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Der Orient · 1847-11-26 · 48 (26.11.1847) · p. Spalte 763-764

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Journal
Der Orient
Volume
1847
Issue
48 (26.11.1847)
Date
1847-11-26
Page
Spalte 763-764 (sequence 6)
Language
German
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763 Studien. Parabeln und Sentenzen in der Haaada. 764 for hot bm firr,ty jmJo («W) .son 'i tin nsci r.nisy 21 JnJ ls6 D"p . «TW und diesen Ausdruck NNIL' sagt er von Hab, Samuel, Jochanan u. s. »r. Schon daß Rab, ebenfalls driN'v genannt wird (Chullin 157b!) beweist das Gegentheil' von Rap.'s Meinung und ich sagte noch bei der Darstellung Abba Schela's Anm. 270 : „Damals hieß' die Hochschule >rn'D und der Rektor wurde R esch Sidra genannt. Die Wirksamkeit bestand im Vortrage der Misch na und deren Erläuterung, zu welchem der Rektor sich der A m orä's bediente (Ioma 20d). Neben Sch ela lehrten oft noch andere bedeutende Lehrer, die gar nicht etwa untergeordnet waren und die sich sogar Herausnahmen, ihn in harter Weise zu Rede zu stellen, oder gar, wenn er gegen die Tradition gehandelt und entschieden, in Bann zu thun (Iebamot 121 a). So treffen wir den Zustand bei R. Schela." Diese Stelle.scheint Rap. gar nicht gelesen. zu haben. Uebrigens .habe ich noch zu bemerken , daß Rap.'s Berufung auf Nrrio NIN (Pesachim 105 b) erst aus Rabia gestohlen ist, nur unrichtig angewendet. Ich bin nun mit den Anklagen Rap?s zu Ende. Es war mir etwas Widerwärtiges einem Polak in alle seine Ranke und Schliche nachzufolgen und bald die schmutzige Gesinnung aufzudcckcn, Lügen zu enthüllen bald die Entstellungen zu zeigen, ich' mußte es aber thun wegen der noch schmutzigern Nachtreter, die mit Rap. Brocken in der Literatur herumschachern. Nun bleibt mir nur noch ein Rechentanz mit diesem Polak vorzunehmen . Rap. besinn t sich nämlich nach einer z-iemlich großen Unterbrechung und bellt von Neuem, aberrecht , aber er widerkäuet vlos, was schon dagewesen, und wie alles Wiederholen nicht mehr reizen kann, so auch das seine. . Rap- „Der Red. des Or. (1847 Nr. 4) stimmt mir bei, daß bei Rab aus ^5) die Zahl p"n gemacht werden muß, aber ohne mich zu nennen. Ich konnte aber anfangs gär nicht bestimmen, daß Rabbi gestorben, bis ich p'n aus bpn gemacht, aber der Red. nimmt es als etwas bekanntes an, aber er hat es nur von mir."' Ich habe bereits oben meine Quellen zu pjp für y pn yachgcwiesen, auch daß Rabbi ^'p^ gestorben, d. h. 2 Jahre nach Rab's Auswandern,-habe ich oben nachgewiesen, und diese Nachweise sind aus Iuchasin und Seder Ha-Dorot, die Rap. nicht gepachtet, und es ist also natürlich, daß ich nicht citire, wenn ich;Tnoi PONN citire^ ich hätte auch sonst sagen muffen, Rap., der es für das seine ausgiebt, hat es gestohlen aus Iuchasin und Seder ha-Dorot, und ich wollte dergleichen von meiner Abhandlung fern halten. Es ist aber nicht genug , daß man weiß, Rab ist pun nach Babylonien gekommen, Rabbi ist 3”pn gestorben, sondern daß Rah nach Iuchasin (106 a) gestorben ist wbw) p'&bbt 'l d. h. 243 n.^hr. und daß er m'i? .Hin (Seder Ha-Dorot 44b), folglich 219 m Ehr. Wvgu Sora geworden ist und bis dahin , d. h. von pD bis 219 n. Chr. *nibfiO n^- Dp oder bei R. Schela war. Das ist so klar, daß selbst ein galizischer Qnerkops es einschen muß. Wandeln wir 219 n. Ehr in nn^y imvfo ist dies ^pn oder ^5,, was übrigens jedes Kind weiß. Wir haben also folgende chronologischen Data: 1) p"n ist Rab. nach Bab. gekommen 2) ^pn Rabbi's Tod; 3) b,fpn ot,V Nb'pn Gründung der Hochschule Soras; ' 4) n:"pn, nämlich als von fi^pn, Mö vhw) ü'übtt >m\, Rab's Tod. Gegen dieses dürfte selbst der Erfinder der pcrvp^n, der R. Jakob Polak, nichts einzuwendcn haben. Mir werden sehen, wie Rap. dieses unschuldige einfache Datum auf den Kopf stellt. (Beschluß folgt.) Kritische Untersuchimg Über die Originalität der im Talmud und Midraschim vorkommenden Parabeln «nd Sentenzen. Mit Bezug ans die Pambcl» und Sentenzen in den Evangelien. .(Fortsetzung.) 'Erachin 16 heißt es: ttf’ DX ’JN HDn öY-ION po llv'p h -i2.v dn , nnsin hpoa' nn im 7’J’j; po .*T)»p V *I2N , -pp. Dieselbe- Grelle sindet sich auch in Baba Batra 15. Al fast hingegen zu Baba Mezia citirt dieselbe Stelle,. jedoch mit der Variante: 'pl “p J&y p2Q.DD'p )b 1CN.DN. Daß aber die erstere Leseart die richtigere sei, ergibt sich aus Mt. 7, 3. Lk. 6, 41, wo es heißt: to ys ßls7tsig to xo tv reo otpftalfiG) rv; ccdslcpovrov zrjv ys ev tco «ro> ocp&ahfico 6okov ov Kazavqeig (Was siehest du aber den Splitter in deines Bruders Auge und wirst nicht gewahr des Balkens in deinem Auge) das dort ww der Talmud haben es aus einer Quelle, aus den Fragmenten der pharisäischen Schule geschöpft, und die bei vorkommendem Zweifel sich 'gegenseitig ergänzen. —- II. ' Die meiste Ähnlichkeit, ja sehr oft eine und dieselbe Ausdrucksweise haben die talmudifch-midraschifchen Parabeln und Lehrsprüche mit denen der vier Evangelisten, so daß es uns gleich beim ersten Anblick klar und außer allem Zweifel gesetzt wird, daß beide, Talmud und Evangelium, aus einer und derselben Quelle geschöpft, das Geschöpfte aber nach ihren eigenen individuellen Ansichten, und wie es dem von ihnen befolgten Systeme anpassend war, arrfgefaßt und verarbeitet haben. Die Urquelle aber, die ihre Gewässer diesen beiden, in Folge der Zeit so divergirenden Strömungen ge-

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