Der Orient
- Journal
- Der Orient
- Volume
- 1848
- Issue
- 4 (22.1.1848)
- Date
- 1848-01-22
- Page
- Spalte 59-60 (sequence 6)
- Language
- German
- Belongs to
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59 Kritiken. Salvador und Eichler. Von I. M. Jost. lagshaydlungen , wenn nicht, wie in England und Frankreich kunst geübte Korrektoren sich finden! Allein, bei glattem' Text, wo nur eine ruhige Durchlesung erforderlich wäre, um Unsinn zu verhüten, und wo die Zeit nicht so arg zugemessen ist, daß man sich hätte übereilen müssen, stand zu erwarten, entweder daß Un sinn gemieden oder' eine verunglückte Korrektur angezeigt worden wäre. Nun aber urtheile man von folgenden Lesarten im ersten Bande, die wir nur von ungefähr, nämlich ohne fortlaufend zu lesen, beim sporadischen Vergleichen gefunden haben. Vorrede: Alle Symptome frühreifer Hinfälligkeiten (d'une eadueite anticipee). S. 29. Welche heut von den französischen Nationen bewohnt werden. S. 42—43. D i e S y r e r, ........ Bei dem Ausfall von Ländern . . . hatten seine Negierec (d. h. die Regenten Syriens) sichvorgenommcu. S. 68. Häufig ist die Lage dec Weiber (der Text hat: La question des fcmmes, wahrscheinlich: die gesetzliche oder sociale Stellung des weiblichen Geschlechts gemeint) bei den Hebräern Entstellungen ausgesetzt gewesen. S. 94. Wenn so bedeutende Männer zu solchen Geschichten sich erniedrigen (ohne Zweifel Geschäften). S. 158+ Religiöse Forderungen statt Formen. S. 165. Der falsche Gorionide 'nähert sich hier dem Dio Cassus weit mehr als der Geschichtschreiber, dessen Namen er usurpirt (statt d.em, wie der Sinn forderte). S. 118. Aus dem ein dreifaches Interesse begonnen wird (gewonnen?). S. 192. Den drei andern Kindern (ttois steht nicht im Or.). S. 217. Und weiter beständig: Phacael st. Phasael oder Phazael. S. 221 bis 224 wird durchweg der Eroberer Jerusalems Io sia's genannt, st. Sosius, wie sonst in dieser Übersetzung richtig steht. S. 251. Mehr als 14 Jahre, statt 12. S. 265. Bei den andern Quäkern (modernen?)» S. 296. Der eine Ethnarch (fr. neue). S. 310. Denn wo die Römer sich aufhielten, führten sie brodarti g e Arbeiten aus (st. großartige). S. 357. Gegenseitige Billigkeiten (Iniquites!) Was soll man gar erst zu S. 207 sagen, wo es heißt: Sannas hatte ein anderes Mitglied des Rathes, welches sich Pollion nannte, zum Lehrer. (Im Text Que Josephe appeile Pollion!) Wir brechen hier ab, und gehen zur Uebersetzung über, um 1) die Mishandlung der Urschrift; 2) die unverantwortliche Entstellung des Sinnes; 3) die Nachlass i g k e i t im Uebertragen; ebenfalls nach einzelnen Notizen aus dem ersten Bande nachzuweisen. 1) Der Text der Urschrift ist unserer Ansicht nach keinesweges in der Macht des.Uebersetzers, so daß diesem gestattet wäre, willkürlich und m stillschweigend wegzuschneiden und anznflicken. Beides ist'hier geschehen, letzteres natürlich nur selten, ersteres destomehr. Läßt sich nun auch wohl hin und wieder ein Grund wahrnehmen, weshalb mancher Ausdruck, Satz, oder ganzer Passus weggelaffen worden, da war es doch Pflicht, es zu sagen und zu rechtfertigen; aber wir sehen auch Stellen gestrichen, welche nothwendig waren, um S.'s Geist zu erkennen zu geben. . ' So finden wir im Texte folgende Stellen, diedenUebersetzer nicht beliebt hat, dem deutschen Leser zu übergeben. Urtext S. 27. Ueber die Widersprüche im Iosephus eine halbe Seite Anmerkung. Auch eine dahin einschlagende Anm. S. 101 ist ausgelassen. S. 57. Ein allerdings entbehrlicher Passus, worin indessen Salvador sich selbst zu rechtfertigen sucht. S. 65. Der entbehrliche Passus Chaeun sait etc. S. 68. Anm., über die Bücher der Makkabäers S. 70—71. Eine lange, freilich nicht gerade nöthige Anmerkung. S. 78, Ein Stück vom Traktat der Römer mit den Juden! S. 88—89. Die Anmerkung über Entstehungszeit des Sanhedrin polemisirend. S. 96—97. Die höchst wichtige Anmerk, des Hrn. S. über seine Ansicht vom Zusammenhänge des Essenismus mit dem Christenthume. S. 99. Der Passus Le nom d’Alexandre re» 8 Zeilen. S. 132. Anm. über den Werth der Talente in Syrien. S. 140—41. Eine ganze Seite über Appion'sDarstellung. So wiederum 170—71 eine allerdings überflüssige Digression. S. 389—400 fehlt ein ganzes Stück ohne denkbaren Grund. S. 433 eine Stelle La confiscation u. s. w. S. 474 ein sehr wichtiges Stück von der Beschreibung der Münzen. Auch eine dahin gehörige Anm. S. 163 ist 'ausgelassen. Darf man so mit einem zu übersetzenden Werke verfahren? Es soll ja nicht ein bloßer Auszug sein. Von S. 31 des Urtextes ist auf S. 23 wahrscheinlich blos durch Nachlässigkeit eine Stelle von 4 Zeilen, die zu-zwei Satzperioden gehören, ausgefallen. Außerdem hat man sich erlaubt einzelne Worte aus dem Urtexte zu unterdrücken: In der Uebersetzung S. 23 steht: Von den fünf Epochen, in welche wir unsere Geschichte lheilen. — S. schreibt: Des cinq epoques ou phases distinctea dont se compose cette histoire . . . was augenscheinlich den Sinn giebt, daß nicht der Vers, eintheilt, sondern daß die Geschichte gleichsam von selbst fünf-Phasen bildet. S. 24. So würden die Römer .... eine unüberschreitbare Klippe gesunden haben. Im Or. steht peut-dtre. S. 32. Zu Römerzeiten (sic!) nannte man Oberfyr i e n rc. Im Or.: On quaiifia de S y r i e premiere ou Syrie Superieure,