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Der Orient · 1847-11-05 · 45 (5.11.1847) · p. Spalte 709-710

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Journal
Der Orient
Volume
1847
Issue
45 (5.11.1847)
Date
1847-11-05
Page
Spalte 709-710 (sequence 3)
Language
German
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709 Beitrag zum Verstandniß es seit Jahrhunderten nicht mehr mstirte. Und doch sagt Rap. Njniru niDipon wb rnn'3i irrte -pN?33 nnte vn'- 'w n’3 rtenn und pnp jdt..mw’ cipo ..Nirnoisj! Das Ei n zi ge was Scherira in Bezug auf diese zwei Städte sagt, ist daß er die talmudischcn Relationen über das hohe . Alter dieser Städte und über ihre frühzeitige jüdische Bevölkerung gläubig wiederholt, und hält diese talmudische Sage nicht Stich, so hat der Talmud gelogen und nicht Scherira. Die einzige Stelle, die Scherira über das hohe Alter von Neharde^a anführt, lautet: ^frotCP ID )0 Nip'yD luinw; j.idj? j\n.’3J nn3i -uddhi ennm .tw mU Nrw\]3 NDJ/’D $0! •V1VV I^D ND3' DM U31 Njniite mm ttnpnn ma;o pmm ’intpni idjii dd3n3 nrm ic.ib 3\m *]!i/ nnpi nD3N nN -j’-iDy ist 'o rby pip P’tdn-ö rn pnoy nJ’DD' mm cw im unpü yo'iv bsim NHE'DDD 1DN 31 .13 .UW NW N3M -33 N3nir»3 3'N' P]EH NnB”J33' 1DN pN«m Napaport weiß eben so gut die talmudische Q.uel!e für diese'Sage, und doch stempelt er Scherira zum Lügner! Und für das hohe Alter Neharde'a's hat man noch andere Beweise ohne den Talmud, die klassischen Schriftsteller und Josephus wissen ebenso gut von ihm zu erzählen, was Rap. vielleicht auch weiß, nur hat er Scherira eine Lüge aufgebürder, um ihn zum Lügner zu machen , und er macht Scherira nur zum Lügner, um gegen mich, weil ich im Ganzen Scherira folge, zu polemisiren. Nachdem wir gesehen, wie-Rap.'s Verdächtigung Scherirä's auf einer Andichlung beruht, wie es Scherira nicht eingefallen zu behaupten, daß dort vor Rab waren, wie das Wenige, -was er in Bezug auf das hohe Alter Nehardea's sagt, nur die talmudische Sage ist, so bleibt uns nur noch übrig, den Einen Punkt in seiner ganzen Schärfe zu berühren, ob dort überhaupt das traditionale Studium oder rnin "IlD^ vor Rab vorhanden war. Dieser Punkt ist im Ganzen ohne Bedeutung, da die Schulen doch einmal von Rab datiren, aber selbst als Meinung, worauf nichts ankommt, ist es billig, der Wahrheit die Ehre zu geben. .Scherira sagt, gestützt auf talmudische Aussprüche, daß *110^ in Babylonien , frühzeitig war, daß die eigentlichen hervorragenden Lehrer in Palästina, die eine Bedeutung hatten, aus Babylonien kamen.. Rapaport negirt dies und meint umgekehrt, Alles kam aus Palästina. So gleichgültig dies für eine Geschichte der jüdischen Literatur in Babylonien auch ist, da doch jedenfalls die Geschichte erst mir der Gründung der tDiD^ beginnt, so folgte ich doch hierin Scherira, insoweit Talmud-Stellen es bestätigen und um zu zeigen, daß nicht Scherira mich bei einer Einleitung zu dieser Geschichte geleitet, gab ich nur die Lälmudstellen als Gewähr. Meine Worte'in dieser Beziehung sind (§. i. 2.): „Die Städte N ehardea undPum-Badita waren früh schon von jüdischen Gemeinden bevölkert, und Wohnsitze großer jüdischer Lehrer. Akiba b. Josef wanderte nach Nehardeo, um sich über jüdisches Kalenderwesen Raths zw erholen und empfing von einem dortigen Lehrer Nechemja aus Be-Att noch anderdes Scherü'a'scheft Briefes. 