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Der Orient · 1847-09-17 · 38 (17.9.1847) · p. Spalte 603-604

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Journal
Der Orient
Volume
1847
Issue
38 (17.9.1847)
Date
1847-09-17
Page
Spalte 603-604 (sequence 6)
Language
German
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605 Kritiken. Jellinek. abgcspiegelt. Es spricht sich in diesen NN auch ein Freimuth aus, dem man es ansieht, daß er aus einer philosophischen Schule kommt. So z. B. will es unserem Jeöaja gar nicht einleuchten, daß Sonne, Mond und Sterne nur darum erschaffen wurden, um die unterthänigsten Diener unseres Planeten zu sein«. Er äußert sich darüber nach seiner geistreichen Art, folgendermaßen:' JMDp D"&P nPn uhy. \ow Dan hy)B 3'btp ♦ “"Dip ibiyro bb)b HnN.bnä'üriD cto nwfi ppa -dd d^d!?n .m^y Ppro (Kap. 17). Dagegen hat er aber einen gar zu verächtlichen Begriff von unserer Erde. Sie ist ihm die Kloake, an die die andern Welten ihren Unrath abgeben'! OiWLDttD rmi pN •Dnwsyv D'ppn' nnnicn ta ddd” Pötsr myo (td.). .— Schön ist seine Definition von der Zeit, die den Philosophen so viel Zeit und Mühe gekostet. Er sagt darüber: nriN win (Pjyn bp) yby :.pyi -iko prrv (Kap. 8.) -jnrD bp dis p nnsi in'inb anpn npnn ’^arn ,bboon imp Tüvnz -|nvn dvd insn Py -oiy nnx pa«'isrcrrb dim TäpNSjnn ^Nö'tpr.po* nuP'Tn-pNr pNWDI "pnD'D■ noirv p rm' Sie trifft beinahe mit der von Kant zusammen. Diesem großen tiefsinnigen Geiste sind Zeit und Raum nichts anders als Formen der Erscheinungen. Daß ein so ausgezeichnetes Werk wie die piy nUTD viele Uebersetzer gefunden, begreift sich leicht. Man hat mehre deutsche, französische, spanische, auch eine..portugiesische und eine lateinische. (Näheres hierüber so wie über manches Andere siehe in der biographischen Einleitung, die mit Gründlichkeit und Geschmack abgefaßt ist.) Sie alle stehen aber, wie sich das von selbst versteht, dem Original weit nach.. Wer will auch solches Farben- und Wortspiel treu wiedergeben?. Streng genommen sind Werke dieser Art unübersetzbar. Muß nun einmal übersetzt werden, so sollte wenigstens der Dichter den Dichter übersehen. Hr. Stern hat sich durch mehre poetische Schriften, ganz besonders aber durch seinen Tischbi einen guten Namen gemacht, und seine Uebersetzung kann eine sehr gelungene genannt werden. Z. Ke wal l. 34) Die Todtenfeier an den drei jüdischen Hauptfesten. Von Ad. Jellinek. Erstes Heft. Leipzig, 1846, 8. 35) Zähle die Lage! Predigt am 2. Sabbat der Jubklate- - Messe in der Leipzig-Berliner Synagoge, gehalten von Ad. Jellinek. Leipzig, 1846, 8. 36) ,Tttrp pNN.' .Kanzel-Vorträge in der Leipzig-Berliner Synagoge, gehalten pon Ad. Jellinek. 1. Lief. Leipzig, 1847, 8. 37) nnjp. Die erste Konsirmations-Feier in der. Leipzig - Berliner Synagoge , am 2. Tage des Wochenfestes 1847. Von Ad. I e l l i n e k. Leipzig, 1847, 8. 38) D\JDn Dp. Zwei Kanzel-Vorträge in der Synagoge zu Ungarisch-Brod, gehalten von Ad. Jellinek. Nebst einem Anhänge über „Pirke Abot" und „Midrasch Jona". Leipzig, 1847, 8. Goldenthal. Schor. 604 Der Skern - Korrespondent voriger Nummer wünscht Hrn. Jellinek für das neue Jahr „Papier"; ein sehr paffender Wunsch. Denn Hr. I. verbraucht in seinen Predigten, von denen er die Meinung zu haben scheint, daß Guttenberg eigens für sie die Buchdruckerei erfunden, so viel Papier, daß wirklich eine Papiertheuerung bevorsteht. Jndeß lassen wir den Scherz beiseit. Wir glauben, daß Hr.J. selbst seine Predigten, die er in der Berliner Meßsyuagoge in den zwei Hauptmeffen hält, nicht für so mustergiltige Exempel der Kanzelberedtsamkeit hält, daß die Vervielfältigung durchden Typendruck eine Zierde für die Welt ist; wir glauben , daß er fühlt, daß Predigten für Hörer, aber nicht für Leser, für fromme Synagogengänger, aber nichts für die Konsumtion räffinirtcr Lumpen bestimmt sind, und wirklich sind die gedruckten sämmtlich G elegenhei tspr cdigten. Die Gelegenheit kann aber den besten Menschen zum Verschwender und Papierverderber machen, aber die Gelegenheit entschuldigt' auch wirklich Alles. „Die Todtenfeier" hat er zur Bequemlichkeit, „Zähle die Tage" zu seiner Wertheidlguug, fur.„rrnrp flNTl" habe ich noch nicht Gelegenheit gehabt, eine Gelegenheit zu suchen, „die erste Cdnsirmalionsrede" wurde zum Angedenken der Confirmandin gedruckt, obgleich sie auch im Manuskript den Dienst der Beherzigung hätte thun können und Op " hat zum Zweck, Ungarisch-Brod, die Perle Oesterreichs, zu verherrlichen. Das sind die fünf Gelegenheiten für die fünf gedruckten Ergießungen und deren Dasein ist somit gerechtfertigt. Daß der Prediger I. eine gute Predigt niederschreiben kann, daß der Schriftsteller I. eine gute Predigt halten kann, ist vielleicht die unbekannte Gelegenheit, welche allen die gedruckte Existenz gegeben, und wir wünschen auch sämmtlichen hier angezecgten Predigten paffende Gelegenheiten, um unter das Publikum zu kommen. Der Anhang über„Pirke Abot"zu DM DH Op ist leider nur ein Anhang, daß der Vers, künftig über Pirke Abot schreiben wird, so daß diejenigen , die wirklich über Pirke Abot schreiben, vor Conkurrenz nicht zurückzuschreckcn brauchen. Das kurze Wort über „Midrasch Jona" hingegen ist in der That ausnehmend gut und treffend, nur hätte der Verfasser gerade hier nicht so mit dem Papier sparsam sein sollender hätte sich's lieber am Op absparen sollen und hier, da er einmal im Zuge war, etwas abgerundetes gehen sollen.— 29) *mpnn bwn hy nnpon -)sp u. s. w. Clavis zum Talmud von Nissim b. Jakob aus Kekruwün im 11. Jahrhundert. Zum ersten Male ngch einer höchst seltenen, uralten afrikanischen Handschrift, die sich gegenwärtig auf der kailerl. Bibliothek zu Wien befindet, herausgegeben und mit begleitenden theilß stellennachweiscnden theils sachlichen Noten unter dem Namen npy* pNO versehen von Dr. Jak. Golderifhal. Wsen, 1847, 8. In der k. k. Hof- und Staats-Druckerei (Bl. 63). 36) Nissim b. Jakob und sein bw•fiHDDn “ilPrin. Eine Abhandlung von M. H. Schor. (Nach dem hebr. Original bearbeitet von Geiger). Eingerückt

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