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Der Orient · 1847-09-17 · 38 (17.9.1847) · p. Spalte 597-598

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Journal
Der Orient
Volume
1847
Issue
38 (17.9.1847)
Date
1847-09-17
Page
Spalte 597-598 (sequence 3)
Language
German
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■ :.i. -■ . ..... . 597 Studien. Raf. Mcldola's Biographie, mitgetheilt von. Zipser. : LebenSgeschichte Nafael Mel-ola's und ein Bild der jüdischen Zustande in Italien zu seiner Zeit. (Fortsetzung.) Diem'chiportugisischLn jüdischen Einwohner, die 'in Aukona verschont geblieben und die durch das Gelingen eines selchen Vorhabens theils den Zorn des Pabstes ans sich zu ziehen fürchteten , theils um ihren eigenen Handelserwerb besorgt waren, protestirten gewaltig dagegen. Sie behaupteten nämlich, was auch mehr Wahrscheinlichkeit für sich zu haben scheint, daß der Herzog, früher noch als dieses Ereigniß zu Ankona geschehen, von seiner Kapitänstelle entfernt worden ist. Der Herzog hatte nämlich, als Verwandter'eines frühem Pabstes, dessen Schwestertochter er geheirathet, diese Stelle erh alten. Als Paul TV. den päbstlichen Stuhl bestieg, übertrug er diese Stelle an einen seiner Verwandten wieder, da er ebenfalls, nach Manier seiner Vorgänger, den Glanz seiner' eigenen Familie heben wollte. Was die Befreiung der Portugiesen betrifft, so sei. der Herzog $it dieser edlen Handlung mehr aus philantropischer Gesinnung als ans Spekulation einer engherzigen Berechnung geleitet worden (iSn §. 8:, HJD b ]'i* prin.pN finpD3 -nidV mnn b .bönsn idn »th 'rDTiNvryn' HEP -rilJDi) mnrp rtfni tw mWob). Diese Angelegenheit erregte unter allen türkischen Gemeinden große Gährung und Bestürzung sogar, weil sie/ selbst nicht wußten, auf welcher Seite sich wirklich Gefahr befinde, zu welcher Partei, sie' sich zu halten haben. Sie beschlossen zwar acht Monate ihren Handel nach Ankona ei nzn stellen und nnterdeß den Lauf der Zeitumstände abzuwarten. Da sie aber endlich die Unmöglichkeit einer solchen Geschaftsübersiedelnng einsahen, so wollten sie eine ansehnliche Summ« (O'ms) D'eÄn b in Yb) znsammenlegen, und sie als Geschenk dem Herzog verehren. JnKonstantiuopel, wo cs an zehn scfardische Gemeindekörpnschasten gab , unter denen ein Theil für die Portugiesen zu Pisa , ein anderer, und zwar der beträchtlichste Theil, für dieAnkoner gesinnt war, kam es sogar zn gewaltthatigen Auftritten in den Synagogen, als Einige obettpähnte »ivIOrn zu veröffentlichen strebten. Eine angesehene Witwe, Namens Greißa Maßia und ihr Schwiegersohn Don Josef, welche dieMäcene der jüdischen Gelehrsamkeit daselbst waren (RGA. v. I. Jbn Löw II. tz. 261) und an die sich, auch die Portugiesen verwendeten, droheten dm dortigen Talmudgelehrten mit Einziehung ihrer wöchentlichen Unterstützungen und gänzlicher Vertreibung aus den Lehrhäusern, wozu auch schon 598 an benannten I. Jbn Löw der Auftrag ertheilt wurde, wenn nicht öffentlich in ihren Synagogen dieser Handelsverboi nach Ankona proklamirt werde.. ,,R. Josua Soneino, aus dessen Werke die ganze Mittheilnng entnommen ist, der sich eines großen Ansehens unter seinen dortigen Glaubensgenossen erfreute, wurde.ebenfalls durch allerhand Kunstgriffe zu ge»vinnen gesucht. Er blieb jedoch standhaft auf Seite der feiner Meinung nach im Rechte seienden Ankoner. Er äußerte sich über diese, damals so viel Aufsehen erregende Handlung wie folgt: Ntw HD ta-nans nrnp rwjoi (RGA. Nachla li-Jeh. §. 40) rrbrip mbyn ob^o mon cro ruHJNötwips n&yj ■3333 HD IT TT)DJ vb runJNDMp HD HPN 3")D0 ’J3D my^.^yn^ob an nn loin av thn-qv, m!?ru no?n j*n »isrns vy bx'iw dni -py. Merkwürdig ist ferner folgende Aeußcrnng, womit er seine gegen die Portugiesen gerichtete Meinung zu rechtfertigen strebt: II). §. 39 heißt cs: ibtt DniHH p3 mon^ JND1 bw'lD31D3 DW 'D1DJ CW OlpD PH prh rrrs Nt> btoim nm m x,ruh nP3cyn ■»djd nnn anD3n nD3 drb wyw dVn pw'nnrvo mn' xi3p^ pTny; rw njn p bob ,“nn3 Nrfrm hdd'n in^Ni cm3 nssty by rvBpj det^d .jrn nwyb rwow .ton«hd' 'rrn .DNi njnt) ddsj; toni y3ipi ^n.TO3)D3'DJn^ 'Q bo nnnnp UODÜ TPM sDy cp^notar d/n! pw rosnrä pn in rrrw.nnn imn 033N D33pD DHIN D'DDDT DWh Dn^ynpD) DipD fiysi. Zur Bekräftigung dieser seiner Ansicht, führt er daselbst noch folgende empörende Handlung an , die selbst zu Pisa kurz vorher gegen die Inden von dem Bruder des Herzogs verübt worden: warn -“pyn m\*D mp oy opnn tin wsb Dp. ipwN ’^yDD inomv nnN -wn irippr ayD imv ynpi n'bn bM3 tdtn ab bw. — <3äjtöc daß mir der erste Theil des I. Jbn Löw der bei dieser Angelegenheit auf Seite der Portugiesen eine Hauptrolle gespielt und der ohne Zweifel in diesem ersten Theile seines Werkes noch andere diese Sache betreffende Daten anführen - muß, nicht zu Gebote stehet. Noch ist folgende Berichtigung in Betreff dieser Geschichte zu machen. Nach Schalschelet ha-Kabbala ereignete sich dieses Elul')OW b. August 1555, also imAutrittöjahrPaullV., hingegen heißt cs in unserem angeführten Autor wie folgt: RGA. Nachla li-Jehe-schua tz. 40: vbw nD3DnD mby tep p^i ow bv --nosn iy wnn dphd h^pjnd nnbv nvWp dto rwioiy M3 nr pr N'w r^n. ■— Nach dieser Angabe wäre es erst um ein Jahr später geschehen. Wir kommen nur znr weitern Beschreibung unseres Rafael, der nach diesem Drte als Rabbiner berufen wurde. Zlc seiner.Zeit haben die Juden äußer Rom, woraus man sie nie, nicht einmal unter Pins V. und Clemens VIII. vertrieb, im ganzen Kirchenstaate Duldung, und besaßen sie nicht wenig lukrative Rechte daselbst.So hatten z. 38*

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