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Der Orient · 1847-09-17 · 38 (17.9.1847) · p. Spalte 605-606

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Journal
Der Orient
Volume
1847
Issue
38 (17.9.1847)
Date
1847-09-17
Page
Spalte 605-606 (sequence 7)
Language
German
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605 Kmiken. Nissün's, Clavis in Wissenschaftliche Zeitschrift für jüdische Theologie V. . Grünb. u. Leipzig, 1844, 8 S. 431—445. (Schluß.)' > ' Wenn Hr. G. diejenigen Erwähnungen der alten Werke auslaffen wollte, die man wohl voraussetzen konnte, wie Talmud Jeruschalmi u. Babli, Tosifta, Mechilta, Sifra, Sifre, Bereschit de-Rabbi Oschaja, Jelamdenu, Abot de Rabbi Natan,"Halachot Gedotot, Scheeltot, so halte er doch wenigstens genau angeben sollen, wo er die D'tflN.in , die seinen Vater Jakob b. Nissim, seinen Lehrer Chu schiel, den letzten der Gaonen Hajä nebst Scherira citirt, da bei der Dunkelheit, welche diese Zeit noch umhüllt, bei den vielen untergegangencn Schriften von babylonischen und Maghreb'schen Lehrern und bei der großen chronologischen Verwirrung auch das noch so unbedeutendste Citat vielfach erwogen werden muß. Hrn. G. ist gewiß die Wichtigkeit, welche dergleichen Erwähnungen bei einem Schriftsteller wie Nissim haben, nicht entgangen, denn er giebt uns ja.in Bezug auf die Tosifta (Vorr. 7 b) ein schönes Beispiel, und schon dieser Umstand hätte ihn zu einer kritischen Besprechung solcher Citationm veranlassen sollen.* — Ein anderer sehr wichtiger Punkt, der hier unbeachtet geblieben und mit dem der Herausgeber seine Ausgabe hätte zieren sollen, Ist eine Untersuchung über die Abfaffungszeit dieses Mafteach, und zwar um deswillen, weil eben eine bestimmte Angabe im Buche fehlt. Nissim gedenkt seines Vaters Jakob b. Nissim am Schluffe seines Vorworts mit den Worten DU pnHjl 'QN HDD nijrt DD W ]1)lv worauf man sieht, daß dieser bereits bei der Abfassung gestorben war. Da wir aus Jakob b. Nissim's Vorrede zum Jezira-Comm. wissen, daß er um 928 das 20. Jahr überschritten hatte, so kann man wohl annehmen, daß er vor 10U0 gestorben sein mag. . Auch gedenkt er des R. Chu schiel, der bekanntlich erst um 962 (*|Vn) nachKeiruwan gekommen, wo ihm Ehanan el geboren wurde, bereits alö verstorben (9.13 a)/was ebenfalls nur erst zu Ende des 10. Jahrhunderts oder gleich nachher sein kann. Aber auchder Gaon Hüjcr, dessen er 9. 13a, 15a., 28 b, 33a, 44a, 54a mit großen Lob es spenden und mit Anführungen seiner Erläuterungen gedenkt, erscheint zumeist mit dem Zusätze V'j u. dgl., so daß das Jahr 1038 ebenfalls verstrichen gewesen sein mußte. Wenn wir den großen Zeitraum zwischen der-Geburt seines Vaters, um c. 905 und dem Todesjahre Haja's 1038 betrachten, als die einzigen bestimmten Endpunkte, die uns zur ungefähren Zeitbestimmung für Vater und Sohn gegeben ’) Bei dieser Gelegenheit will ich noch bemerken, daß die Anführung S.'s, Nissim führe.unser Bereschit rabba immer rnitdemNamenBereschit de-Rabbi Osch aj a an, falsch ist, indem er S. 20b Bereschit vabba de- R. Hoschaja anführt, und die ausgekramte Gelehrsamkeit Geigers zur Stelle sonach am Unrechten Ort ist. Eine Worterklärung aus den großen H a l a ch 01 xitict er u. d. F. wnM nD^n 1ÖK 21 a, 28 b, was Hr. S. auch nicht angegeben. zürn Talmud. Goldenlhal. 