Der Orient
- Journal
- Der Orient
- Volume
- 1847
- Issue
- 47 (19.11.1847)
- Date
- 1847-11-19
- Page
- Spalte 749-750 (sequence 7)
- Language
- German
- Belongs to
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- Cicero 1× ep/1024888
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749 Studien. Parabeln und Sentenzen in der Hagada. ... 759 hält, nämlich : , «up nra riosw rii jnson nn ny&'s 'htini; imd im Winter des Jahres 1614 voll ihm in Vets nbgcfaßt wtvrde, erzählt unser Ivel, dass er mit der Hochzeit seiner, tincn DDn TE&fb wahrscheinlich dm David den Samuel ha-Levi, Verfasser des niD' 3NI, heirathenden Tochter zwar sehr beschäftigt sei; dennoch aber dies Gutachten abzugeben sich nicht habe abhaltcu lassen. Dies Gutachten findet sich in rr.NKfö des Binjamin Ahron bar Abraham Slonik ohne Datum als das 112. al'gedruckt. — Im Glltachtm 91 schreibt er: TO '^n.1 ipDnw’ n:nö .. sW tkv anirn tte r6npn und unter das 104: rV&y w "Hn anna tto omm-anD, woraus wieder hervorgeht, was wir so oft zu bemerken Gelegenheit fanden, und was noch einer genaueren Erörterung bedarf und gar vielen Stoff zur Geschichte der Juden in Polen därdietet, daß nämlich--große Rabbiner und Gelehrte zu den Märkten bedeutender Städte sich versammelten, und das Politische und Religiöse gemeinschaftlich beriechen. -— Das 103. G. handelt über eirim Musiker, der nach der Taufe in den Dienst Wallensteins (p - *&))) getreten , an der Pest gestorben und ans dem Felde begraben sein siollwie zwei jüdische Zeugen von Christen, die angefragt solches selbst erzählten, gehört zu haben, bekundeten^ : v Dr. Frä n kel. Kritische Untersuchung über die Originalität-er im Talmud und Midraschim vorkommenden Parabeln und Sentenzen. Mit Bezug auf die Parabeln und Sentenz«! in den Evangelien. (Fortsetzung.) ' I. Stammen auch alle Geister aus einem Urquell des Lichtes, so leuchten nichts desto weniger verschiedenartig die von ihm ausgehenden Strahlen. Was die Farbe der Lampe für das materielle Licht, das ist die Individualität des Menschen für das geistige. Finden wir diese formelle Verschiedenheit selbst an mechanischen Werken, wo. uns doch ein Muster als Vorbild dienen kann, und äußert sich schon darüber der berühmte Cicero: Duo cum faciunt non est idem. Wir haben also ein sicheres Kennzeichen, wodurch wir Plagiat von Eigenthum, bloße Nachahmung von Originalität zu unterscheiden vermögen. Das Kleid , die Ausschmückung, oder die Art und Weise, wie ein Gegenstand von unserem Geiste aufgefaßt und behandelt wird, was mehr Sache der Imagination, muß jedenfalls eigenthümüich, der Kern, das eigentliche Wesen kann und wird auch in sehr vielen Fällen, wenn auch nicht allen, aber doch den meisten großen Geistern ein Gemeinschaftliches sein' und bleiben. Es wäre nicht uninteressant, ja müßte mannigfaltigen Nutzen auf dem Gebiete der Forschung und der neuern Literatur gewähren, eine Zusammenstellung aller Sentenzen, Sittensprüche und Parabeln , wie sie sich iw Talmud und Midraschim und in andern gleichzeitigen oder spätirrfolgenden Schriften vorsinden, zu veranstalten und zwischen ihnen Parallelen in Rücksicht ihrer Originalität zu ziehen. Ein solches zwar mühsames Streben, würde uns nicht blos einen Beitrag zur Geschichte und Charakteristik älterer Schriftsteller: liefern und unser Verlangen nach der Erkenncnlß, wer dev erste oder nur 2X^>optiöüQter btcfei: oder jener Idee sei, zur stellen wissen, sondern sehr oft Aufhellung, und Erläuterung mancher dunkeln, bis jetzt für unauflöslich gehaltenen Stellen., durch ihre Mitemandcrvergleichung darbieten. Wir wollen hier blos einige Beispiele anführen; werden jedoch im Verlaufe dieser Abhandlung mehrmals darauf zurückkommen. Sabbat 151 b heißt es: nN p^bpl (NDS”/"» nn.3 Dieser Ausspruch scheint aber allerErfahrung. Trotz zri sprechen, wie schon der Talmud selbst die Frage aufstellt : pWn iVHT? Ferner ist es auffallend , - warum ge* rade warum nur nn '3^, da nach dem vom Talmud unterschobenen Sinne, dieser Ausspruch' analog der dort angeführten Stelle: U1X2 r\ttb)W iW 'pN von jedem wilde» Thier.e und auch ln Betreff eines einzelnen Menschen Geltung haben soll? Freilich sucht sich Rasch: daselbst aus dieser Klemnre zu befreien und erklärt es wie folgt: •»in '3N pNn mr b by avoinn D3*hai .stot) yninV tea hier scheint aber Rasch: seine eigene Erklärung des Wortes rr,'DD ]3'ppl j'ipüfcni rn zu Erubin 5. WnQkVD) vergessen zu Haben; indem es sich da nicht um eine aus Bibel vermittelst exegetischer Erklärung gezogene Lehre, als eine aus Erfahrung genommene Wahrheit Handelt, deren Entstehung auch außerhalb der jüdischen L-ehre zu sinden sein mag. Wir glauben aber den wahren Sinn dieser Stelle durch Vergleichung mit den Aussprüchen griechsscher Schriftsteller aufgefunden, zu haben. Im griechischen, vorzüglich im poetischen Styleist der Ausdruck pova$ Ikw? „einsamer Löwe" nicht selten. Aelian (IV. c. 3) gibt nachfolgende Beschreibung von diesem Thiere, wodurch wir Aufschluß über bewendete Benennung erhalten: „Wölfe zwar zwei, auch zwei Pferde weiden zusammen, zwei Löwen aber nie. Ein Löwe und eine Löwin , gehen weder um Beute, noch um Trank denselben Weg." Aus Be- 3) Papa sagt: wir haben die Ueberlieferung, daß eiin Löwe zwei Menschen zugleich nicht ansällt.