Der Orient
- Journal
- Der Orient
- Volume
- 1847
- Issue
- 49 (3.12.1847)
- Date
- 1847-12-03
- Page
- Spalte 777-778 (sequence 5)
- Language
- German
- Belongs to
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777 Kritiken. Rapaport und der Brief Schenra's. 778 wollen wir die Atmanzi'sche Reeension des O'WN ''»NO DW1DM ansehen, welche Rap. korrigirr. Zn dieser heißt es nojprvnJBo -123031 n'b NjmnD nmo On Diese durch und durch korrumpirte Recension, die hier jedenfalls der in '-iONI IMO nachsteht, läßt sich ohne Chilluk in dieser einfachen.Weise erklären: Für ,-l"0 der Vitry'schen Rec., die Rah ^,13O war, hat diese NO (ein leicht verzeihlicher Fehler), und hatte er einmal . pjiy rf'D, so muß Nab natürlich nfpn gestorben sein. Das nLODJl na'pn D3G&Q bezieht sich auf den Tod Samuels, und wirklich steht, das ,-»O"pN ->O031 in der Vitry'schcn Rer. bei dem Lode Samuel's. Rap. korrigirt diesen Text anders; er setzt für nV (28) lieber rv3 (58), so daß er die Jahre von p"m bis ^>pn, in denen er blos als Amora fungirt, mitrechnete. Ich würde gar nichts gegen, diese wunderliche Korrektur haben, wenn sie nicht Alles gegen sich hätte. 1) Erstens hat sie gegen sich die alte Tradition (Scd. Ha-Dor. 44 d), daß Rab nur 24 Jahre Rösch Jeschiba war, und nach Rap. wären es 58, das, wie -ich glaube, selbst bei Eisenbahn-Aktien eine große Disterenz ist; 2) müßte doch Rab ONO^b M"pN gestorben sein, wenn er flDDlpb p"n hingekommen, was gegen Juchasin (106 a.) wäre, der wbw) O'Dböt 'l setzt, was doch nfpn und nicht li/pn ist; 3) ist es gegen Scherira, der (SR.) sagt: O'obtt 'i Nim (rup-n) mpn njcsa m ivw rvwb '3?; 4) müßte doch Samuel, von dem es heißt: jw 'n rpnnb rpvn bi-OKM jr»), im Jahre nrwb n"opn gestorben sein, während es bei Scherira (ib.) heißt, daß er ''1 D'sfrN ’l, was nnwb 2v"pN ist» 5) ist dje Vitry'sche Rec. des »NO dagegen, wo es ausdrücklich heißt n2# und daß er nJffpn gestorben. Kurz ich hatte meine Gründe, die Textverbefferung Rap.'s nicht anzunehmen, worüber er sich-bitter beklagt, ab-er das konnte mir nicht einmal im Traume einfallen, daß das ein Plagiat sein soll! Rap. „Roch mehr scheint Hr. Fürst dort (Anm. 224) ganz verwirrt zu sein, indem er absichtlich zweimal zu dem Wor-le ^p"n ein ei »klammert vo rn. Was soll dieses bedeuten? Wie es scheint, denkt dieser Forscher, daß vis Rab's Ankunft in Babylonien 1530 d. s. A. sei, und doch weiß jeder Anfänger, daß er erst bpfi' oder pfi hingegangcn! Und was soll das Ales bedeuten, daß er für Lausend gehalten?" Von einem Polak kann man keine logische Sprache erwarten, ich erwarte sie auch nicht von Rap., zumal er gerade in diesem Sa tze sich des gemeinsten polnischen Kniff's bedient. Er sagt, ich scheine verwirrt zu sein, indem ich absichtlich, zweimal vor dem Worte bp"n ein Ales emgeklammert vorn. 1) Wenn man etwas absichtlich und zweimal thut, so setzt cs voraus, daß man überlegt hat und nicht verwirrt ist, das sollten Sie selbst als Polak wissen. 2) Ferner wenn Sie glauben, daß iches ru»DU unb. UW gethan, so blieben Ihnen zwei Wege offen, die n3rD zu erfahren, entweder Sie würden über den DW0 nicht hinausgegangen sein, od er Sie hätten bei mir angefragt, und ich hätte Ihnen die ruig mitgetheilt. 