Der Orient
- Journal
- Der Orient
- Volume
- 1847
- Issue
- 48 (26.11.1847)
- Date
- 1847-11-26
- Page
- Spalte 761-762 (sequence 5)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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761 Kritiken. Rapäport und der Brief Scherira's- 762 cigcnttid) Rap. nur auf diese einzige Seite des Sr der Ha-Dorot hätte zu verweisen brauchen/ In Bezug auf ,7r^2N2 ‘PN^DJl 71 habe ich in der erwähnten Anm. l9 die Notiz aus Cod. Theod. de Jud. I. 22 angeführt, daß im Jahre 415 durch ein Gesetz des Kaisers Honorius u. s. w. die Nasi-Würde aufgehoben wurde und Luzzatto würde demnach richtig korrigirt haben nhL3E& WVl für was ungefähr in diese Zeit fällt. '. Nun verfolge ich weiter die Ausstellungen des Oberjuriftrn. Rap.: „ Bei R. Natan schreibt er (Fürst) über dessen 49 Middot nach meinem Briefe an den Verf. des^n V\lb üb. Jesod More (p. 13) und wie von mir anführt der Forscher Dr, Zunz (GV. 34- 31?)"*) Zuerst, wollen wir Hrn. Hans-Jörgel's Druckfehler korrigiren, es st ehr bei Zunz zr. 91; ob in der Angabe bei Liwjat Chen auch ein Fehler ist, wissen!wir nicht, da wir dieses Buch nicht besitzen. Rap. sagt uns, daß Zunz seine Ansicht über'dieses Werk Natan's mitgetheilt, und ich hätte mithin diese Ansicht mir zugeekgnet. Nun sehen wir. diese Ansicht vyn Zunz-N'apaport oder Rapaport-Zunz genau an. Es heißt GV. S. 91: „Einen wichtigen Platz'in der altern halachischen Literatur nahm das Werk ein, welches den Namen führt : die 49 Middot, auch Mischna, von Spatern Boraitha oder Midrasch genannt, und dessen Raschi, ben Esra, Losafot, Jatkut, R. Ascher gedenken, und zwar nennt den Esra ausdrücklich R. Nathan als Verfasser." Ferner: „Nun bestätigt es sich aus den talmudischen Schriften , daß R. Nathan es liebte, in der Halacha sowohl als in der Hagada, das Zahlenverhältniß der Dinge anzugeben." „Man darf demnach annehmen, daß dieses — jetzt verlorene — Werk des R. Nathan zum großen Theile seine Mischna^s enthielt und nach der Zahlenfolge von 1—49 rubricirt war, so das) in jeder Rubrik unter der Eingangs-Formel riNQ ''' 12 halachische, hagadische oder sonst wissenschaftliche Gegenstände, die in Bezug auf die Zahl dahin gehörten , aufgeführt wurden." Sehen'wir nach und summircn uns zusammen, was Zunz - Rap. von diesem nicht mehr exiftirenden Buche hält. Es ist: 1) halachische n Inhalts; 2) es reiht die Halacha's nach bm Za h l e n zusammen v. l—49 j 3) es kommen darin auch Hagada's vor, die'aber ebenfalls nach den Zahlen, aneinander gereihet sind. ■' Ist es so, was Zunz - Rap. meinen? Nun ich will hier die schlagende mit einer Fülle von Gelehrsamkeit herbeigebrachte Widerlegung desrr:!>n p. 4d—7 nicht wiederholen; ich glaube nicht, daß je ein vernünftiger Mensch, der diese ausgezelchnete Widerlegung liest i an die Exposition von Zunz glauben kann^ und ich zweifele nicht daran, daß Hr. Zunz jetzt nach 15 Jahren es selbst nicht glaubt. Doch , wie gesagt, abgesehen davon, so möge das Publikum nochmals lesen, was ich darüber gesagt: *) bw hno üV noi by ono :)rtf 'i bxHi /pp;wy)>niD iw by \n mb DDnn nVvtün in jttjncnas) i"]) ym i’n npnn DDnn 'üwh tt'2vw .