Der Orient
- Journal
- Der Orient
- Volume
- 1847
- Issue
- 48 (26.11.1847)
- Date
- 1847-11-26
- Page
- Spalte 759-760 (sequence 4)
- Language
- German
- Belongs to
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Kritiken. Rapapyrt und der Brief Scherira's. 769 759 _ M wäre ga wünschen, daß Hr. L. über diesen Gegenstand (Sitten und Gebräuche) bald mit einem größer» Werke auf die Bühne der Geschichtslrteratur äuftrctcn möchte! — .Schneidemühl im Nov. 1847. Louis Weyl. - S. L. Rapaport in Prag und. seine neueste literarische Thätigkeit. Ein Beitrag zum Verständniß des. Scherira'schen Briefes. (Fortsetzung.) - - Ad. LV. Die Reihenfolge der Nesiim in den 13 'Geschlechtern, m ei« t Rap. wäre aus seiner Mittheilung Kerem Ehemed IV. 27 entnommen und ich will nun hiernachweisen, daß es damit wie mit den frühem Anklagen gegen Anmerkung lH fein SBeroanbtnt^ hat. Es heißt Sabbat 15 u * ,-ttdin nw viru pm, , pjw , V?n welche Stelle ich dort anführte; wir hatten demnach: 1) Hillel, 32 v. Ehr. Nasi; 2) Simon b. Hillel; 3) Gamliel b. Simon ha-Saken; 4) Simon b. Gamliel, st. 68 n. Chr. C6S-f~32= 100)v oder er wurde vielmehr hingerichtct. Rap. sieht, daß diesem , nach nicht von'einer Bestimmung der 13 sondern von 9 Geschlechtern nur die Rede sein kann. Nun heißt es (Sed. Ha-Dor. s. v. Gamliel) : , tptn bN'bDj pn p ,' janin ty"n: p , man' bsPa-i pn pninn in« n'Bu rrn, ferner (>b. ib.)r ,'IK pyosy 'm U3 '3n bsy/'inc wir hätten mithin: 5) Gamliel b. Simon aus Jamnia , zum Unterschiede von seinem GB. Gamliel Ha-Saken z 6) S i m o ti K G a m liel; 7) Rabbi oder J e h u d a Ha-Nasi b. Simon b. Gamliel. Es kannalso von einer Bestimmung der Geschlechter von 5—7 auch nicht die Rede sein, zumal wenn man-bedenkt, daß der Seder Ha-Dorot bei jeder dieser sieben in den Quellenangaben und Bestimmungen sich erschöpft. In der Lhat war über diese 7 Geschlechter nie ein Zweifel,'es heißt auch von dem siebenten: rimor, natpn m, Ennpn xinv bbnb ’yumn Nin uni U'3N \ DnnaNb yatyn n"y «'an (Juch. 21 b); ferner: , pyaa/hp' wm , *nan -an «npn , Nwn rmT -i in , ua pycs? , bbn . bbna Nim , man b^boi p ua raap bN'buu 'n , ua Jnnjn pyraty 'an , ua jpin ua '2a , Ua JpW 'a (.©<*>• Ha-Dor. s. v. 106 b), Gikbt eS etwas Deutlicheres als dle Aufzählung dieser Geschlechter von Hillel bis zu Rabbi? Und wenn ich noch hinzusüge, daß. jedem dieser sieben im Seder Ha-Dorot ein eigener Artikel gewidmet ist, so wird der Leser wohl begreifen , welcher polnische Kniff dazu gehört , diese Reihenfolge bis Nr. 7 sich *) Als im Gegensatz zu im. vindiciren zu wollen. Und mit den übrigen sechs Nachfolgern geh t es nicht beffer. Es heißt Juchasin (21 b): p ly Wn -'-jDwipn um .p'.v!?