Der Orient
- Journal
- Der Orient
- Volume
- 1847
- Issue
- 39 (24.9.1847)
- Date
- 1847-09-24
- Page
- Spalte 611-612 (sequence 2)
- Language
- German
- Belongs to
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üil Bibliographie von Wunderbar. — Makre Dardeke v. H. Bodek 612 ticsc Schrift gleichsam als Probeschrist dieser seiner nciimichtctcn Offiein erscheinen. In dem Verwerte zur . cil’tni Abthcilrmg dieses BnchcS bittet derselbe das Publikum anch wegen der noch mivcllkvmmcn auSgefallcue» Typen scwohl (die allerdings nur wie in einer Lithcgraphic anSsehen), als ivegcn der vielen Fehler (weven cs hier, weil der Drucker noch keinen Cerrekter a»zcstcllt hatte, wimmelt,) nun Entschnldijsnng und verspricht in der Zukunft besseren und kvrrekicre» Druck; was derselbe' wirkliche schon beim Abdrucke der zweiten Abtheilnug gehalten hat, indem hier nicht nur die Typeir verbcsserk erscheinen, sondern auch der Druck ziemlich korrekt ausgefallen ist. Denn der Drucker hatte bereits einen Korrektor in der Person cuu-ä nriis.‘'f.npjri angcstellt. : Ich hebe zugleich nachstehende Schriften heraus, die in gedachtem WNiD pyv eitirt werden. 1) pre.1 1DD von Mose Alaschkar; 2) ISO, enthält ll'VNNr L'pOS von sck'v-i; 3) xyvii iid von Elijja Ha-Lewi; 4) pNL' M'ivn, Lehrer des 'L"u; 5) im by itpiTD von Ahrvn Lapapo (?); 6) ,1'd7L> eiduvri Simsen i; 7) 722 Rechtsl guiachtcn von Samuel Aboab. Angehängt ist diesem Buche endlich: ttHpH weitläufiger umd scharfsinniger Kommentar -zur Mischua 5 bis 9 des ersten Abschnittes der 2^2 N2O2, welche sn N'L-Np “icy anfängt; von Rabbi Josef di Trani, ans dessen Original-Handschrift znm ersten Wal hcransgegeben, nebst einem Vorworte vom Herausgeber, folie, 24 Blätter. Der Verfasser schließt seinen Commcntar mit nachstehenden Worten : „n'Prr.’ ’33iro 'n nnn niPyb 'n ypi, rpv idn nnj rau notcn -ip^i vnrianD -)2D22p nn'in pdh noj m;to onriN d'ö’ m ’ratw:, fw i° nPd ynds uoptp nP; ui?:r np p:?n nsjon rtawi ,-yivi mn y'so- , npo bt* nno imn -eia imno cnn vn^di witinm rvon . nnun -nn^i rmP cP ‘pn pnnJi rm wj? ptPN Ippd idPm onj , icrm nrroa , rtoiDi a l’piDjJtp pt b N'^N'? rron rm L" o:, iboi cmn na b -.son b'j r\)byb ttidni n oyn nn tao n-iDrä1? ’P ni’nb srsnrusp". Am Schlusft dcs Buches lesen wir die Nachschrift: HPN^Dn Qptynv V 2iü n»p3N 3N DnJD1? 'j I DM. t. t. im Jahre 1715; und da das Werk nwiD tjd im Jahre »”n OPV' 72 O) d. t. 1710 unter Regierung, des Sultans Achmed begonnen hat, so hat der ganze Abdruck dieses Werkes beinahe fünf Jahr gedauert, welches uns ein genügendes Bild von der unvollkommnen Einrichtung dieser Druckerei liefert. —■ (Fortsetzung folgt.) Das Buch Makre Dardeke oder / tut altes hebräisch - arabisch - italicm'sches Glossar. Besprochen von ch ' Herrmermr Bodek/ Dieses so selten^ für die Wortbildung der hebräischen Sprache nicht unwichtige Werk, welches ich während meiner Anwesenheit in Prag (1843) aus der Bibliothek meines geehrten Schwieg gervaters, Hrn. Rabbiner R ap a p.o r t, abgeschriiben, und es herauszugeben gedenke, verdient in sofern Beachtung , indem es mannigfache Erläuterungen schwieriger Stellen der Bibel liefert, die auf neue exegetische Bemerkungen führen. Wiewohl auch der Verfasser meistens nach - Onkelos, Jizchaki und Kimchi kommentirt, findet man doch hin und wieder durch die arabische und italienischeUebersetzung neue Worterkla'rungen, die zur Andersdeutung des Satzes dienen, und ofr über manche dunkle Stetten einiges Licht verbreiten, die bis jetzt unverständlich geblieben. Besonders dürste dieses Werk für die Italiener von großem Nutzen sein, weit es ein aradisch hebräisch-italienisches Wörterbuch vereint bildet. — Die Bibliographen erwähnen dieses Werk gar nicht. Gifte Ieschenim, Sederh'a-DoroL sprechen v^n einem gedruckten Religionsbuch sonst aber weiter nichts. Der Verfasser war unserer Ansicht nach einer der unglücklichen, beraubten und vertriebenen Israeliten, welche im 14 —15^ Jahrhundert aus Frankreich auf grausame Weise verjagt wurden , worauf sie natürlich das nächstgele-. gene Italien als Asyl gewählt. .Ohne Stütze, ohne Hilfsmittel, was . btiebe so einem Manne in fremdem Lande übrig sein ~ Lcben^zu unterhalten, wenn nicht durch die ihm nie und niemals geraubt werden könnenden Gcistesfähigkeiten, wenn nicht durch die sich eigen gemachten Kenntnisse, die nur allein im Stande sind, in jeder Lage den Menschen höher zu stellen, ihn aufrecht zu erhalten, um den noch so stürmischen und wogenden Wellen des Schicksals Lrotz zu bieten! — Dieser einzige Anker, welcher durch alle Anfeindungen und Ani", kämpfungen von jeher bis aus den heutigen Tag einzig - bleibt, hat der von uns zu besprechende Autor ergriffen. > Auf diese Weise suchte er sich in Italien als Lehrer ' Nahrung zu verschaffen, was schon der Titel des Werkes ' beurkundet,^ man merkt es aber seiner Arbeit ' ab, daß er sich dieser Aufgabe mit Fleiß und anhaltender ' Ausdauer gewidmet, und er suchte auf eine eigenthümliche Weise die Bibel seinen Schülern beizubringen, indem er durch 1) Wie er sich selbst in der Vorrede ausdrückt : y>r)Nlp , rbwn 'B iwi wm v npu'n V,?pTn. npo ILO O niDD’ -pi, ii-mnx'iipin.npD w *)lDnr O21» Dies beweist, daß man damals noch keine Seitenbezeichnung Hatte und'daher nur die Abschnitte citirte. v '