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Der Orient · 1848-01-22 · 4 (22.1.1848) · p. Spalte 61-62

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Journal
Der Orient
Volume
1848
Issue
4 (22.1.1848)
Date
1848-01-22
Page
Spalte 61-62 (sequence 7)
Language
German
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61 Studien. Parabeln und Sentenzen im Talmud., S. 44. Welche 'Jerusalem gezwungen haben würden, alle (?) Traditionen seiner Vergangenheit und die Zukunft seiner Geschicke (wie ungeschickt!) mit Fußen zu treten; im Or. steht: a fouler aux pieds son principe d’exi fite n c e, les traditions etc, (ein höchst wesentlicher Ausdruck!) S. 47 ist der Theil der Rede des Macc. tzue tous les Lelatenrs etc. zurück'gelasseu, so daß das: Zu den Waffen! ganz isolirt ist. S. 51.- Ein erster Versuch des dissidentischen Christianismus hier fthlt: de cdristianisrne de8 etrangers ou des gentils. S. 158 ist eine sehr wichtige Schlußbemerkung aus dem Or. S. 220. IlVy accomplit meme un fait moral, clont Je renouveliement, ä diverses epoques, a ete presque toujours et partout un signe precurseur des grandes innovations religieuses. Diese Bemerkung betreffend die babylonische Gefangenschaft gehört zu den Grundansichren S's über die Verkettung der Begebenheiten. Genug der Beweise von tadelnswerther Willkür oder Leichtfertigkeit in Behandlung des Urtextes, den der Uebersetzer S. 24 mit einem Zusatz aus eigener Fabrik: „Zu glei-' cher Zei t ha tt e er sich zahlreiche Positionen in K l e i n a s i e n g e f ü h r t" seltsamer Weise bereichert!! (Forts, folgt.) Kritische Untersuchung über die Originalität der im Talmud und Midraschim vorkommenden Parabeln und Sentenzen. Mit Bezug aus die Parabelu und Seuteuzcu in deu Evangelien.. (Fortsetzung.) Was aber am auffallendsten dabei erscheint, ist der Umstand, daß alle jene Gründe, welche die Evangelisten zur Übertretung des Sabbats bei Heilung der Kranken angeben,'daß alle diese buchstäblich im Talmud.Vorkommen und mußten also von den Pharisäern selbst gelehrt worden sein. 'Es fragt sich also, haben letztere ihre Meinung geändert und nicht blos die ihres Gegners als die, richtige anerkannt, sondern durch hie Anführung der sie überführenden Gründe die Rollen des Schülers sogar anzunehmen sich herab gelassen? Wer nur ein wenig mit dem Charakter dieser Schule bekannt ist, muß diesem widersprechen. Also auch hier muß die Priorität dieser Lehre' nicht den Evangelien, sondern der pharisäischen Schule zugeschrieben werden, was wir mit Citirung der betreffenden Stellen noch besser einfthen werden. 62 Folgende Gründe führen nämlich die Evangelisten im Namen ihres Meisters an, weshalb die Heilung an Sabbath erlaubt sei: 1. Johann. 7, 23. „So ein Mensch die Beschneidung amrimmt am Sabbat, auf daß, nicht das Gesetz Mosis gebrochen werde; zürnet ihr dann über mich, daß ich habe den ganzen Menschen am Sabbat gesund gemacht." Dasselbe lehrt auch R. Elieser den Asaria (nnn«y ItfDJ np'D1? pD nnn din bw pnawö r\m nvhv n^D no , na&y nw; d'bp row nat^n hn nnntp .ibm b^b <*p , naty tim ia 'd Nnfeo; fo pia nany 'üo nhdd/H .rfs). — 2) Marcus 2, 27. „ Der Sabbat ist um des Menschen willen und nicht der Mensch um des Sabbats willen. Auch dieser Grund findet sich so im Talmud vor: nip'D^ - pD NVTtmp ’O : 1D\S‘ P)DT p' jW'l hatfif nnW »IQ Pfl NW ' TO pn)DO DHN tibi DDl'D .TADD N'.l. Ebenso Mechilta und Jalkut (NE7n O), wo dieses im Namen des N. Simon den Menasia vorkommt. 3) Matthäus 12, 5. „Oder, habet ihr nicht gelesen im Gesetze, wie die Priester am Sabbat im Tempel den Sabbat brechen und sind doch ohne Schuld." Dasselbe lehrt schon R.-Akiba niinyn mm., »mann noa. wna'py fi idn nnn .Tnajinw , naccaD imy nioya mmi nara in rro) i'p onai nm , nniN nnn naccn pw nat^n nx rrhaynff naty , nniN nnn j"d nawn dn mrw rrnay nhdDin; »Yd nw nnw nnn jW) p\p* nniN nnn. tüd ria^ 'dd). 4) Lukas 6, 9. „Ich frage euch, was ziemt sich zu thun auf die Sabbater, Gutes oder Böses? Das Leben erhalten oder verderben?" Besser wird dies im Talmud erklärt: nuLQ mm ub nh napy 'i üwü xin nx^N 'i 'm dinh w rwp im 'w pa nrnp n^n ^niec^ foD naty;dd NHDDin n"o ndp na rnow n!?i , pa pa mi dinh iniN nwjp iü/n : -jfriVn an D"aoi D^iya nopynnnn jw mo1? Nn pa noni -D'bni n*?n. 5) Mat. 12, 4. Mark. 2, 25. Luc. 6, 3.: „Habt ihr nicht gelesen, was David that, da ihn hungerte und die mit ihm waren? Wie er zum Hause Gottes einging und nahm die Schaubrode und aß und, gab auch denen, die mit ihm waren; das doch niemand durfte essen als die Priester allein." Aehnliches Midrasch Jelamdenu; Jalkut Samuel Kap. 21: p in )b ilDN Mön dhV n*?n m NLD N^L7 pa nar^.i hn nnn nwaa -pao^ ajha htoj N^. 6) Luk. 14, 5.: „Welcher ist unter euch, den sein Ochs oder Esel im Brunnen fällt und er ihn nicht alsbald herauszieht am Sabbattage?" Diesen mehr ironischen Vorwurf als überzeugenden Grund, daß nämlich die Pharisäer dem Vieh am Sabbat zu Hilfe eilen, während sie die Menschen zu Grunde gehen lassen, widerspricht der Talmud aufs Nachdrücklichste und lehrt gerade das Gegentheil ftbüM HDna unsoin; nmn t6tt? Britta nojns n1? pany mn n"sD d2"dt; m’2 nnbynb ddni; "d pis nar nyat n?D3i D’td nöd ^nbnsa trsw dni; h n

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