Der Orient
- Journal
- Der Orient
- Volume
- 1848
- Issue
- 4 (22.1.1848)
- Date
- 1848-01-22
- Page
- Spalte 57-58 (sequence 5)
- Language
- German
- Belongs to
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58 Kritiken. Friedenthal. Salvador. 57 reinen Monotheismus zu extrem schien, einen neuen Beweis liefert — (viäs Maimuni Hilchot Teschuba 3. 9 , wo die Stelle im Ke ses Mi sch na charakteristisch ist nmn N1? )bs bix , vmb )b Vj ■ am m ttbx d^ijd rrm tidin sFn-ifB Dftj; rno^n nypy. * 'idi mn«' noi« ww- Ob aber der Titel der' ©djrift mils1, oder wie Dr. C. nach einem. Citat in Taschbaz 1—63 XNQ Um angiebt, war, ist sich im Grunde gleich, da der Titel warscheinlich vom Abschreiber herrührt. — Möge es Hrn. Carmoly bald gelingen, eine für die Biographie und Charakteristik M's so wichtige Schrift dem größern Publikum zu übergeben. Kurze Anzeigen. 5) nJlONn npyi nin ntO’ oder theologisch-philosophische Abhandlungen über die Grundlehren der mosaischen Religion.^ Zur richtigeren Erkenntniß des Iudenthums nach seinen Beziehungen zu Staat und Menschheit, wie zum Privatleben, in einem neuen System der Dogmatik dargestellt. In hebräischer Sprache versaßt von M. B. Fried ent hal. Im Auszuge übersetzt von R.I. Fürste nt ha U Erster Band in 4 Heften. Breslau, 18^2 -43, 8. (Fortsetzung/) Das Werk eröffnet ein „Auszug aus einem an die Gelehrten Israels gerichteten Sendschreiben", womit der Vers, des Iesode ha-Dat dieses Werk eingeleitet hat. Dieses Sendschreiben, im Hebräischen auch besonders gedruckt, giebt im Allgemeinen dm Vorsatz des Verf/s, die Anklagen gegen das Iudenthum und die Juden, gegen die heiligen Schriften unsers Bundes, zu bekämpfen (S. 1 — 20), wünschend, daß jüdische Gelehrte auf diesem Wege fortfahren möchten. Schon hier, wenn auch mehr in poetischer als logischer Darstellungsweise schildert der Vers., wie nur die Offenbarung die Quelle der Civilisation und der Gesittung geworden, wie nur durch sie die sogenannten Urgesetze denkbar, und wie alle andern Gesetzgebungen des heidnischen Alterthums, die eines Zoroaster's, Solor/s, Numa's u. s. w. vor der mosaischen Offenbarung erbleichen, da keine sich zu solcher Humanität und zu einem so hohen sittlichen Prinzipe erhoben. Die Religionssysteme der alten Völker, der Indier, Perser, Griechen, Römer, Germanen u. s. w., waren rheils mit sittlicher Entartung verbunden, Lheils mit grausamen Gebräuchen verknüpft, die alten Völker ohne Offenbarung hatten, die Sklaverei gepflegt mit allen damit verbundenen Grausamkeiten, von einer würdigen Stellung der Frauen war keine Rede, und die Offenbarung gerade allein konnte das Alles umgestalten. Dann weist der Verf., wie zwischen Glauben und Wissen kein Zwiespalt, wie das Iudenthum in seinen Heroen der Geschichte zeigt, daß beide vereint sein können; wie ferner die Kosmogonie der Völker in ihrem dualistischen oder astrischen Principe der mosaischen Nachsicht, wie die Monumente der Schrift, die Denkmale des göttlichen Wortes, die Denkmale anderer Völker überdauert, welchen Vorzug der Mosaismus gerade dadurch hat, daß er keine Mysterien hat, wie das Iudenthum eine Anstalt zur Erhaltung der monotheistischen Idee und des Glaubens an eine juridisch-moralische Weltordnung, wie auch die Hebräer für die Wissenschaft gearbeitet, wie sie auch, darin andern Völkern nicht nachsteheir in' Musik, Poesie und dabei in der Ethik überragen und wie gerade das Iudenthum das human-sociale Princip ausgcbildet. Nach diesem Sendschreiben folgt dann ein Nachtrag, bestehend aus Einleitung (S. 21—-31) mit einem Anhang 1 M Z einander ungeschickt verschmelzen, dann folgt II» Fragment über die Wunder des alten Testaments (S. 31—40), dann 111. (ohne Ueberschrift) Ueber die Ausfälle gegen-das Iudenthum, (S. 40—50) dann I V. „Bemerkungen zur Vcrtheidigung einiger angefochtenen biblischen Stellen", was wieder in Einleitung (S. 51—72) und aphoristische Betrachtungen über einige biblische Gegenstände (72—79) zerfällt, dann kommt V. die Großen der Vorzeit oder die Männer Gottes (S. 79— 101). Das für diese fünf Abschnitte, nebst den dazugehörigen Einleitungen, - der Name „Anhang" oder ,,Nachtrags sehr schlecht gewählt ist, daß der Uebersetzer daran wohl gethcm hätte, wenn er diese Abschnitte nach dem einleitenden Sendschreiben in logische Aufeinanderfolge gebracht und mehr UtLersichtlichkeit geboten, sieht man leicht ein; wir wollen jedoch dieser Aeußerlichkeit wegen den reichen Inhalt, der freilich darunter auch gelitten, nicht übersehen und dem Leser die CfHE) vorführen. ^Fortsetzung folgt.) Salvador «nb Gichler. Ein Beitrag zur Geschichte der typographischen Industrie. Von I. M. Jost. 6) Geschichte der Römerherrschaft in Judäa und der Zerstörung- Jerusalems von. I. Sa lv a d or. Deutsch von Dr. L. Sichler. 2 Bde. Mit Karten. Bremen, 1847, 8. F. Schlodtmann. (Fortsetzung). . Was diese nun liefert, ist keine große Ehre für'die deutsche.Literatur, sowohl in Betreff der Uebersetzung, des Verfahrens mit dem Original, als der Korrektur, eine Schmach fast, weil der gute Wille des Verlegers, an.der schönen Ausstattung erkennbar, und die Befähigung des Uebersetzers, welche aus vielen Stellen der Uebersetzung hervorgeht, an der unverzeihlichen Leichtfertigkeit zu Schanden wird, mit welcher hier.das schöne Salvador'sche Werk in Deutschland eingesührt werden. Sprechen wir zuerst von dem Aeußern der Kor rektur. Wir kennen die Schwierigkeiten, welche hier sich häufen, und die'Leiden, welche die Korrektur dem Schriftsteller vor und nachher verursacht; die' größere Schuld fällt aus dtz Ver-