Der Orient
- Journal
- Der Orient
- Volume
- 1847
- Issue
- 51 (17.12.1847)
- Date
- 1847-12-17
- Page
- Spalte 805-806 (sequence 3)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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865 Kntikm. v; Kurze Unzeigm. 806 Teitteles und Luzzatto haben bereits kn unftrer Zeit auf die Verwahrlosung unsers Largum-Textes hingewiesen und der treffliche christliche Kenner des hebräischen AlkerthumS, der Wiener Jahn, hat aus den kaks. HS. bereits gezeigt, .wie man danach den Targum-Lcxt emendiren kann. 2) .Die Masiora <nicht Maffora) in einem ^sondern Werke ist noch zu e-deren und ein Editor könnte aus diesen HS. .gewiß, großen Nutzen ziehen. 3) ist die HS. des n*10 die^ der NDDQID für jene Literatur zu beachten; den ausgezeichneten Nutzen der letztern hat bereits G olde n t h a l im Vorworte zu seinem MOQ dargethcm. - . (Fortsetzung folgt.) 45) ,Vorschläge für Erziehung, Schule und Haus, .sowie zur Association der arbeitenden Klaffen. Ein.Beitrag zur Lösung der Lebensfrage der Civilisatioli. Sämmtlichen deutschen Staaten zur geneigten Prüfung ganz ergebenst / dargereicht von M. L e i d e s d o r f. Erstes Bändchen. Erste, und zweite Abtheilung. Leipzig, 1848. 8. Der Derft dieser pädagogischen Schrift, begeistert für «ine verbesserte Erziehung der Jugend, hat bereits durch mehrere kleine Schulschriften seinen pädagogischen Beruf bekundet, nnd er versucht in dieser Schrift die Früchte seiner Lektüre in der Erziehungsliteratur, durch gewisse ä^auptgedanken zu- ..sanunengchalten, dem Publikum vorzulegen. In der ersten Abtheilung ist der leitende Hauptgedanke: „Berrachtung der gegenwärtigen Erziehung der Jugend" und zwar: 1) die gegenwärtige Erziehung der Jugend der arnwn Klasse; 2) der wittlern Klasse; .3) der höhern Stände. Ja der zweiten Abtheilung sind cs die Vorschläge zur Förderung der sittlichen Erziehung der Jugend, so wie der socialen Verhältnisse und zwar 1) die Begründung eines Instituts für Kindermädchen; 2) eine Erziehungsanstalt für arme Kinder. Dann kommen .Vorschläge zur Verbesserung der Bildungs-Anstalten für die Jugend in getheilt nämlich 1) der Mensch, seine Bestimmung, und Aufgabe; 2) Prinzip der Erziehung und des Unterrichts; 3) Wesen und Aufgabe der Schule als Bildungs¬ und Erziehungsanstalt überhaupt; 4) die Schulen. Die Grundlage zu diesem Inhalte ist, wie gesagt, Frucht einer großen Belesenheit in den pädagogischen Schriften, nur ist zu bedauern, daß .die Form höchst nachlässüg und wenig gefügig ist, daß die Lesefrüchte etwas zu Locker aneinandergereihet erscheinen und überhaupt das ganze Buch der Glätte und Abrundung entbehrt. -- Daß das Buch keine speLiellt Bauchung auf, das Judenthum hat,,versteht sich von selbst, aber als allgemein Menschliches passt es natürlich auch zur Belehrung für Erziehung der jüdischen Jugend und da der Werft ein jüdischer Pädagog ist, so wird wohl auch noch besonders dessen Anzeige hier gerechtfertigt erscheinen. 46) Üeber Judenemancipation und jüdische.Verhältnisse, -'mit Berücksichtigung wes Gesetzes vom 23. Juli 1847, von 2Cvg. R u d o L p h.. Norvhausen, 1847. 8. . Trotz der großen Zahl der Emamipalionsschriften, die fast schone eine, eigepe klemc Vibliolhek ausmachen würden, erscheinen . immer noch dergleichen Schriften „ was den ersten Beweis liefert , wie sehr die Emancipationsfrage-.zurTagesfr^ge geworden. Die hier erwähnte. Schrift eines pseudonymen christlichen Historikers nimmt durch Wärme , und Glätte des Ausdruckes, durch denchristlichen Standpunkt wieLurch einige eingestreuete historische Momente unter den Tageserscheinungen auf diesem Gebiete' einen Ehrenplatz ein. Nach" allgemeinen .Betrachtungen, über die Würdigkeit der Juden, über das Unchristliche in der Gesetzgebung über d.'e Juden, wobei der Verfasser eine rücksichtslose Sprache führt, geht ew , auf' die Vorwürfe'-ein, die der Unverstand gewöhnlich macht und indem -er diese scharf und bündig entkräftet und. die Uasinnigkeit in aller Bloße zeigt, kommt er zu dem neuen Gesetze in Preußen, deren Paragraphe, insoweit sie Ausnahmsgcsetze geben, er mit aller Schärfe durchnimmt Zuletzt giebt der Vers, einen mit großer Präciswn skizzirtm Abriß der jüdischen politischen Zustände in allen Lheilen Europa's und mit einer Betrachtung des neuen Gesetzes in Preußen schließende Der Vers. schließt seine Broschüre mit den Worten: „Wenn dies Gesetz im Allgemeinen den Zweck hat, die Juden auf ihre vollständige Emancipation vorznibereiren, s-o wird dasselbe, wir zweifeln nicht daran, diesen Zweck erfüllen, -und wir hoffen, daß der Zeitpunkt nicht ferwe sein möge, wo Christ und Jude sich die Bruderhand reichen, wo das Gesetz, in Uebereinstimmung mit der Humanität, dem Christenthume und der Vernunft, die' v ö l li g e C m-an c ipa t ion der Juden crusspricht." Möge dieses sowohl belehrende als anregende Schriftchen recht viele Leser'finden! 47) Erster Jahresbericht der Gesellschaft für sociale und politische Interessen der Juden,. der Generalversammlung den 23.Okt. 1847 von Dr. Anton Nee als d. Z. Präsident abgeftattet und nach d-em Protokoll gedruckt, nebst Kassenbericht. Hamburg, 1847/ 8. S. 10. Diese ausgezeichnete für das Nicderreißen jeglicher Scheide-, wand zwischen Christen und Juden wirkende Gesellschaft, die mit 11 Mitgliedern begonnen und jetzt bereits 388 Glieder zählt, die nicht nur es verstanden, große und ehrenwerche Persönlichkeiten anzuzichen, sondern auch Männer verschiedener Konfession und abweichender religiöser Richtungen zu gewinnen Hat in ihrem einjährigen Bestehen bereits eine Energie und eine wohlthätige Wirksamkeit entwickelt, die für Hamburg nicht so leicht vergessen sein werden. Das Ziel der Gesellschaft ist, dahin zu wirken und arbeiten, daß iu Zukunft das Bekenntnis der Bürger nicht entscheide , wo es sich um Recht handelt, sodann daß das Vorurtheil gegen Juden, entstanden in finstern Jahrhunderten, genährt durch manche Besonderheiten der Juden, in Sprache.und Sitte, verschwinde, endlich, daß auch im Schooß.e. jüdischer, Gemeinden das Stce- , ben nach Freiheit sich verwiMiche, unb ist das Ziel ein herrliches , zukunftreiches, so. verdienen die .Männer toic 2^ Ree, E. C ohn u. A., welche durch, die Zauberrnncht des Wortes in Selbstbegeisterung auch dauernd zu begeistern ver- . S1*