^ö 'n" p -mw n-hrp h nnP pl.N, wir hatten demnach nach Rabbi: 8) Gamliel b. Jehuda Ha-Nasiz 9) I eh ud a Nisia b. G aml i e lz 10) Hi l l e.l b. Ga m l i e l. > - Es heißt ferner: f-\ p bN'bbj Ja p;, rjNm.'a % uaMin mayn ipw 01-pn U’aa, ferner s nN’^ rnin’ 'a bi» ua n'eut bbn jpin bbna A an nvu niayn'Jpn Bon diesem Hillel heißt es «Juch, 164 »>; nyt^an niaba nauey' na'von npos ia bisaty ’oani un. n'av m bbn -a nnw jan’ ■jiDbn ba naiDDa ub iaoa Ninn ana i’.aty oupim maN.a dai nin ipinoni paan pasynn U’pnm pa'a .an'NLt nbapi DHE ‘ '-^DDn*' Dieser Hillel war ein Zeitgenosse von Josef, Abbaji und Raba u. bl. um 358 n. Chr. Da es allenthalben heißt von diesem Hillel, daß er JjpbT “in war, und indem er Sohn des oder war, so war es in der Lhat kein großes Meisterstück, die Stelle in den ro zu verstehen, wo es heißt: v'dk'M mar-! 'a p Na'yt ’m bts» 13a , n’oa', das würde, wie ich glaube, rin Junge im Cheder.auch verstehen. Doch berührt das mich nicht, ich ging in der Note gao nicht speciell auf die einzelnen Nesiim em, ich zählte sie blos auf, und wir sehen, daß klar und deutlich, ausführlich und sehr genau, die z e h n Geschlechter von Hillel bis Hi l te t aufgezahlt werden und jedem dieser zehn widmet der Seder ha-Dorot einen eigenen ausführlichen Artikel, und ich begreife Rap.'s Einbildung nicht, er hätte die. Reihenfolge der Nesiim erfunden. Jedoch vielleicht meint er es mit den letzten d r ei e n, und es sollte blos ein Kniff sein, dreizehn für drei gegesagt zu haben Gut. Wir wollen zusehen. In-Juchasin (87 n) heißt es: 1 aa aion m iaa’atn b”i cuiisUnasoa bbni) ua nk’w natn’i ua bN’boJ 'aal , rnpn ./nianrnn rrs: s-a^-.a H’an^ lua 'iajin pn a^N , (ua 'ai , ua rm.au , bbn n? b^ ua bx’baj 'aj maa»'b bp“r , U'aria bN’buj. Dieselbe Stelle führt auch Seder Ha-Dorot an (87 e) und das eingeklammerte U3 ist im Druck des Juchasin ausgefallen, aber aus dem gleich folgenden bbn ni bs- Ua bdl'bll) 'ai ist es leicht zu ergänzen. Daß aus dieser Stelle allein auch/ die letzten 3 Nesiim richtig angereihet sind, sieht man leicht, also 11) Gamliel b. Hillel jpn?^ > 12) Jehuda b. Gamliel; 13) Gamliel Batraa b. Jehuda. Ist das nicht klar und braucht man erst ein mi p DJUn Lu sein, da doch in der Einleitung zu Anm. 19 die Quelle genau angegeben ist? Noch possierlicher wird die Anklage, wenn man sich den Seder ha- Dorot an sicht, wo es 44d mit einer g roßen Ueberschrift heißtbbn iv bbnu vn'n nbb'brr' -sb ^ni. und dann heißt es: (1) 'baan pln bbn , (2j ua ipai^ ’i, (3) jpin bdl'-raa 'a, (4) .lanJn bN’baj p pypcy % (5) nja'a bN'bo.1 S , (6) 'V'be'.n tiyDcy 'a , (7) nain' 'a N’tyjn, (8) ua bN’bpj Ja , (9) ~n’eu minv'a , (10) U3 N'b'Jn bbn, auf welcher Seite noch die Stelle aus dem