Der Orient
- Journal
- Der Orient
- Volume
- 1847
- Issue
- 40 (1.10.1847)
- Date
- 1847-10-01
- Page
- Spalte 635-636 (sequence 6)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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6$5 Studien. Die ältesten M. GWWMtikee.vtzd Prof.. Hupfeld.Von L. Dukes 636 Die ältesten jüdischen Grammatiker . ■ ' ■ . uhib, ■. ■ - Herr Professor Hermann Hupfeld in Halle'. Eine kritische No tiz v f von Leopold Dukes. (Erster Artikel.) Es ist emr alte akademische- Sitte in Deutschland, daß die Herren Professoren zu gewissen Zeiten besondere Abhandlungen schreiben , die unter dem Titel Pr ogr am me oder Commentationen die Runde durch die literarische Welt machen. Diese Werkchen sind kleine Votivtaseln, aufgehängt im Tempel des Rühmst Eine solche Commentation hat Herr Professor Hupfeld jchc eben in die Welt geschickt. Wenn viele Leser des Orients vielleicht diesen Namen nicht kennen, so können wir hier, denselben sagen, daß Hr. Prof. H. der Nachfolger von Gesen ius ist, aber er hat nicht seine ausgebreitete Gelehrsamkeit geerbt. Wollte ihn jemand mit Ew ald vergleichen, so müßten wir dagegenganz ernstlich protestiren; denn von dem tief eindringenden grammatischen Geist des letztern und von der Gabe der kritischen Zergliederung., welche denselben so. hervorragend macht, ist .leider dem Professor in Halle nichtszu Theil geworden. Wir kehren zu der Abhandlung desselben, die jetzt vor uns liegt, zurück. Dieselbe, 20 Blätter stark zerfällt in 2 Äbtheilungen; die erste derselben (S. 1—11) enthält allgemeine Bemerkungenüber den: Ursprung der hebräischen Vokale.. Die zweite Abtheilung enthält die Notizem über die Grammatiker selbst. „Gewisse Bücher — sagt G öthe — scheinen geschrieben, zu. sein, nicht daß man daraus lernen , sondern damit man wisse, daß der Verfasser etwas gewußt hat". Diese Abhandlung gehört nicht zu diesen Büchern, denn es ist weder etwas daraus zu lernen, noch hat der Verfasser selbst etwas gewußt. Das ' einzige, was daraus, zu lern en wäre, ist, daß man erfährt,. wie wenig der Verfasser selbst wußte.. In der ersten Abtheilung beruft sich dex Verfasser auf seine in dex. Studien und-Kritiken 1830: erschienene.' Abhandlung, welche eigentlich nur eine deutsche Uebersetzung des Tiber f a s von LSuxtorf, eine Arbeir,,deren Verdienstlichkeit wir - gerne anerkennen, da dieselbe zur .Verbreitung des Hupt.orsischcn Werkes beigetragen hat» Wir werden über diese Abhandlung zu reden anderwärts Gelegenheit haben, hier sprechen. mir nur vorläufig uysex. Bepauexn..au.s,.d.aß. Hr. Prof. 1) De Rei Qrammaticae apud judaeos initiis antiquissinnsque Scriptoribus — — — von Prof. Hermann Hupfeld. Halle, 1847, 4. 2! S. 2) Sämmtliche Werke 1840. Band IH. S. 167. H.. nicht irnMr so, glücklich war, die von Buxtor f angeführten talmutzischen Stellen richtig zu verstehen. Der Zweck dieser Zeilen iß, die Leistung des.Verfassers, Vß;. der zweiten Ibtheilung zu betrachten. Die erste übergehen wir jetzt, Es fei uns jedoch ertaubt, einige Bemerkungen daran zu knüpfen. . Der Leser hät.te erwarten dürfen, einige Worte über die Bedeutung des Wortes, D.ik d ut (prjp"l),. zu hören, ein Ausdruck,, welcher seit länger als. 600. Jahren von den Juden für GrawMätikgchraucht wurde.,. ßu dem, was wir bereits anderwärts (Lit,-Histor. MittHeilungen S. 122 Note 1) mitgethcilt Haben, fügen wir noch, folgendes hinzu. - , Das Wort D ak d e k (pnp^), Med a ß d e k (pnp^?2) und D.ikduk (pnpl) (eine Palpeljform von dem altheb räischcn pl 3)f kommt seit 600 Jahren oft in der jüdischen Literatur vor für Gramm ati k treiben, Grammatik und Grammatiker. Im Talmud kommt diese Form oft vor,. und bedMtet eigentlich, „genau sein., auf das Einzelne emgehen" \ ■ Die maurisch-spanischen Gelehrten der Juden I b n Efra Je h ud a Jbn T i.bb o.n G, M ai m,-o n i d es- ^, David K. i'm.ch i 8„ der Karäer Je h u da h a - Dass i, ein- Zeitgenosse des J.b n.Esräo,, brachten dieses Wort in Aufnahme. Bei den ältern Grammatikern , z. B. beb. M e n-ach e tnb e ft S er u k, kommt das Wort ynp^j. zuweilen vor, und be- 3) Vergl. über diese Form unsere: Sprache der Mischna S. 72. Zu den dort angeführten Wörtern sind-noch hinzuzusügen p-^p>) lecken (Tosifta Baba Kamina b.) von dem alth.ebräifchen. pph>). - Fern ex ^^losmachen,. trennen (Mach-, schirin 3), von dem. althebräischen pp*), 4) Z. B. (Berachot 2, 3)-iTiwniNri plpl nW hat nicht genau die Buchstaben beachtet". Jalkut- S. 310 a N ' p l N p-U mnn WPQ „düe Kommentariender Lehre und ihre Einzelnheicen^ 0) Zachot (Ed.. Lippmann). S. 9 a. spricht derselbe von dem pNpfN^pt7O, „Paradigmen der Grammatiker" im Gegensatz der DWinn „Paradigmen der Metrrker". / - 6) Im Vorwort des NNM des Bechai- — ttfTDtiym p'npi-m rwp ■■*«#:&' kv» ~ 2luch pnpT *lipv braucht derselbe, vergl. weiter unten das Gedichtchen von demselben, (s. auch Note 8). 7) -Hilchot Jcsode Ha-Tora (Sl, 6) hat derselbe die Worte . pNPN2 mpfty p -,UÖÖ ym Ebendas. -p.-,2 piplbl nnpb, worunter wohl die Grammatik'verstanden ist^. 8) Lexikon Art. pHpT*] )DJrn pT> ebends. Art. -pf heißt es ipnpT \n3"i^n 1451 und. sonst, auch sehr häufig. Vergl. auch das Gedichtchen desselben.zu Endendes Mlchl.ul ',/Ul pfNp-! --N1O' lüh 9) ' Derftlbe ^setzt ^mp-, den rrüP-UV entgegen. Vergl. unsere lit.-histor. Mittheilung-en S. 40. Note 2. Daß das schon von Dona s ch gebraucht wird, haben wir a. a. O. ebenfalls mitgctheilt. 10) So z. B. in seiner Einleitung ' p l 1 p *n nrniNH vnn'hin. Ferner in der Einleitung seines Artikels zu dem Buchstaben 4, Daselbst heißt es: f - mDiwDna.DN ddn? —— — .n^p^D i'byni? ppnp.Tsmpi?'pvyv