3) Ferner hätten Sie schon als Oberjurist in Prag mir keine Verwirrtheit zuschreiben sollen, da sie in demselben Satze doch sagen, ich hätte es.rn^gO und O'OM gerhan, und Sie hätten schon Ihr Publikum so viel achten sollen und bedenken, daß ihm dieser un»vürdkge Widerspruch mißfallen würde. 4) Ferner sollten Sie schon so viel in Deutschland gelernt haben, daß man bei einer Anschuldigung sich keiner Unwahrheit bedienen muß, da doch derAngeschuldigte sie gewiß aufdecken wird. Ich habe nicht vorn das ei »geklammert, als bpn(tt), sondern hinten (-r)bpn. Sie fragen: Was soll dieses n bedeuten? Wenn Cie nicht wissen, was es bedeutet, so hätten Sie fragen sollen, am allerwenigsten hätten Sie eine Bedeutung unterschieben sollen, da Sie doch selbst fragen, was es bedeutet. Sie sagen, ich hätte bis auf Rab's Ankunft gewiß O'W bpn gerechnet, und indem Sie mir das unterschieben, sagen Sie dann, daß doch jedes Kind weiß, daß Rab bpn oder pn erst nach Babylonien, gekommen. Für dieses Unwürdige muß ich mir eine Züchtigung für Sie versagen; diese Logik ist so verfahren, daß ich selbst dafür kein Wort habe. Wenn jedes Kind das weiß, Herr Polak, wie konnten Sie mir die Unkenntnis zuschreiben, und wie dürften Sie mir absichtlich einen Sinn unterlegen, der da beweisen soll, daß ich nicht das weiß, was jedes Kind weiß, da Sie doch selbst gestehen, daß ich es mit Absicht und Bedacht geschrieben? Und haben Sie denn nicht in die sem Aufsatze taufend Beweise gehabt, daß ich nnw JOD1? Zu berechnen weiß, und in der That weiß cs denn nicht jedes Kmd zu berechnen? Wie konnten Sie nur so thöricht sein, mir zuzumuthm, ich hätte absichtlich mich mit 1000 Jahren, sage tausend Jahre, verrechnet? Bin ich etwa ein Gott, der d\W Fjbtt blDDtf bewachtet? Doch ich thue Ihnen unrecht. Sie waren nicht thöricht, Sie waren nicht beschränkt, Sie wollten blos einen polnischen Kniff brauchen. Sie wußten sehr gut, daß man nicht einmal bpn (N) schreibt, wenn man mit dem n bieSaiu send bezeichnet, sondern bpn N, noch besser wußten Sie, daß man nicht (n) bpn schreibt, und wenn Sie nicht ein. verkehrter Polak wären, so würden Sie gewußt haben, daß so gut ich dort auf deutsch sage218—19 n. Chr., eben so aufhebra'isch (tt) bpn d. h. bpn oder ^bpn. Und Sie wußten es recht gut schon aus den eingeklammerten 218 (bpn) — 19 (ftbpn), aber Sie wollten gegen Ihr besseres Wissen polemisiren, und darum mußte ich auch gegen mein besseres inneres Gefühl gegen Sie eine solche Sprache führen. Wahrlich Sie würden sehr schlecht bestehen, wollte man Ihre Daten kritisiren und beleuchten, ohne daß man zu einer Lüge seine Zuflucht zu nehmen braucht; Ihre Jahresangaben bei pW 7WD % pw crrDN p-& jrg r» , abw -w m , Dnpy pW.; pWpwmu. s. w., sei es in Ihren Onbin oder in der Vorrede zu den D'JIWn nnwn, sind sämmtlich falsch, sie differiren. beständig um einige dreißig Jahre, und Sie dürfen es nicht als Prahlerei ansehen, da ich stets bereit bin, es Ihnen zu erweisen, was übrigens in meiner „Geschichte der jüdische Literatur in Babylonien" ohnehin, und zwar ohne