Der Orient
- Journal
- Der Orient
- Volume
- 1847
- Issue
- 52 (24.12.1847)
- Date
- 1847-12-24
- Page
- Spalte 819-820 (sequence 2)
- Language
- German
- Belongs to
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819 Kritiken.. Kurze Anzeigen. Beschreibung der Handschriften von Sim. Deutsch. 820 gerade das GA. fehlte umb es bcfitibct sich daselbst von p. 10—36. 2) im Jahre 1558 im Monat Ijjar schrieb er zu Pesaro den bekannten pos obcr Entscheid, daß der Sohar und somit auch die kabbalistischen Schriften überhaupt gedrucktwerden dürfen, beginnend c'Dttf pN, und der nicht nur, in der damals veranstalteten Ausgabe des Sohar zu Mantua, 1560, sondern auch in allen spätern Sehar-Ausgaben mit abgedruckt wurde. Neben diesem, was man sonst gewußt, kommt noch dazu: 3) ni'V. Eine Sammlung von GA. auf Anfragen aus verschiedenen Gegenden Italiens und der Provence, und zwar waren es 110, aber die ersten 16 fehlen. Unter diesen GA. sind einige von älteren Autoritäten, bie derBerft der Seltenheit wegen ausgenommen. 4) 'd, Kommentar! über das Buch Bechinat 'Dlam von Ied. Penini. Dergleichen Bereicherungen lassen sich Viele aus dieser Beschreibung entnehmen, und zwar selbst d-r, wo der Beschreiber, gar nicht daran gedacht. Ueber manche Gelehrte sogar, von denen man sonst gar nichts gewußt und ftlbst Hr. D. in der Beschreibung einzelner Handschriften nichts angegeben, läßt sich durch eine genaue Einsicht in die verschiedene Artikel, so manches gewinnen, was dem Literatur- Historiker nicht, ohne Interesse, sein kann. Ich will hier nur. beispielsweise erwähnen: Sal -omo b. Mesch ult a in rnN'D N-dieser Beiname wird auch geschrieben nTN?3 u. s. w., was wir hier vorläufig unerörtert lassen wollen —Von diesem Schriftsteller liegt in der kais. Bibliothek das. Werk nDN, über welches uns Wolf und Le Rosst nur eine magere ganz ungenügende Notiz geben, ungeachtet gerade, wie. wir setzen^ werden, wir um anderer Persönlichkeiten willen etwas mehr wissen möchten. Hr. D. giebc uns davon eine genauere Beschreibung. Das Werk zerfällt seinem Inhalte nach in drei Therle, dessen erster Q'INNil pbn die sich gleichceimendcri Wörter zusammenstetlt, dessen zweit'er ü'bün p^H die homonymen und dessen dritter 2^"!^ 'n die synonymen Wörter in alfabetischer Ordnung zusammenstcllt. Diesem dreigetheilten Werke geht eine lange im Musivstyle abgefaßte Vorrede voran, die mit einem langen Gedichte schließt, dessen Schlußverse Hr. D. msttheilt, und aus dieser Vorrede erfahren wir, daß er, vertrieben aus seiner Vaterstadt, vielleicht bei einer Judenverfolgung, von sonstigen Freunden und Bekannten getrennt, im Hause eines hochgestellten Mannes, Don Benveniste b. Don Salomo den eine Zufluchtsstätte gefunden, wo er Erzieher seiner Söhne geworden. Von diesem Gönner sagt er, daß er sehr gelehrt gewesen, daß er eigentlich ihn zu diesem Werke veranlaßt, um für seine Zöglinge ein Handbuch zu haben und daß er beabsichtige za diesen drei Theilen noch einen vierten hinzuznfugen, welcher die Regeln der Prosodie und der Poetik naher entwickeln und durch Beispiele aus den besten hebräischen Dichtern beleuchten werde. Schon aus dieser Vorrede können ww mit leichter Mühe erfahren: a) wo und auf wessen Veranlassung er sein Imre Noasch.geschrieben; b) für wen er es geschrieben und will denen er gelebt, wenn, wir «etwas Genaueres über Don Benv eniste b. Salo m ö: b. zu erfahren Gelegenheit haben. Aber wir sind auch gar nicht blos auf diese allein angewiesen. Der beabsichtigte vier te The.l des Imre Noasch, dm unser Salomo b. Meschullam schreiben wollte, scheint sich wenigstens in den Beispielen zu Regeln der Prosodik und Poictik^erhalten zu Haben, denn dle auf Imre Noasch unmittelbar folgend^ Sammlung prosaischer und poetischer Aufsätze, ebenfalls in dieser Bibliothek befindlich, ist nichts anderes, wenn auch die prosodischcn Regeln fehlen. In dieser Sammlung kommt vor 1) eine n^D unsers Salomo an Meir Alguadez, den Leibarzt des Königs von Kastilien; 2) eine gleiche.in gewöhnlicher Prosa an denselben; 3) die Lieder unseres Salomo überschickt an den Dichter Mose "Ab bcks; 4) ein Poetischer Briefwechsel mit demselben; 6) ein Gedicht an R. Serachja in Montpellier; 6) ein poetischer Briefwechsel mit Maestrp Josef Jbn Jach ja. Außer seinem Gönner Don Benveniste b. Salomo b. hatte er demnach auch die Gruppe Mose °Abbüs, Meir Alguadez-, Serachja in- Mo ntpellier, Mae st ro Io sef Jbn I ach ja nebln und um sich, und er blühete demnach um 1400. In einer Liedersammlung D'ITO) oder Diwan d^es S alomo b. Reuden Bonfid, eines Zeitgenossen des Isaak b. Schescht (pinn tw DH \3Dö), finb auch Lieder von uns,erem und andern Zeitgenossen, so daß zu den Erwähnten noch hinzukommen Isaak b. Schescht, des Zeitgenossen von Chisda Kreskas und Salomo b. Reuden Bonfid Ms. M. 809). Unter den letztgenannten Liedern des Salomo mW'QSH in M. 5pandschrist befindct sich das merkwürdige, kunstvoll gebauete Lied, beginnend und Israel Nug'ära, der diesen in seinem D'v (S. 148) rühmt-, rühmt vorzüglich dieses Gedicht, nach welchem er ein ähnliches zu Ssafed dichtete. Auch in der königl. Bibliothek zu Paris findet sich ein Theil des Diwnn's von Salomo dessen Ausschriist lautet nmn rufify D'3"irn D'Dl^ MH nbtf;D1 n\N'DNl nQ^KON pnmn (LB. d. Or. 1840, Nr.'18). Der Vater unseres Dichters und Stylisten, Meschullam b. Salomo, wird im Diwan des Abr. B e d a r sch i als Dichter erwähnt, wie auch der Vater unseres Benveniste, nämlich Salomo b. als Dichter mit einem Gedicht |Eiri by ’porBommt» Von den Söhnen des Don Benveniste b. Don Salomo b. war einer Josef Vidal, der sich Joses Vidal b, Benvemste b. no1? schreibt. Von diesem Josef Vidal hat die Bibliothek das seltene Werk D"U 'D r.lbjJDn, das er aus dem Arabischen des Iosua b. Josefs b. Wivas, mir dem Beinamen ins Hebräische übertragen. Aus der Vorrede des Iosua und aus dev des Uebersetzers erfahren wir, daß Don Benveniste die Oberleitung der Gemeinden, des Königreiches Navarra, die Geschäfte für die Großen des Reiches geführt und daher iDEJLOm “)£Wl genannt wurde, daß er den Iosua b. Josef b. Vivas, der in phitlvsophischer Schriststellerei .bereits einen großen Namen ge-