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Der Orient · 1847-11-19 · 47 (19.11.1847) · p. Spalte 741-742

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Journal
Der Orient
Volume
1847
Issue
47 (19.11.1847)
Date
1847-11-19
Page
Spalte 741-742 (sequence 3)
Language
German
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741 tur in Babylonien, die ich mit Nab begann, paffen. Hr. Rap. weiß keinen vierten anzugeben, er bestreitet auch nicht deren Zeit vor Nab, er weiß auch keinen palästinensischen Schriftsteller in jener Periode nachzuweisen, der diesen dreien gleichkommt , aber er polemisirt doch, da. es ihm um eine eigentliche Widerlegung nicht zu thun ist. Er sagt ferner: „Bei Keinem dieser dreien steht aber angeführt, daß er einen Lehrer in Babylonien gehabt". Nun zugegeben, daß sich keine Notiz darüber erhalten, daß Hillel, Natan und' Chijja. keine Lehrer in Babylonien gehabt, so müßte Rap. sich doch die einfache Frage stellen, wie kommt es, daß gerade diese drei Babylonier in der'Periode vor Iehuda Ha-Nasi die größten Autoritäten geworden? Und wenn diese Babylonier, aus dem Lande der Unwissenheit kommend, ihre ganze Weisheit nur in Palästina gelernt, wie kommt es, daß im Verlauf von mehr als 200 Jahren, kein einziger Palästinenser in der Kunde der Traditionen ihnen gleichgekommen, daß nur der Babylonier Hillel den ersten Versuch zu einer Mischna- Sammlung in sechs Ordnungen machen mußte, daß gerade ein Babylonier die Nasi-Familie begründete? Wie kommt cs, daß gerade Natan eine eigene Mischna-Samm'lung, die mD d'D, gesammelt und redigirt, daß gerade China die Tosifta, die Barajta redlgirt, daß selbst für die Mischna er die höchste Autorität war? Hat sich Rap. nie gefragt, wie kommt es, .daß von jpillel gesagt wird (Surkka e. 1- @nbe): ■ inDHtWKO ■n^nnsnswi-nun niD'V barp Niiy-rby >ottf'D.rriin •.rnD'V't^n? War denn kein Palästin nser da, der die Erhaltung des Gesetzes bewirken konnte? Rap. meint, daß Hillelobgleich es heißt b22D »13s:* '?3 j2 und die Vätersprüche sogar noch Gnomen von ihm in der babylonischen Sprache ausweisen, als Dummkopf nach Palästina gekommen. Esra, mit dem er in dem Kommen aus Babylonien verglichen wird, war nach Rap. auch ein Dummkopf, als ec bie mm wieder herstellte, und über *$2271 bbn mo-» hat Rap., da polnische Darschanim sich über philologische Schwierigkeiten wegsetzen, gewiß einen andern' &yns, vielleicht Q-pr) iV Und Natan, der schon beim Vater des. NTO-V-j cin pn'2 2N war, von dem cs heißt i'Ml s"1 von dem es heißt ^\i r>1?m2N ta) p32.iy,,3 von dem Rabbi sagte cjg) m?y»n '2 nrp JirA' '^22.1 }n:2 unb ]HJ '313 »13^1 '>311 '21, soll nach Rap. ebenfalls als Dummkopf nach Palästina gekommen sein. Und was für ein Dummkopf,- meint Rap., muß N'fiW»! '*i gewesen sein, der dem Chijja bei seinen Hinwandern zugerufen: 'nsy tf/'N pmo pND! Wie konnte aus ^33 der Mann seines Rathes ws) gekommen sein, von dem es,heißt: M'N 'avaNb.Nrwno b BhlDil? Rap. sieht, wie abgeschmackt seine Argumente sind, oder vielmehr wie er blos schwatzt und etwas sagt ohne Argumente, auf daß es eine Widerlegung heißen soll, und gewiß zweifelt er ebenfalls an die Richtigkeit seiner