609, sind, so muß man nothwendig annehmen, daß er dieses Werk in den letzten Tagen seines Lebens abgefaßt haben müsse. Nach den Chronisten waren Ni ssim und Chan an el, die beide noch um 1038 gelebt, im Jahre 1050 bereits verstorben. Und daß er im hohen Alter, an der Spitze von wißbegierigen Schülern stehend, fast vor seinem Tode diesen Mafteach geschrieben, beweist ebenfalls das Buch selbst und der Umstand, daß er darin von seinen Schülern spricht, die ein solches Hilfsmittel zum leichtern Verständniß des Talmuds , wünschten (vgl. 34 b, 381), 50 a). Er gedenkt auch im Buche (25a), daß ihn ein Talmudjünger aus Spanien über eine Stelle (Berach. 26) gefragt ('^2 T>ßbn iT^y TD Da wir aus Sefer ha-Kabbala wissen, daß von dort aus Samuel Ha-Nagid sich als Nissim's Schüler betrachtete und von Nissim Lehren empfing, so ist dieser spanische Talmid gewiß kein anderer als dieser Nagid und indem dieser (nach Sef. Ha-Kabb.) erst mit 1027 irgend eine Bedeutung gewonnen, so fällt jene Anfrage wahrscheinlich erst nach dieser Zeit. Die Hypothese Rap.'s ist also wahrscheinlich, daß er c. 1040 gestorben sein mochte und er hätte demnach den Mafteach.zwischen 1038—40 geschrieben, in den letzten zwei Jahren vor seinem Tode, und daraus erklärt sich vielleicht der Umstand, daß er den in dcr Vorrede angegebenen Plan vielleicht nicht beendet, indem keine Spur von einer Wetterführung irgendwo zu entdecken ist. Sein Todesjahr auf c. 1040 zu setzen, zwingt uns übrigens auch das Geburtsjahr seines Vaters um c. 905; denn nehmen wir danach an, daß Jakob diesen Sohn im 50. Jahre seines Lebens bekommen, d. h. im Jahre 955, so mußte Nissim 1040 schon 85Jahre alt gewesen sein, was gerade ein Alter ist, das noch nicht hoch genug erscheint, um von Chronisten besonders angemerkt zu werden. Chananel, der etwas später, nach 962, geboren wurde, wird auch wahrscheinlich etwas später gestorben sein, und er war auch bereits 1050 todt, fünf Jahre später starb Samuel Ha- Nagid (1055), was auch richtig paßt, da Samuel und Nissim eine Verschwägerung in ihren Kindern eingegangen. Unter den von ihm verfaßten oder unternommenen Schrifteni, die Rap. mit den trefflichsten Erläuterungen aufzählt, ist noch das mmn ’tapO TID "10D, von welchem er (9. 24'). sagt: Y-w rnrjn ronV T>ny W T7N, hinzuzufügen, obgleich es mehr als wahrscheinlich ist, daß er es gar nicht geschrieben; dann hat das □'nnD pfeift Nissim's mit dem zweiten Theile seines wahrscheinlich nie ausgeführten Mafteach's gar nichts zu thun, so daß jenes ganz anders chärakterisirt werden muß.— Bei dieser Gelegenheit will ich noch bemerkendaß die Nachsprecherei Schor's, der Comm. Jatob b. Nissim's zu Jezira sei gar nicht von Jakob b. Nissim, sondern von einem Jehuda b. Nissim, sich auf Munk beziehend, ganz grundlos ist. Der Jezira-Comm. des Jakob b. Nissim, der jetzt nicht mehr ein Geheimnis' ist, hat mit jenen: des Jehuda b. Nissim weder in Form noch in Inhalt etwas gemein, wie auch 4 Jahrhunderte zwischen ihnen liegen. Den letzter» hatte Botarel vor sich und er nennt den Verfasser p rrnrp

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