Der Orient
- Journal
- Der Orient
- Volume
- 1848
- Issue
- 5 (29.1.1848)
- Date
- 1848-01-29
- Page
- Spalte 73-74 (sequence 5)
- Language
- German
- Belongs to
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74 73 Studien. Literarische Miscellen. - . nn1 mjn .k tonnN• ndv6? (3'»n^n NmownS (2pn Cnp -\ni£n nb pdni (4rrnm nb m ppwi rwiib ihn hy m (6^nrwn -p pp uh pn!? -idn pnnib -fnTO rvwö nn ppi rojn did 'N"DJ' rr^rrp fco^D pi (l0 nj-iwdi biöo Cpibiyn n7 Nin nb jnoN n*wit <18nn:wn (1lnNrun pD pnrun prora 'W2 w "D N“b *)** pr6 idn wm . pnrijsa p p"Dinon biDD Der Aethiopier. Es hatten ihn Einige zu einem Gastmahle geladen und ihn daselbst beleidigt. Tags darauf kamen sie zu ihm, entschuldigten sich bei ihm und damit er seine Gesinnung (gegen sie) ände.re, sprachen sie: Wir müssen -dich (noch) für morgen einladeu. Sie bcreueten auch was sie (ihm) gethan hatten und baten ihn, doch zu ihnen zu fommcit. Doch er erwiderte ihnen: Ihr mußt mir es nicht verargen, wenn ich zögere, den'» vom Könige habe ich einen Äethiopier erhalten, um ihn weiß zu machen. Darauf versetzten ihm jene: Dies kann ja nicht bewerkstelligt werden. Nun, antwortete ihnen dieser: Auch böse Menschen können sich nicht in gute umwandeln, weil sie ihrer Bosheit stets eingedenk bleiben. Anmerkungen. 1) Für das Pronomen: man. 2) bezieht sich wahrscheinlich auf Aesop, der vor dem Anfänge der Fabeln in DlDTDl genannt worden. 3) so das Mskr.; Goldb. hat 'NZM . 'Npm steht hier sfür das syrische ,-»oioz.^o. Das ri wurde, weil es linea oecultans hat, weggelassen. 4) Mskr. rrnno, doch glaube ich, daß der Abschreiber dies für rpnra od. nixd gesetzt heißt: sich bei Jemand entschuldigen, wie loci i^o 1<mO) «.jdosli^ Bei dem von «-Qäj derivirten Substantiv finden wir jedoch denselben Ausdruck mit und ohne «°£> vor l-woS, wie ^ocnZ P? Luk. 21 , 14 Und j.ü^.0 lernst. Ehrest, pag. 29 I 3. -— Gingen hier nicht die die Worte rrrnb jdni voraus, sowürden wir ppQ^i im gewöhnlichen Sinne nehmen taub für rpnnD , N^nno oder Tina, Plural von (rad. o^^O), also die Kühnen, Unverschämten lesen. 5) So Mskr.; Goldb.• mp'Dp. 6) Da dies auf das nachfolgende rwjn sich be- L"l)t, das gen. mask. ist, so hätte man pjbrwn erwartet, fcod; finden jlch Ln diesen Fabeln sehr oft solche Unregelmäßigkeiten. 7) Die üble Gesinnung gegen sie, die durch ihre Beleidigungen hervorgerufen worden. Diese ganze Phrase, die den Grund ihrer nochmaligen Einladung angibt (nämlich um ihn zu versöhnen), stände besser vor “iriD^n n. s. w. — 8) für Nn\n< 9) Goldb. pb-'Nxn, Mskr.; doch steht dies für Das ' wurde weggelasftn , weil es als pron. suff. im Syrischen nicht prononcirt wird. Das Wort selbst heißt eigentlich: tadeln, ariklagen. 10) Goldb. u. Mskr. haben , das 2 ist jedoch wahrscheinlich fälschlich für 1 gesetzt. . Die Form ist das Schafe! von dem im Peal ungebräuchlichen ■£ (chald. u. hebr. arab. I)• ' Diese Form ist sowohl transitiv, wie Genesis 24, 56, als auch intransitiv, wie Gen. 34, 19. 11) So das Mskr.; in Goldb. Edition fehlt dies Wort. 12) Die 3. Person für die 1. Diese Fabel hat weder Lokmcm noch Syntipas, obwohl der erstere, wie die gewöhnlichen Sammlungen der äsopischen Fabeln, zwei ähnliche Verbieten, von denen meine Broschüre: Fabulae aliquot araraeae etc. eine enthält. (Beschluß folgt.) Literarische Miseellen, Herr M. I. Landau in seinem Maarche üaschon übersetzt pßp Nr. IV. mit Heuschrecke, wozu ihm Largum zu Nu. 13, 33 Amtaß gegeben, indem daselbst Doin mit pDp wiedergegeben ist. (Sben diese Stelle aber, Text wie Targum, könnte uns eines bessern belehren. Es muß doch auffallen, warum Onkelos, während er gewöhnlich Chagab unübersetzt läßt (vergl. Lev. 11, 22. mnn nw Sarg. N'l J'OJin) gerade hier D’D.in mit pftp paraphrasirl? — Allein die Parabel hier sowohl als Ies. 40, 22 „D^PD scheint sehr unpassend. Es soll hier der Abstand zwischen dem Hohen, Mächtigen und dem Niedrigen, Schwachen gezeichnet, ein Bild der Ohnmacht und verachteten Unbedeutenheit gegeben werden, und dazu scheint' die Heuschrecke als Symbol schlecht gewählt. Die schrecklich verheerende, mächtige, schnelle, dem Rosse gleiche, mit Löwenzähnen und Leopardengebiß versehene Heuschrecke, wie sie der Prophet Joel in hinreißender Beredsamkeit zeichnet, wie sollte sie ein Bild der Ohnmacht abgeben? Diese Betrachtung glaube ich, veranlaßte Onkelos unter diesem crcun nicht N^n Heuschrecken, sondern zu verstehen (vergl. Sota 35 a). Was aber NKDp sei, das entnehmen wir einer Midraschstelle. Wir lesen nämlich im Bereschit Rabba p. 21. „N^Dp ]HrD" was keinen Zweifel zuläßt, daß darunter die Schnecke zu verstehen ist, worauf auch die Etymologie des Wortes führt, da yföß im Talmud ein- oder zusammenziehen bedeutet, und davon das Derivatum N^ßp , die sich ein- und zusammenziehende Schnecke, womit man die Schnecke.