Schwatzerei. Er fahrt dann fort: „Hillel lernte bei Schemaja und Abtaljon in Palästina, Natan hat wahrscheinlich bei Jose ha- 743 Gelilr gelernt und Chijja lernte in der Jeschiba Rabbi's^ Nun das erste ist eine'absichtliche Luge, das zweite eine nagelneue erfundene Lüge und;das dritte eine zu plumpe grobe Lüge. Hillel hat seine Weisheit nicht von Schemaja und Abtaljon gelernt; als er -40 Jahre alt nach Palästina gekommen war er kein Dummkopf, und in der einzigen Stelle (Abot v. 1), wo es heißt b2p von Sch. und Abt., weiß Rap. sehr gut, wie es zu nehmen; er weiß, daß die Autoritäten-Folge keineswegs so zu nehmen [fei, daß letzterer von Ersterem alles gelernt, er weiß es -aus Zunz (GV. S. 37), daß Ll.iO fap gebraucht wurde, wenn auch eine Zeit von 60 Jahren zwischen ihnen liegt, er weiß es, daß der Talmud blos die Erhebung Hillel's motiviren wollte, als er sagte (Pesach. 66} HDD bti) »13^*1 nofynJ N1'H3 'J3D naißf.nnn^- und daß er selbst sehr naiv sagt n^ym bbrb ni3)*U■ jrvb »13^TDno, kurz er weiß das alles eben so gut, aber er will, doch etwas sagen. Natan hat seine Weisheit nicht bei Jose ha-Gelili gelernt, es ist wie gesagt eine erfundene Lüge; er hat im mm 11O eine Stelle citirt gesehen V'i dWO 1ÖNJP )H3;1 DStf2 pr&' 'l und ohne sich die Mühe zu nehmen, diesen Brocken, zu prüfen, machte er den R. Jose zu seinem Lehrer, obgleich davon nirgend eine Spur zu finden. Es wundert mich, daß er nicht W33H i.T-iw seinem Lehrer gemacht, da doch dafür nicht blos eine gar nichts sagende sondern sogar mehrere Talmudstellen vorhanden sind. Rap. hätte. sich übrigens die vorlegen sollen, wie kommt es, daß man in ^"1^ bw HDD ssL^ll gerade gelesen (Baba Mez. 86): ^2 sil3 '311 '21 rUK/D, warum hat '^31 p nicht die Ehre gehabt, ^in DIN.bvt 11OO zu stehen? ip'1! Chijja hat seine Weisheit nicht bei Rabbi gelernt. Schon Los/ zu Nidda (14 d) sagt von ihm: imi rby mupibi rfrnn '3p mn TDp; Rabbi hat chm beim Hinkommen zugerusen 'nsy' WÜ pillD pND (Menach. 88) , es heißt \3i tt"»1 '21D, es heißt '131 rWD3 DOT1 JP pll' HM '21 /T )b Tinn N”D 'll, er hat von sich gesagt nVi '13y n3n btfiwn mtn .113L73, ja es heißt sogar .1133 '31 Ivdk , |'N b'& 1ED ib'DX '312 L^"l b"x N'\i Dyi3 vHl13, und Rap. muß das Alles eben so gut wissen, aber danach fragt ein Polak nicht, wenn er etwas behaupten will. Und das Interessanteste dabei ist, daß man ihm sogar Alles zugeben kann, ohne daß es für ihn etwas beweist, da doch noch die alte Wü/p bleibt, warum zeichnete sich kein Palästinenser aus auf dem Gebiete der Tradition, warum hat keiner derselben jene Werke der Autorität geschrieben, warum war sogar Rabbi Iehuda ha-Nass aus der Familie dieser Babylonier? Wenn man nicht annehmen will, daß die Babylonier, eine organische Bevorzugung von.Geburt für dieses Studium gehabt, wogegen die Physiologen protestiren werden, so muß ich notywcndig annehmen, daß dort dieses Studium besser als in Palästina betrieben worden, wenigstens so gut als in Palästina, oder halb so gut als in Palästinä,' und weiter wollte ich ja nichts behaupten, als ich diese 3 Männer (— 47* Kritiken. Rapaxort und der Brief Schepra's.

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