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Der Orient · 1847-11-19 · 47 (19.11.1847) · p. Spalte 743-744

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Journal
Der Orient
Volume
1847
Issue
47 (19.11.1847)
Date
1847-11-19
Page
Spalte 743-744 (sequence 4)
Language
German
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743 Kritiken. RapaporL und Scherwa^s Brief. 744 mehr gab es nicht —) als Mitbeweis anführtedaß man in Babylonien das Studium der pjd tylW »T))n betrieb, da ich mich weder darauf einließ, zu sagen, welches Land darin größer war, noch wo die Originalität zu suchen sei. Und in der Lhat war auch vor Rab dort' eine Schule; als Nab hinkam hat er ja eine Schule des Schelr bei Neharde'a angetroffen und aus dem. hatte Rap. wissen können, daß % der in Babylonien, eine Autorität war. Rap. sagt weiter: „Ied enfalls kehrte Keiner zurück". Gut, ich habe das Gegentheil'nicht behauptet, da davon gar nichts abhangt. Rap. fährt fort: „Jedoch um das Blatt zu füllen hat der Sammler (—nach einem polnischen Kniffe belegt er mich mit diesem Titel—) die Reihenfolge der Nesiim von Hillel und seinen Nachkommen hingestellt, und diese waren auch nur in Palästina aber nicht in Babylonien. Aber diese ganze Reihenfolge , durch 13 Geschlechter, ist nur nach dem wie ich sie in Kerem Chemed iV Br. ,27 hm gestellt. Er hat es auch nicht unterlassen beb Hillel die Megilla der Chaschmonäer auszustiyren, wie ich gezeigt in meiner Biographie des Nissim (Anm. 9), nur heißt es dort die Alten des Hauses Hillel d. h. die Schüler, die Nachfolger aber nicht Hillel selbst. Bei Rabbi bemerkt er auch, daß er. NT<yi om geheißen ohne allen Beweis, wobei er sich aus meine neue Erklärung eines dunkeln Satzes des QWry T1D verlassen. Ebenso hat er Todesjahr und Monat Rabbi's ohne Beweis hingestellt, auf meine Erweise nach vieler Forschung und- Mühe sich verlaffend; der weise Forscher Dr. Jost Hat.mir bis jetzt noch nicht darin zugestimmt, sondern er bleibt vielmehr dabei, daß Rabbi viel spater gestorben, aber der Sammler-hat mir die Ehre erwiesen und nach meiner Meinung entschieden, jedoch ohne mich zu nennen". Bei dieser langen zerfahrenen Schwatzerei, wo der polnische Kritikus von einem Gegenstände zum andern hinüberstrefft und dann wieder eines ins ändert verflicht müßte ich den geraden Weg der Widerlegung aufgeben, wollte ich ihm Phrase für Phrase folgen. Allein ich will die Hauptpunkte der Anklage, ohne daß der L§ser eine einzige verlieren soll, systematisch zusammenstellcn und dann' deren Nichtigkeit Nachweisen. Bevor ich aber dazu schreite, muß ich vorerst dem Leser in Erinnerung bringen, gegen was kn meinem Aufsätze diese ganze Masse von Anschuldigungen gerichtet ist; ich muß dies um so eher (hun, als Rap. so recht nach ,b*r Sitte seiner Landsleute es nicht gesagt, um das Publikum glauben zu machen, es wäre gegen meine eigentliche Abhandlung gerichtet. Unter den drei-tausend Anmerkungen,, die sich in der Abhandlung befinden, ist es einzig die Anmerkung LS, gegen die alle seine Anklagen gerichtet sind, unfo wenn er nicht ein verkehrter Polak gewesen wäre, so hatte er dem Publikum sagen müssen, daß noch immer 2999 Anmerkungen unangefochten bleiben. Unter den Hunderten von Paragraphen, aus denen diese Abhandlung besteht, sind es 4 Paragraphe, in denen er in dem erwähnten und in den noch zu ermahnenden Angriff, etwas auszusetzen findet, und wenn <r einen Funken von Ehrlichkeit gehabt, so" hätte er es sagen müssen. Allein ich will miL ihm darüber nicht rechten, d. h. von ihm eine ehrliche Widerlegung nicht erwarten und ich erwähne es hier nur, um das Publikum in den wahren Stand der Sache blikken zu lassen.. Also unser angeführter Satz von Rap. polemisirt gegen Anmerkung 19; dort habe ich die Reihenfolge der Nesiim gegeben, dort von Rabbi's Todesjahr, von 'y*\ gesprochen, und er hätte es viel einfacher sagen können „die Anmerkung 19 ist von mir." Und in der That, wäre Rap. ganz einfach so arrogant gewesenohne jene nichtssagende aber niederträchtige Klauberer, und wirklich das gesagt, so würde ich wahrscheinlich zu ihm eben so allgemein gesagt haben: „ich schenke ihm die Anm.!9 ganz und gar, mit den 13 Nesiim, mit iN-py! '21 u. s. w.", sie gehören ohnehin gar nicht in meine Abhandlung und ich habe sie nur hin gestellt, um bei Hillel in einer Note seine Nachkommen zu geben; selbst Hillel, Natan und Chijja erscheinen ja nur beiläufig um'meine Geschichte, die mit Nab beginnt, einzuleiten. Indeß der Polak hat den verkehrten Weg gewählt und so muß Lch ihn schon zurechtsetzen. Vorerst muß ich dem Leser nochmals das wiederholen, wie ich dieAmerkung 19 eingeleitet; ich sagte nämlich: „die Reihenfolge -er mit Hillel begründeten Familie der Nesiim oder Patriarchen in Palästina*) stellt sich, nach einer Zusammmstellung der Resultate in Sefer ha-Kabbala, Jrichasm, Schatschelet ha- Kabbala und Seder Ha-Dorot, verglichen mit den zahlreichen Nach weisnnZen auf die talmudischen Quellen im alfabetischen Verzeichnisse des Juchastn und Seder Ha- Dorot, nach einem genauen Nachlesen derselben und nach FesthaUung der historischen Data , in folgender Weise heraus." Es folgt dann die Aufzählung der 13 Geschlechter. Wäre Rap. kein Polak gewesen, oder wenn ein Polak wäre er ehrlich gewesen,, so würde er zu sich selbst gesagt haben: „Fürst hat genau die Quellen angegeben, woher er die Reihenfolge der Nesiim geschöpft, ich sehe auch, daß er bei den Meisten einige Momente hinzugefügt, die auseine Selbstständigkeit dieser Tafel zeigen, und da er diese nur in einer Anmerkung und da auch nur beiläufig gegeben, und außerdem er die primären Quellen kennt, so wird er wohl einen Grund gehabt haben, mich bei dieser Aufzählung der 13 Geschlechter nicht zu erwähnen." Rap. hat so nicht gesprochen und ich muß also meine Berechtigung zu dieser Anmerkung und'was damit zusammenhängt Nachweisen. Es sind folgende Punkte in Anm. 19, die Rap. als von ihm entlehnt anklagt: . 1) Das Todesjahr Rabbi's im. Jahre 190 n. Ehr. 2)' Daß Iehuda der Enke! des Iehuda Ha-Nasi genannt wird. *) Hr. Rap. sieht, daß ich sie nicht nach Babylonien versetzt und daß ich sie in Anm. 19 nur anführe, indem von Hillel dem in Palästina lehrenden Babylonier die Rede ist.

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