn nid^ Cdiddid (7nnyro Nnm f\Nnrnzh Dipnu (5i^ ~'b idni . H nb wjd Nnnp pn pi (8^ nwo Nimm—-did*? ly'nb u/pxb (9^i nd^o. .»TD rv6 D i e Vau m grille und der Vogelfänger. Eine Banmgrille, die einen Vogelfänger sah, der sie fangen wollte, sprach zu diesem: Vogelfänger nähere dich doch einem großen-Vogel, so wirst du Nutzen davon ziehen; wenn du aber mich fängst, so entstehet Dir gar kein Vorth eil. Dies lehret, daß es dem Menschen nicht zieme, nach einer Sache zu streben, die ihm keinen Nutzen bringt. A n m e r k u n g e n. 1) Das griechische tkxi£, gewissermaßen die Nachtigall der alten Dichter, ein geflügeltes, auf einzeln stehenden sonnigen Bäumen oder Gebüschen lebendes Insekt, dessen Männchen in der heißesten Jahreszeit in den Mittagsstunden durch das Reiben der unteren Flügelblättchen an der Brust, ein helles Geschwirr hervorbringt, welches die -Alten so lieblich fanden, daß es ihnen zum Gleichniß der süßesten Anmuth der menschlichen Stimme ward." (Schneiders griech. Wörterbuch). Das -Etymologische des Wortes habe ich bereits in „Fabulae aliquot aramae p. 29, Note .3 angegeben; hier will ich bloS noch bemerken, daß wir-dasselbe Wort, und zwar in Bezug auf die Orthographie mehr dem Griechischen entsprechend, Hexapl. Codic. Jeremiae 8/7 finden, die Worte niyi DlDl sind dort nämlich durch wiedercsegcbm. Für 5a^o uü£u.£4 hat die Hexapl. z. St. auch: P,CLw3. 2) Für non, bft.fcODSJ gen. fem. 3) Wird gebraucht von dem Jäger, Fischer und Vogelfänger. 4) So das Mskr.; Goldb. hat 5) Für Ki"2, da es hier der Vokativ ist. 6) Singular, wie aus dem darauf folgenden HW das für rmo steht, zu entnehmen; SyntipaS hat hier den Plural: keivoig xoig dyveoig ktBQyov. 7) Für nitt nynDl, ursprüngliche Bedeutung von 11^) wie vom hebr. 11^1 und arab. )T L , helfen,, unterstützen; dann aber auch zum Nlltzen gereichen, Nützen bringen, wie fcscu^JixSsO }C1.&2L30 . Synt. : ..... Tcap COV 6oi xac oepedog xi 7ZQ06yevrfi£x>iu, 8) Goldb. u. Mskr. haben pn!?, was aber augenscheilüich korrumpirt ist; Syntipas: s^s yoiQ d Kaxa- 6%ijg %xl, 9) Für das syrische Vo, sich ziemen, (das lat. valere hat eine ähnliche Bedeutung). So auch: J/Qjs/ rmn.NmND nui xymb ^ni tth nm Ned. f. 8; so nämlich ist für ’!?Ny^v zu lesen, das WT) z. St. für die Lesart $b bietet, die sich in unfern Talmud-Ausgaben findet. . ttlDNOl *023 Ü bai rrno i.n nidhd rrb mn i1™ in trab nun nrni (*2idi (3^nipjDii rrb (2niiD nin nd? rp1? idn‘ n^^ii (5id.i mn upi öio bj ndv>!>d nin .(7tmynn (®Nmnb nPi -p'opi t>ddj idki n1? nidhd (Bby pi&m puyi pn'TitaD biDD;wni ni nd^d 1 .piDN* N.i^vn Nn^j; pjdddhd (9i2 ji.ih^ D er Mann m i t d ein G o tzen b ild e. Ein Mann hatte einst ein Götzenbild in feinem Haufe, dem er täglich Opfer darbrachte. Als er aber sowohl durch Ausschweifluigen, als durch die Menge der täglich dargebrachten Opfer flrst Alles was er besaß, verschwendet hatte, sprach in einer Nacht das Götzenbild zu ihm: Verschwende doch nicht deine Güter und dein Vermögen, du könntest sonst in Zukunft dich beklagen.... Dies lehrt, daß diejenigen Menschen, die durch ihre Thorheit lind durch die Menge ihrer schlechten Thaten verarmen, die Schuld (dieser Verarmung) auf Gott werfen. 6

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.