Der Orient
- Journal
- Der Orient
- Volume
- 1847
- Issue
- 41 (8.10.1847)
- Date
- 1847-10-08
- Page
- Spalte 651-652 (sequence 6)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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651 Studien. Die ältesten jüd. Grammatiker - und < Prof, Hupfeld, Von L. Dukes. - 652 hier zwar ein zweimal größerer Artikel als hem S a'a d j a gewidmet ist, aber auch dieser ist ganz leer, und der Leser erfährt hier nicht mehr als derselbe schon durch die Artikel von Wolf, Lebrecht-(LB. des Orients 1844. S. 393) und von uns erfahren hat. Einige unbedeutende Noten mit denen der Leser regalirt wird , sind gänzlich überflüssig; verdienstlicher wäre cs gewesen, wenn der Programmätist aus dem Briese des Koreisch an die Gemeinde in Fez, wovon eine Kopie in Ha l te liegt, einige reelle Mittheilungen gemacht hätten Ueber das Zeitalter des Koreisch hat Hr. H. keine besondere- Meinung aufgestellt, sondern hat sich hierin an Rapaport angeschlossen, welcher denselben vor Saadja leben läßt. Die Hauptstütze dieser Meinung ist das bekannte Citat des D av id K im chi in seinem Lexikon (Art. nW Herr H. nennt irrthümlich den Michlul des Kim chi) , worin eine Erklärung des Eldadha-Dani angeführt wird. Diese ..Worte aber, die K im chi hier braucht, lassen auch die Erklärung. zu, daß Koreisch im> Namen des Eldad die Explikation gehört hat und nicht von ihm selbst. Diese Annahme - ist für den Fall uothwendig, daß man die Zeit der Blüthe des Eld ad um das Jahr Dnn (=880) setzt, welches doch nicht so sicher ist, vergl. auch M. H. Landau er, im LB. des Orients 1840. S. 141 ff. welcher bedeutende Einwendungen gegen Rapaports Meinung erhoben, die auch wahrscheinlich sind. - ' , Ueber den Namen des Buches von Koreisch, sst („Vater und Mutter") widerholt Hr. Prof. H. alle Lächerlichkeiten und fügt auch einige neue hinzu. Als bloße Vermuthung, ohne dieselbe historisch begründen zu können, sprechen wir hier aus, daß dieses Merkchen vielleicht die Lehre von den Vokalen und was damit zufammenhängt, enthalten haben mochte. Der Ausdruck im Buche Jezira könnte auf diesen Gedanken führen Daß das für fremdsprachliche Wörter gebrauchte rpDJijÄN dem hebräischen Worte entspricht, ist einerseits nichts Neues, und wir haben bereits auf einige Stellen jüdischer Autoren aufmerksam gemacht, wo y^-vo fui* das Ausland überhaupt gebraucht wird, und wo der Gleichklang' Ursache dieser Benennung gewesen sein mochte anderseits: aber giebt dieses noch keine nähere Erkenntniß über den Gebrauch dieses Wortes bei unscrm Schriftsteller, und über diejenige Sprache, welche derselbe speciell darunter verstanden hat, man hat hier nicht mehr erfahren als man früher schon wußtet. Die Zusammenstellung von und zeigt gerade auch nicht von großer Kenntniß weder des althcbräi- 16) Ueber das N^bn niDN vcrgl. die lehrreiche Stelle aus dem Kommentnr des Jakob den Nissim in unscrm .MIvpN Dnültp. ©• 70 17) Vergl. zu Ende der Beiträge Theil-I.