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Der Orient · 1847-10-29 · 44 (29.10.1847) · p. Spalte 691-692

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Journal
Der Orient
Volume
1847
Issue
44 (29.10.1847)
Date
1847-10-29
Page
Spalte 691-692 (sequence 2)
Language
German
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691 S. L. Rapaport m Prag und seine neueste literarische Thätigkeit. 692 ist im Bünde der dritte; er ist der berühmte n’.ICS-bpn des ,-VU , DDW , '"joi p , nn^D und andere lauter unschnorrenden jüdischen Alterthums. Wenn Rabbi Jakob b. : erquickliche Dinge handeln, und es ist in der Lhat' nicht Iakar, Raschi's Lehrer, ein Heiliger geworden, weil er mit,! uninteressant. Angeregt von seinem lieben Freunde Geiger, seinem langen Barte die Synagoge ausgekehrt, warum soll Hc. Ha ns-JLrgcl nicht ein V/tp nDD3 pvyQl d. h. ein berühmter Weiser, ein bochangeschencr Forscher, eincr der erforscht und tief eindringt in die Schriftwerke unserer Altvordern und in die Alcerthümer Israels (— dieses Diplom gibt ibm aus Erkenntlichkeit Hr. Rapaport, ohne daß er dafür CO Thaler zu bezahlen hat, und wie ich höre, sind die Rewrm- Genoffen im Begriff, es zu bestätigen —) werden können , zumal er jene Schnorrer-Literatur eben so' schlecht korrigirt, als jener mit dem Barte die Synagoge ausgckehrr? Doch will ich diese /S'rnrTDl beiseit lassen; blos Rapaport zu Gefallen, damit er mir nicht vorwerfe^ ich hätte die Regel Raba's übersehen (Sabbat 30 b), welcher pn1? rt> Tif01 'DpO nrisi bw' iri-iiVNninn:n Nffe /dn ttL/yTLO, schrieb ich dieses kleine Preömium, und um den Einfluß seiner Vorreden zu beweisen, so habe ich dafür gesorgt, daß es zu dem Uebrigm nicht passe. ■; ii . Ein „Schnorrer^ brachte mir soeben ein Produkt, das den hebräischen Titel füt^rf:DrilO'-ip nnnün ^c. und auch einen deutschen hat: Nechtsgutachten der Geonim. Nach einer Handschrift herausgegcbcn von David E a ss e l. Mit einer Einleitung von S. L. Rapaport (Berlin, 1848, 4^ Der gute Mann sagte mir zwar gleich bei der Ueberreichung, ich möge es nicht übel nehmen, daß ich unter die qijwji gerat he N, es sei nicht die Schuld des armseligen Herausgebers, da Rapaport es nicht anders gewollt; aber ich konnte mir doch nicht denken, wie ich dazu komme, als Gaon kanonrfirt zu werden. Denn wenn ich auch begreifen konnte, wie Rapaport sich selbst auf dem hebräischen Titelblatte zu IpiniT aDnson JiN'Jn “inn HDlb d. h. allbeka unter Gaon, berühmter PhiLosoph, Wunder de 6 Z e i ta (t e r s, kanonisirte, da mir die stinkende polnische Eitelkeit aus der Geschichte nicht fremd ist, so war es mir doch im ersten Augenblick ganz unerklärlich, wie man mich schon bei Lebzeiten in diese Gesellschaft einschwärzen mag, da meine Wenigkeit überzeugt ist, daß ich weder ein allbekannter Ga on, noch ein b e r ü h mter Philosoph, noch/endlich ein Wunder des Zeitalters bin. Jndeß dachte ich/ ein altes Sprüchwort sagt, der Polak hat ein im Kopf, ein Polak mag mit seinem Alles machen können; ein Polak hat gewiß das Hexen-Einmaleins erfunden, nach welchem 2-f-2 5 ift, und einen solchem Kreuz-Kops mag es auch nicht schwer sein, mich zum Wunder des Zeitalters zu erheben. Jedenfalls, sagte ich zu mir,, mußt du dir deine eigene Kanonisirung ansehen; es muß nicht uninteressant sein, wie ein polnischer Scharfsinn dich mit nn)£Pn zusammengereimt, die über hat Hr. Rapaport — wb hn pD — einen Angriff auf mich eröffnet, weil ich in einigen 7tnmerkungcn in meiner „Kultur- und Literaturgeschichte der Luden.in Asiens von welcher. Einiges im LB. des Or. mitgetheilt wurde, von den in der joD.1 mit Achtung gesprochen; und um Geiger zu beweisen, daß er die üllt-s lx-loniea noch nicht durch deutsche Ehrlichkeit emancipi'rt, hat er auf ihn zugleich einen echt jüdisch-galizischcn Ausfall geliefert, der durch Flüche und Verwünschungen — „Ruach in dan Tatte Mamme" ist die humane Widerlegungsweise dieser Klasse — .so erhaben geworden, Laß er nächstens von ihm dramatisch behandelt werden wird. Der Leser wird sich vielleicht wundern und die Frage aufwerfen, wie kommt pn in die jpnaw M? Was hat Ge i g e r bei den MWJin'rnwn Zu thun? Was hat Holdheim und die Reformgenossenschaft, was hat Geiger und die Rabbiner-Versammlung in einer Einleitung zu den Gutachten der Geonim zu schaffen? Thut nichts, der Jude wird verbrannt! Bei einem Polak paßt Alles, wenn es nur versteckt, krumm, schmählich, hinterlistig und kniffig ist, da paßt Alles, was vermeintlich die eigene rpRJ oder den hebt und die Ehre jedes Andern tief herabdrückt oder abschneidet, wenn auch der Polak zuletzt im Schmutze bleibt. Es ist der Mühe werth, daß der geneigte Leser des Literaturblattes seit a ch t Jahren, nun auch einmal die Probe eines modernen pbn ~ der erste Erfinder dieser Klopfechterei war R. Jakob Pollak, ein Landemann Rapaports — lese. Zuerst folge hier der Text, dann fcie niDDn rpPl mit ihren Her-- kules-Sprüngen. Text: Ein Schnorrer zieht heimatblos durch Deutschland, Preußen und Oesterreich, um zur eigenen kümmerlichen Selbsterhaltung Almosen zusammenzubetteln. Aber die Bettelei ist nicht ausreichend, die Leute sind des ungeheuren polnischen Zuströmcns wegen müde des Gebens, und auch die Polizei ist hinter den Bettlern her. Ein Rabbinats- Kandidat Hans-Jörgel hat zufällig ein schlechtes Organ und' das Ansehen eines Gegentheils von einem Adonis, er ist einer Anstellung baar, aber dafür ist er ein gutmüthiger rvjQ by2, der gegen Fehler sehr nachsichtig ist. Und die vom Schicksal Verfolgten, der Schnorrer und der Kandidat, treten zusammen, cs wird irgend eine alte Scharteke gedruckt, die wegen ihres Alters freilich für die Atterthumskunde einen relativen Werth hat; der rrOD macht sich bezahlt, bekommt ein Diplom (von Rapaport) „als berühmter Weiser, .als hochangesehener Forscher" und der Schnorrer zieht fürbaß herum und macht in Literatur. Nun zieht der Arme bettelnd umher mit seinem niDD, er bietet das 'IDD als Ersatz für ein Almosen aus, und wenn gleich jeder zu ihm sagt’iny‘”P so erhält er doch zuweilen eine Gabe, und wenn die Polizei ihn wegen des Bettelns saßt, so sagt er, er ift ein jüdischer Gelehrter, der in Literatur macht, /WDJ-' DN). Unb biefe nnDD gehen den Weg alles

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