719' . weitige Belehrungen der Tradition Je bamot 1 i5a, 122 b) unter CH a n a nj a, Brudcrsohn des Jehoschua, hatte Pum- Badita bernts den besten Gerichtshof, den man allgemein rühmte (Sauhedrinj 32 b)". Nun wenn R. Akiba sich von N e h a r d e a Belehrungen holte und P u m - B a d i t a den be- 1 Ihn Gerichtshof hatte, so scheint doch wohl Scherira nicht > gelogen zu haben, wenn er meint, daß ^ort betrieben worden ist., Oder hat der Talmud gelogen, der diese Ansicht begründet? Möglich', aber der gesunde Menschenverstand spricht auch dafür,. daß in Babylonien schon vor Rab' tfy2W .Tnn betrieben worden ist. Ich sagte noch (ib.); „Außer der sagenhastein Geschichte und der geschichtlichen Sage haben wir übrigens noch' in dem großen naäMilischen Theile des heiligen Kanons, der bekanntlich bis e. 300 v. Chr. herabreicht, d. h. bis zum auftauchenden Einflüsse des griechischen Elements im Morgenlande) das Zeugniß und die Bestätigung, daß dcr in Schriftwerken thatige Geist der Israeliten auf babylonischem Boden seit dem Exile viel reger und thätiger war als in Palästina, und was bis 300 v. Chr. sich als bewährt in der Geschichte des Kanons herausgestellt, das hat gewiß in gleicher Weise auch in den nachfolgenden Jahrhunderten, insofern keine Hemmniß weiter eingetreten, fortgewirkt." Zur Erhärtung der talmudischcn Ansicht, zur Bestätigung der Meinung Scherira's und zum Beweise für meine Ansicht von dem Kultucgange sagte ich noch, daß wir noch eine andere Bewährung haben (c, 2 §. 1.) „wie die größten Lehrer Pallästina's nur Babylonier waren (-—versiebt sich bis Rabbi—), und wie selbst zur- Begründung besondererpalästinischer Schulen, zur Entstehung der für die Geschichte der palästinensischen Gelehrsamkeit so wichtigen Nasi.-Familie, nur-Babylonier die Grundelemente gewesen." Ich nannte drei Männer,'die einzigen Schrift stell er und Träger der g))/DtP m?n und alle drei waren Babylonier, nämkich?prn, JDJ und ^DH ttWl, Alles was die Tradition geschaffen, ging von diesen dreien aus. Kann dies Hr. Rap. laugnen? Nein. Aber es liegt ihm bkos daran, einen so ächten polnischen Kniff zu machen, wie wir sehen werden. 4. Rap. „ Ich wiederhole diese Sache hier deßhalb, daß Scherira oder vielmehr der Talmud in der Hinaufrückung der Studien in Babel gelogen, weil neulich und vor Kurzem ein Gelehrter Fragmente aus seinem Werke „Geschichte her jüdi'chen Literatur" veröffentlicht, wo er mit Babylonien anfängt. Dieser Aussatz befindet sich rm LB. d« Or. Jahrg. t846 Nr. 5! fla. und diese Fragmente wurden auch im Jahrg. 1847 fortgesetzt. Und mm ist die ganze Grundfeste und das ganze Gebäude nur auf Sätze gebauet, die ich (Rap.) m den DViyn H1DD uu& nsn üTO oder in andern Werken' geschrieben; nur diese Sätze allein hat er sich zu Führern und'Leitern genommen, und der Aussatz ist nur übersetzt von einer Sprache in die andere, ungeachtet Mein Name, mit Ausnahme einiger Male bei Kleinigkeiten,'gar nicht citirt wird,^ats wäre alles Uebrige sein eigen. Ich will jedoch darüber nicht 45 *

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