(n.vs^n*? nV ,,Die neun und vierzig Middot / eine Barajta5>, d. h. eine nicht für den Bortrag in der Hochschule bestimmte Sammlung von Lehren mathematischen Inhalts, in talmudrscher Weise großentheils ans der Schrift eruirt oder angelehrt an Schriststcllen dergestallt, aus fünf Kapiteln und 49 Dibburinr vd. hatachischen Lehrstrtzen bestehend. Dieses Werk, außerhalb der eigentlichen (traditionalen) Theologie, wurde fast bis ans die letzten Jahrhunderte herab stets mit Auszeichnung erwähnt. " Das ist Alles, was ich darüber sage, und das ist von A." bis Z. anders, als Rap.-Zunz es darstellt. Nach meiner Darstellung ist es; 1) nicht Halachischen sondern m a t h e m a t h isch e n Inhalts; 2) nicht daß es die Halacka's nach den Zahlen zusammenreiht von 1—49 (eine Fiktion Rap.'s), sondern weil eS in 49 Dibburim zerfällt heißt es nHD d'ü; 3) Es kommen keine Hagada's darin vor, vielmehr steht es eig. außerhalb der Theologie. Ist ein größerer Gegensatz möglich? Wirklich ist das das Einzige was ich mir m Rap.'s Angriff.gar rncht enträthseln kann. Doch will ich hier dre Entgegnung fallen lassen, ich will bei dieser Gelegenheit dem Leser auch angeben, wie ich dazu kam das gerade-Gegenthnl von dem zu behaupten, was Rap.- Zunz darüber gesagt. Jbn Esra als er von nfi12n nD2H oder der Mathematik spricht, sagt: t212 2 fl JTP DN bü nno d"» d.i nrim |n3'“), und da ich aus dieser Stelle vermuthen mußte, daß Jbn Esra.die 49 Middot noch gesehen und Zunz-Rap. sie gewiß nicht gesehen, so mußte mich dies überzeugen. .Nun kommt noch.dazu, daß Komtino eine große Stelle daraus anführt, die ich selbst LB. 1840 Eol. 158 mitgetheilt, die Jbn Esra's Worte bestätigt — das es nur mathematischen Inhaltes gewesen. Auch Sabbatai b. Malkies, ein Kommentator des Jbn Esra's Sefer.ha-Schem, thcilte eine Stelle daraus mit, wonach ich meine Angabe machte. Uebrigens habe ich in einer Note auch die Gründe, die mich zu dieser Ansicht geführt, genau.angeben. Rap. .„Siehe dort Jahrg. 1847 Nr. 2, daß^Resch Sidra (^77^12 W'l) in Babylonien Name für. das Haupt sämmtlicher Lehrer war und daß Sch ela ,so genannt wurde und dann auch Rab. Aber gerade dieser Name beweist, daß damals dort keine mar, denn Reich Sidra bedeutet hlos Vorsteher bei gottesdienstlichen Einrichtungen; jedoch hat man ohne Zweifel den Gelehrtesten zu düser Würde gewählt." Nun obgleich dies eigentlich nur Wortklauberei ist, so will ich doch diesen Punkt hier näher berühren. Abba Schela war eigentlich nicht blos Gottesdienst-Einrichter, es heißt fn lütf , nDN *1 m , irfy üp 27 27 N7DH und überhaupt aus der Art und Weife, wie er angeführt wird, sieht man, daß er Schulhüupt war. 3irnrN7)DNrD'N3n 77D heißt es auch einfach : D'2 N^-rnnJD 7n*>ni S^dn nun) boob 22 77v t^npn rrcn ”) Beiläufig gesagt, muß Ba raj ta nicht Boraitha geschrieben werden. -