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Der Orient · 1847-12-10 · 50 (10.12.1847) · p. Spalte 791-792

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Journal
Der Orient
Volume
1847
Issue
50 (10.12.1847)
Date
1847-12-10
Page
Spalte 791-792 (sequence 4)
Language
German
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792 791 Studien. Einige Stellen in Wurzel Davids u. s. w>" Dieses beantwortet die Frage im Mt. 22, 45. Mk. 12 , 37 und Joh.^ 7, 42. Bekanntlich heißt cs bei den Nabbinen, daß „das Wort" d. h. die Tora, die Lehre, die Weisheit, vor der Schöpfung war und im 191.1, 1 ist die „Anlehnung" : „W e g e u des Anfangs — —- schuf Gott Himmel und Erde" : denn die Weisheit hieße Anfang — FPtf'X”v: Spr. Sal. 8, 22. ■— So soll auch der Messias vor der Schöpfung gewesen sein. An einer Stelle im NT. heißt cs auch: „Ich war vor Abraham". So beginnt Johannis 1, 1: „Im Anfänge war das Wort: fpn ■pTi. ■— Aehnlicherweise hat man folgende Anspielung gefunden oder erfunden: i M. i, i: toa. n* **)^a . hn Anfänge schuf Gott d. h. das und das n nämlich das. ganze hebräische Assabel,, mit dem die Tora geschrieben wurde. — In der Tora heißt.es, daß ein Prophet wie Mose kommen werde u. s. w. Daher nun die Worte in der Apokal. 22, 13: ,,Ich bin Ales und Taw" griechische Uebersetzung: „Alfa und Omega, Anfang und Ende, Erster und Letzter^. — So ist zu bemerken: Im ersten Verse des Joh. kommt vier Mal das Wort riR vor und beginnt mit na» — Wir nehmen an, daß man die sog. Apokalypse, hebräisch geschrieben, oder hebräisch und chatdäisch wie Daniel, vorgefundcn und sie ,dann ins Griechische übersetzt hat. Das hebräische Original ist aber verloren gegangen. Man bekümmerte sich auch mehr um die griechische Uebersetzung, weil man diese später besser verstanden hat, als das Original in der semitischen Sprache. Ebenso erging es vielleicht dem Original des ganzen N. T. Das Hebräische ging verloren, wie so viele, im' alten Testament genannte, hebräische Bücher. — : - m Nachträgliche Anmerkung zu der Enträthselung des zwölften Verses im dritten Kapitel der Offenbarung Johannis» Die Verheißung ln dem zwölften Vers des dritten Kapitels, daß er den Sieger zu einem Pfeiler im Tempel machen wolle, soll, nicht minder als die übrigen Verheißungen in den Kapiteln 2 und 3, in der Ueberschrift des neunten Psalm Davids liegen; blos etwas weiter.hergeholt: Der Buchstabe y in dem Worte — ft’1* HlD-ty. — soll hier nämlich mit N wechseln — wie dies bekanntlich-riin Hebräischen öfters der Fall ist, besonders mit den Wörtern und hn. Es soll vemder Offenbarung Johannis. nach Pfeiler, heißen.. Zu dieser Konjektur gesellt sich aber noch eine: zu dem Worte p1? soll die Sylbe hinzugedacht werden, p^ ist somit eine Abkürzung von zum Gebäude. * Nun werden in Ezech. 40, 16 ff. die Pfeiler des Tempeßs oder eigentlich genannt — nach den alten Auslegern synon. mit oy-j^y—- und der Tempel daselbst 41, 13.^* Die Worte in Pst- 9, 1: sollen nun so viel sagen als: rp£6 Hiyhy, und diese drei Wörter sollen den Sinn haben: den Sieger mache ich zu einem der Säulen oder Pfeiler des Tempels — und dieses soll wieder blildlich so viel sagen als: Ich will den Sieger zu einem der heiligen Priester im Tempel machen. Dieses Symbol bekommen. wir heraus aus den Worten in unserm Verse, Apokalypse 3, 12: „und er soll nicht aus dem Tempel gehen" denn in Ezech. 42, 14 heißt es ähnlich so von den Priestern: IfcWKVi O'Oron ONDD. Ein Priester soll allegorisch einen Pfeiler oder Stütze des Tempels vorstellen. Daß der Pfeiler nicht aus dem Tempel gehen solle, daran sieht man, daß es Allegorie ist und als Priester ist es Anspielung auf 1 Sam. 2, 35: | ]rÖ 'NQPN1 li>nnm ]»so rra b ’rvinij r\w- Wsjsi. '>2zbz G>afl b 'H'TO — VBb". Vergl. Apokalypse 21; 6. — ' ' ' ' Dieses alles soll nun die Meinung des Dichters *) So sprechen Kimchi, Jbn Esra und Raschi zu Ps. 9, 1 von CPp, das Wort pb ziele hin auf üfw 'py£| Q’OPn* Kimchi zur selben Stelle will auch, daß das N. pr. p 1 Chr. 15 abgekürzt sei von TWp soll doch wohl nur heißen rstp. — **) Von Dp bauen; Stammsylbe p, wie von — Ueb-er das Wort sehe man GeseniusHWB. unter UBtb Nr. 2. Aber in Ezech. Kap. 40 kommt und ebenso oft ohne Jod, nach dem Alef, vor als mit Jod. Gesenius hat diese Wörter, ohne Jod, nicht ausgenommen. VonVw und scheint die sing. Form — vom Stammtwort öder — zu "sein; von und aber, die sing. Form etwa von Kraft, 1 M. 31, 29, mit der Endung wie DiH! übü 1 DpK. — Daß das erste Jod in-V^K oft fehlt wag davon gekommen -sein, weil man das Wort — wie —- milde betont und die erste Sylbe nicht anha'lt, so wie es auch nur e i n e n Accent, milra, hat; dahingegen wurde beim Schreiben des Worts oft das erste Jod h i ri z u g e w or f e n, weil im Sprechen^die erste Sylbe in auch eine Betonung bekommt, so wie das Wort daher zwei Accente hat. Die Masoreten haben vielleicht deswegen mit den ersten Jods keine Abänderung vorgenomnren» i

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