Der Orient
- Journal
- Der Orient
- Volume
- 1848
- Issue
- 5 (29.1.1848)
- Date
- 1848-01-29
- Page
- Spalte 67-68 (sequence 2)
- Language
- German
- Belongs to
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67 „ ovrco y.cr/.ol noiovGi rovg svigovsTag“» Die Fabel vom Löwen finden wir auch cinigennaaßen mngeändert in Midrosch rabba zu wa-Jikra 190 b und zu Kohelet 97 a. Der erste Theil derselben erinnert dort unwillkürlich an das Kraut, das der persische Arzt Barzuych auf den indischen Bergen suchte. Es wird nämlich erzählt: dtp to )Q “iro mT N'-nly„ N'1,1 Dy NIH pWlD piDS pmn NTU NilUND nrrwi NnnnN^ N'nn dVin nrron pniD Niri nVDpi rin )D dp: 'V dd ddn nrv» n^nw nVy rom NDK/y pVül ’ID MD Vn^H NJHNl N"np- .TD rPTlNM ND‘^y N«DJD ’V DD 1DN NmiND pVpD HMD nV^D IN MN ••kdVidV jTJncy ny pVoi rpriNi r?Vy in1! N^n pinD pVpbn ^p Nnv nn MN -ns nd^idV. ym&y 'jro |D rpVy DDM NnN pnnn N^DjD b DD NDX NmiND . sraV dd niDN NfrvnDi X!.n : mm Vdni cpi N'N! ndpj *lV ^dd kV tra 1'Dyn nV w'dV DD rray Nira rmy Hat diese Fabel selbst mehr Ähnlichkeit mit der in der Pantscha-tantra erzählten, so ist die Asfabulation derselben dern Sinne nach fast ganz übereinstimmend mit der Aesop'schen. In Midrasch und Talmud finden wir überbhaupt eine Masse Fabeln, die theils im Dienste der Synagoge1 2 3 4), theils in dern der biblischen Exegesea) stehen. Der Talmud spricht sogar von ganzen Fabelsammlungen, die mit der Zeit abhanden gekommen. So erzählt Rabbi Jochanan: „m b*>Vyi^ ’V^D fPND tihw 'ui non iVdn dudn vhw nVn uV pN uni mND 'iVmV 'ui fVn: rrau. pns 'ui pna utnd") Diese drei Fabeln werden nun von Nascht zur Stelle nicht ganz mitgetheitt, während sie der Kommentar zum Dpjr py vollständig erzählt. Auch von Bar Kappara lesen wir: „*nVynpnn Vy pVnm hnd. nVn mV idn nih"3) Diese Fabeln scheinen durchgehends listige Streiche des Fuchses enthalten zu haben und dürften vielleicht mit den 300 Fabeln in Zusammenhang gebracht werden, durch deren Erzählung, dem Midrasch rabba 88 a zufolge, der Fuchs den Löwen besänftigen wollte, als dieser einst gegen alle Thicre erzürnt war. Die D'DDID bt^D4), die der Talmud dem R. Jochanan ben Sakkaj nachrühmt, scheinen ganz spurlos verschwunden zu sein. Auch Aesop'schen und Lokman'schen Fabeln, so wie Sentenzen, die aus solche Bezug zu haben scheinen, begegnen wir, wie wir schon oben angezeigt haben, in den talmudischen Schriften. ^So finden wir die Fabel Lokman's und Aesop's von den zwei Stieren und dem Löwen in folgender wieder: „TiyD vw D>dVd Ut^V hü)® nnyTUN’DNinNnnDN nnM Vy dni nd mV m phinsr m dnmh mm nmw dVh by nd nnoVi ihin min diyi"5) 1) Berachot 61b. 2) Sanhedrin 98 b. 3) Midrasch rab. 197 b. 4) Sukka 28 a., Baba batra 134 a. 5) Sanhedrin 105 a. 68 wo die Nolle, der beiden Stiere zwei Hunde , und die des Löwen ein Wolf übernommen. Dieselbe oder eine ähnliche Fabel scheint der Talmud auch mit den Worten Nn^v iV'EJp pnU pXiD6) ^: bezeichnen. Vielleicht liegt die zu diesen Fabeln gehörende Asfabulation in „Nmrpß in NnnDn in mn"7), welche Sentenz aber der Talmud bei der Erzählung von'U'.N pjiycn auf die Geselligkeit bezieht. Die Worte „M^DID Ml V'D ND1DD NVlV.l IMDy {TWi"8) erinnern ebenfalls an eine der von den zwei Hunden und dem Wolfe ähnliche Fabel, da Raschi zu „MIM NNL7ID1D" erläuternd hinzusetzt „DViyD DiVtf cnV pN\". Die talmudischcn Sentenzen: „DD NMl M NOU DDJ fN;/ und „DD NDU HD N^n DM ]\v" erinnern an die bekannte Fabel vom Bauch und den Gliedern, an deren Stelle die Rabbiner eine ähnliche Erzählung vom Kopse und Runtpfe gehabt haben müssen. Die Worte „pN nVn .mniDnpD noVpnD^. np^D runpo hw nnD‘^ mnniJD DDVpnD^ ny&z“ stimmen dem Sinne nach ganz mit der Asfabulation zur 7. Lekman'schcn Fabel überein: ^LwJ^T Lo und scheinen aus eine ähnliche Erzählltng hinzudeuten. Auch den Worten „n^'pV iVHJ NDmy"9), welche ,-iu.iD nurio z. St. mit „up ]h DmvV V^o rpm Upl 13 DDnnnV" erklärt, liegt wahrscheinlich die Aesop'sche und Lokman'sche Fabel vom Adler und dem Hasen zu Grunde. Fast ganz gleich stnd die Aesop'schen Fabel::: /Igv^g ul Zsvg,!ävyiq iisGOTtoXiog ncti 'Ewigen, KafLeXog nsgaroov icpLe^svrj und folgende rftfc&iiiiföc: „D'nmD .nuVwn iV^nnn Vnpn MDI^ jra iriN pNl ^D DID*» VkV DDD py* DTOD DdV HD DnV 1DN prj DnD,/10), dann iV tw dinV npn ddih hdV nrpi hudV iV-nüpVo niV^ ri^pr nnNi nnV^ nnN jnddv jndd nnp n^dj nmn^ iV nDpVo^11) und „ttVm nuno p^u mV irn uhn unp ^dmdV nVin^ 12). Da wir aus den bereits citirten und noch anderen rabblttischen Fabeln die Ueberzeugnng geschöpft, daß die Talmudisten die sogenannten asopschen Fabeln wohl gekannt haben, so dürfen wir wohl auch vermuthen, die in Goldberg's ,,Chofes Matmonim" zuerst edirten ara- 6^ Sanhedrin 95 a. 7) SQ'anit 23 a. 8) Sanhedrin 105 a. Dukes lieft in seiner Blumenlese: M.1 V'Dl ND1NQ, wodurch das Zeitwort drDDND zum Hauptworte und der darauf folgende Nominativ zum Genitiv wird. Diese Lesart findet sich jedoch durch keine Ausgabe des Talmud gerechtfertigt. ^Jst in vielen Ausgaben. Red.) 9) Beresch. rab. 58 a. 10) Beresch. rab. 40 b. 11) Baba Kamma 60 b., Baba Batra 132 a. lesen wir ebenfalls: j^DDl ]NDD nmp, doch ohne vorangegangene Erzählung. 12) Sanhedrin 106 a. Studien. ■ liebet aramäische Fabeln.