- S. 160. ' 13) Folgende Stelle aus dem Ibn Challikan (in Flügels Anmerkungen (S. 5) zu Tsalibi's Gefährten in der Einsamkeit angeführt) mag hier eine Stelle finden. ,,Adschem und Adschemi — sagt derselbe — heißt ein Mann, der in seiner Aussprache etwas Fremdartiges hat , obgleich er scheu noch des Rabbinischcn. In dem Worte ist der Hauptbegr.ff das schlechte langsame stotternde Sprechen. Der Begriff des Fremden ist sekundär. Im Worte welches in der Bibel nur einmal, aber im Talmud oft vorkommt, liegt der Hauptbegriff im Fremden ohne Beziehung auf die Geläufigkeit oder Langsamkeit des Sprechens^. Der Gegensatz von by ist DTW ns, der Gegensatz von tyfc ist n;iJKy0. Das Synonym von ist HB nirB, das Synonym von 'TjnV ist nD3 DpD r»N. ^Fortsetzung folgt.) Araber ist. Ein Adschemi ist derjenige, der sein Geschlecht von Ausländern herleitet, wenn er auch der (arabischen) Sprache noch so kundig ist". 19) Es sei erlaubt die Entwickelung der Bedeutungen dieses Wortes hier folgen zu lassen^ tj6 nach Psalm 114, 1 heißt im Talmud, und in der Bibel a (isländisch überhaupt. So z. B. ®uFPot S. 6 b „jene Ausländer", tyb pt^b wird von den Talmudisten für die griechische Sprache gebraucht...und dem „lateinische Sprache" entgegengesetzt. Vergl. die Stelle in unserer Sprache der Mischna S. 11, Note 23. Ferner bedeutet dieses Wort ein seltsames Gerede in üblem Sinne. So z. B. in der Phrase „man besorgt üble Nachrede". Wie im Französischen vtranok'r „fremd" und „seltsam" bedeutet, so auch das hebe. Wort iyb. Die jüdischen Kommentatoren des Mittelalters brauchen den Ausdruck typ p&yp für ihre vaterländische Sprache im Gegensatz zu der hebräischen. Bei Raschi wird die französische, bei Maimonides und Kim chi die spanische, bei Nathan dem Verfasser des Aruch,,die italienische Sprache darunter verstanden. Bei den maurischspanischen Schriftstellern wird das ty^ pBfo betn rny p&yp entgegengesetzt. Vergl. unter andern die Stelle des Kimchi in unfern literaturhistorischen Mittheilungen S. 55, Note 1. Bei E lasar b en Nat ha n S. 73 a) wird ppp 4)em typ ppb' entgegengesetzt. Hier und da wird unter lyb auch das L a t ein i sch e verstanden, vergl. Kim ch i Lexikon Art. j&y. Gewöhnlich wird dafür ocp ppp gesetzt, und einige brauchen dafür ppb. Vergl. unsere rabbische Blumenlese S. 264, Nr 1. und unsere lit.-histor. Mittheilungen S. 177 Note 4. Im 16. Jahrhundert ist es üblich geworden, die italienischen Juden schlechtweg Qityib zu nennen, vergl. Elia Lewita in dessen Tisch b i Art. \yp, und dessen oyü 3iD, Kap. 1, so wie unsere Notiz r'm LR. des Orients 1844. S. 218. Note 2. Hie und da findet man den Ausdruck my)b wobei das französische Wort seblt, und nur die hebräischen - Worte angeführt werden. Vergl. Naschi zu Jercm. 49, l6. 20) Auch folgende Worte, des Jona ben Ga »nach in seinem Vorworte des HDpTl 1DD (S. 5) möge hier angeführt ftin. .iE nbruir np’» nrrr pyb ni -- ■nDN' Nirn rv.nsp 'Triyb riü N^ob u tJw ü'fr; p&'b'i riotansn Nbi mm imP inon DMPy . pa>bi nt »Tn hN p fe rnüjn pnrnbdj\x mw DMjnbn nsn hm nncn 7iD)4y vn DJ'Ni war Mion rj\xn^N onnpn? c^.n ht tr-n wn Dn nn n^\o. nwEari) D>'-p3 n^n^ note nihij' -mb - nnbn -tim nr nnob tjnDta' hd by Tfbyn m 'D n-nn, ^7 ^insni ns onw . — rran* pa^bn hbDn jipno