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Der Orient · 1848-01-29 · 5 (29.1.1848) · p. Spalte 75-76

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Journal
Der Orient
Volume
1848
Issue
5 (29.1.1848)
Date
1848-01-29
Page
Spalte 75-76 (sequence 6)
Language
German
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75 ihrer Fortbewegung wegen, welche sie durch das Ein- und Zusammenziehen ihres aus ihrem Häuschen gestreckten Körpers bewerkstelligt, bezeichnete. Die schwache schleichende im Bewegen zerfließende (<p. 58, 9) Schnecke konnte schon, den alten Orientalen ein treffendes Bild der Ohnmacht sein. Vielleicht ist zugleich auch auf die Form der Schnecke angespielt, indem sich dem von hoher Ferne herabsehenden Auge alles rund, schneckenförmig gestaltet. — Es dürfte auch nicht zu gewagt sein das biblische Lev. 2, 2. von derselben Wurzel abzuleiten, da das Obere einer Faust einer Spiral- oder Schneckenlinie gleicht. Jedenfalls gewinnen wir durch unsere Ermittelung eine einfache und einleuchtende Exegese zu einer sonst sehr dunkeln bis jetzt noch nicht befriedigend erklärte Stelle, Koh. 12, 5, wo es heißt :j;inn (?3nD,|V nach manchen Auslegern : „der sich sonst leicht wie Heuschrecken bewegte, fällt sich jetzt zur Last". Nach gesagtem aber hieße hier wie in beregten ' Stellen: Schnecke, und der Sinn des Satzes: und die Schnecke fällt sich selbst zur Last. — Ein treffliches Bild des siechenden und kriechenden Greises. Preßburg, 25. No v. 1847. S. L. Schick. Die Bemerkung des gelehrten Hrn. Dukes im LB. d. Or. Nr. 43, Note 25, daß die alten Italiener unsere sog. Raschischrist '»pTO H3T0 nannten, veranlaßt mich zu folgender Bitte. Hr. D. wolle nämlich gefälligst in diesen Blättern eine Erklärung folgender alten Namen verschiedener jüdischen Schriftarten veröffentlichen. Es hätte dieses ohne den literaturhistorischen Werthe auch für die jüdische Kasuistik in verschiedener Beziehung Interesse. (Sal. Jbn Adrat od. Raschba GA. 779), pVD, (ib. 1191), (Terumat Hä-Deschen p. 230), ^"pc'D, (bei vielen späteren Autoren). Diese vier Ausdrücke sind wahrscheinlich identisch, und nach Machzit ha - Schekel (zu Orach Chaj. 334, 17)' der Ansicht des Hrn. D. wildersprechend, unsere sog. Kurrentschrift. Dann (Schulchan "Aruch Eben ha-Eser 126, 1) , , pN^J/lD, .yiriö, Bet Josef daselbst. Wir hoffen, daß Hr. D., da er diesem Gegenstände seine Aufmerksamkeit zu schenken begonnen, demselben auch völlige und genügende Erklärung zu geben nicht anstehen wird, was ihm übrigens, bei seiner umfangreichen Belesenheit in altenjüdischen Schriftwerken leichter als andern sein dürfte.' Preßburg, 25. Nov. 1847. S. L. Schick. Kurze Anzeigen. Salvador und Eichler. Ein Beitrag zur Geschichte der typographischen Industrie. Von I. M. Jost. 6) Geschichte der Nömerherrschaft in Judäa und der Zerstörung Jerusalems von I. Salvador. Deutsch van Dr° L. 76 Eichler. 2 Bde. , Mit Karten. Bremen, 1847, 8. F. Schlodtmann. (Fortsetzung.) Wir kommen jetzt zur Darthuung der unverantwortlichen Entstellung, die selten einer irrigen Auffassung, sondern zumeist, (Heils dem Leichtsinn, tyeils leider der Lückenhaftigkeit in der Sach-, Sprach- und Fach-Kenntniß zugeschrieben werden müssen, eine ernste Warnung für Verleger, die ihr Eigenrhum und für Schriftsteller, die ihren guten Namen wahren wollen. Wir stellen hier eine Reihe von Uebersetzungen nebst dem Texte hin, damit jeder sich überzeuge, daß wir nicht etwa auf Splitterrichterei ausgehen: P r e f a c e. — Montrer les causes sensibles de la * longue duree de ce peuple et l’interdt des resistances qu’il a opposees a de puissantes dominations. Die faßlichen Ursachen ..... darzustellen und zu zeigen, welches Prinzip (?) sie zu dem hartnäckigen (Zusatz:) Widerstande veranlaßte, den es zu mehreren Malen (wie breit!) mächtigen fremden Völkern, die es zu unterjochen kamen, entgegenstellte! tantae molis erat!) Tel est Tesprit qui a preside k mes travaux precedens. Das ist die Richtung, der Geist gewesen, der mich bei meinen frühern Arbeiten geleitet hat. Evidenunent, pour traiter de l’application desidees que je poursuis deja depuis 25 ans, et vers lesquelles les meditations des intelligences so nt ramenees avec tant de force on doit toujours s’estimer heureux de faire quelques pas de plus dans l’experience des choses et dans l’etude de soi-meme. Für die Nutzanwendung der Ideen welche ich nun seit 25 Jahren verfolge und auf die m i t g r o ß,e r Energie die Meditationen leuchtender Geister (was heißt das?) darf es schon ein Glück genannt werden wenn man in der Ergründung des Wesens der Dinge (wo steht das?) und in der eigenen Erkennrniß (Selbstkenntniß!) einen Schritt weiter (Zusatz!) vorwärtsgethan hat. (Die Hauptftelle besagt: Ideen, welche so mächtig alle denkenden Menschen Anziehen!) p. 6. i^Iais par 1a seule energie de son principe, au moyen de ses ecritures, par la souverainele de la pensee, de la parole, par le jugement, par la loi. S. 1. Aber nur durch die Energie seines Princips, vermöge der Schriften/der Herrschaft des Gedankens, des Wortes, durch die Vernunft und das Gesetz. (Welche Zerstörung des ganzen Gedankens und seiner rhetorischen Form!) 14. En operant le renversement de la religion, des traditions et des dieux les plus cliers a cet empire. 8. In dem sie den Umsturz der- Religion, der Traditionen und der diesem Reiche theuersten Götter beginnt. Kritiken. Salvador imb Eichler. Von I. M. Jost.

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