Der Orient
- Journal
- Der Orient
- Volume
- 1847
- Issue
- 52 (24.12.1847)
- Date
- 1847-12-24
- Page
- Spalte 825-826 (sequence 5)
- Language
- German
- Belongs to
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825 Studien. Sprichwörter im Talmud. Bon Dukes. 826 par droit et par raison chacun est maitre dans sa maisou ist damit zu vergleichen. Es ist das hebräische ^iw b'D innn (Esther 1, 22). S. 233. Nr. 603. Das spanische Sprichwort „Quando passan peras compralasu (Wenn man ausruft, kaust Birnen, so kaufet sie) scheint dasselbe auszudrücken. S. 238. Nr. 632. Aehnlich ist das arabische Sprichwort: „Der Kopf ist mit einer Haube bedeckt und der Hintere ist nackt" (Freytag Aral)umproverbiae 111. Nr. 1096) Das franzö- Jt'fdje Sprichwort „un pied chausse et l’autre nud" (der eine Fuß ist beschuhet und der andere ist blos) scheint dasselbe auszudrücken. S. 241. Nr. 650. Das französische Sprichwort: „porter l’eaux a la riviere“ (das Wasser zum Strome tragen) gehört ebenfalls hierher. III. Erklärer. In Bezug auf diejenigen, die für die Erläuterung der Sprichwörter Manches geleistet haben, ist M en achem Lonsano zu nennen, welcher in seinem ebenso seltenen als schätzbaren Buche M a a r i ch (-pyD) manches Lalmudische Sprichwort richtig erklärt und oft den Text nach Handschriften verbessert. Wir heben diejenigen Stellen, die sich auf diesen Gegenstand beziehen, aus diesem Buche heraus. 1) 2-frt. KTT103. "ynsn pm pnD ■ onJD-pN,, “)DDD fn (A HD^N) UyiPS Um plDED yDinni nnq in jn nron» jnw nmn nc/Sy nn» p unoi hdd yn wyw idd -ipfo pan p nap ■■•»am nnb nW nun nunn nute "jwp pnntA i^n naun j\v„ vbx nW/o ’dSd nnbo -Nb nn» nn lpsyb .nS* ynn p» D^yn myntp w nrm n^y py'-jnp pyi uuny Poi? ub w -Nsan uinru S"n o niun by nWn '-n Ssn njinq nurio uvo N^ip's rySn m-nov» * tpSi uw n'byrh : nn*> ormin WS pS p»nn qy dSdiA pmnSnoi^D Vergl. unsere Blumenlese Nr. 57. 58. 2) Art. Nr. 2. ['D Dm-iNU nmro Sy *p nSiun * mn» rypm» nn temo .pnq- pwn mny:) onw nai ywm Sy un» -jSi vn unuSn dudt V 'ui 'rm» : npnn Vergl. unsere Blumenlese S. 120, Nr. 122. 3) Ar t. n i o. UW »DNl'w DJ TH 3 n? j DD '’D ' WI : pn riiyi Sy Es beziehet sich auf die Stellen, die wir S. 128. Nr. 153 unserer Blumenlese gegeben haben, es wird hier gar nichts an die Erklärung des Sprichworts selbst geändert, sondern von dem Wort $*m» Es wäre zu übersetzen „o Unrecht u. s. f." Das deutsche Sprichwort (Eiselin, S. 207) „der Gast vertreibt den Wirth" drückt dasselbe aus. 4) Art. NH^IDa nnS no 'v 'ui NnwDn mW wo * » man an 'snp udd D’yrDM ’NönpD'N w nwnn 'd nn moeu r,D» nr S'yv ns jid^d. pp.|Uö6D "^np„ .qm hjmo nuno Wni nwa 'jrop »v pq nSya m nq*>n nn iSw nJDD yn pry wn nSi du ' wq n'Sv pq bo »Wn nn» pq tSd pw : d6d nio -mm t*b. c&y *]nyni pp T>ypnyn nn Vergl. unsere Blumcnlese Nr. 480. Nach unserm Autor wäre dies Gxrichwort so zu übersetzen „Was der Skorpion gebiert, sind nur schlechte (Geschöpfe) die von ihm abgehen" d. h. schlechte Eltern haben gewöhnlich schlechte Kinder. 5) Art. a“n. VD’D DD’ & IttfS 1DD ETl'B 'Ul P2!2 N’BID b bo "idn b'ibar ’Q^i iddhi jnDn pj» («*’ NZ ,1'pV') np’ntcn im jnon b o nnj? idin 'ui pcc^rt n’üdb rpio ru’N npWii n'S: bx aio Nin xnbpi “idid niya bi n'Vnn cbn DipSai Vergl. unsere Blumenlese Nr. 390. Es mußte demnach übersetzt werden „Alles, Schweigen ist gut u. s. s., 6) 2Crt. oyq nD'an NnVoim no b„ hin bm ^’did “3 ibdb) ^Dinn ’ib .\ü no b ttoi'D "x^n1 «in u^> nnx riDjD nnx ni^D1? ra''pn idn -p wx~a mix pnu b bs fjbrin nnx nmib nx m2ty. nnx.n3bn nn■ xbntto■ i»m> ixib .^ji moyn DiysntyDi : nsmi bi ’DipD,s\x DjrabDnoix p';mb ,f$3aä von dem Sacke herausgehet (d. h. was zu viel darin ist) legt man draußen darauf". Vergl. unsere Blumenlese Nr. 242. Lonsano beziehet dieses Sprichwort auf Moses, welcher zürnte und die Gesetztafeln zerbrochen und nachher dieselben doch abermals gegeben hat, der frühere Zorn war also überflüssig. ' Der allgemeine Sinn wäre also, was man im Zorn versagt, das muß man nachher bei besserer lleberlegung dennoch thun, so wie etwas, welches keinen Platz in einem Sack hat, legt man dann draußen darauf, und er ist doch dann nicht ganz von dem Sacke ausgeschlossen. 7) Art. ]mnö;q an niDin in nSsn qjnritfip /*>d 'ui rfa pDDn nq .nnsin rh rn^ d^DNon „Wenn die Frau hungert, gedenkt sie der sieben Hochzeittage". Vergl. Blumenlese Nr. 338. Dem Sinne nach ist nichts geändert in diesem Sprichworte, nur daß hier ein anderes Bild gebracht wird. 8) Art. pw .DDnnm onn oy pannn 'ui pn^S pann „Geselle dich dem Warmen, so wird dir auch warm".