Der Orient
- Journal
- Der Orient
- Volume
- 1847
- Issue
- 37 (10.9.1847)
- Date
- 1847-09-10
- Page
- Spalte 587-588 (sequence 6)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 94% known words query
- IRI
…/8555529-9890729-9890751--5123-3533490- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
58* Hrn. Dr. Fürst besprochen, und die Geburt Levita's auf 1477^. / und dessen Sterbetag auf9. üZJßy ^549rzir: bestimmt angegeben, woraus sich ein 72jähriges Alter ergiebt. Wir wollen aber mit mehr Grund behaupten, daß die Dauer seines Lebens sich bis ins achtzigste Jahr erstreckt hatte. Erstens, sind uns seine Verse zum nysy hinreichender Beweis dafür, wo es heißt: Ä jp? "M2 Denn wenn auch manche aus Eitelkeit das Alter-verleugnen, kann man es sich doch nicht von ihm denken, daß er aus Nichteitelkeit zur Zahl seiner Jahre zugesetzt haben soll? Als zweite Stütze zu unserer Behauptung lassen wir hier seine Werke/der Reihe nach folgen, wie sie de Rosst aufführt, auf deren Inhalt wir noch zurückzukommen gedenken, woraus es klar zu ersehen ist, daß er 80 Jahre lebte. a) 21*0, erste Ausgabe: Padua, 264^:1504 im 27. Jahre. Wahrscheinlich hat de Rosst die in Pesaro 4 Jahre später erschienene Ausgabe gesehen, wenn er die Zeit auf 1508 angiebt, und ist er auch im Jrrthum, wenn er meint, daß dasselbe' Werk unter dem Namen v. Binjamin b. Jehuda erschienen, letzterer hat blos einen UNDQ dazu geschrieben. l>) 21N2N t'ro Jahre 277—1517 im 40. Jahre seines Lebens. ~ , e) nüD'iDil in Rom 278~=t.518 im 41. Jahre seines Leidens verfaßt. d) in^-^B.in Pesaro 28Q==1520 im 43. Jahre sei? nes Lebens verfaßt, Dasselbe in Basel 287==1527. 7 Jahre später gedruckt. ‘ e) rffiDpH rrapp. in Venedig 298=1538 im 61. Jahre verfaßt. . , Dasselbe in Basel 299^1539. 1 Jahr später 2. Auflage. 1) 21p in Venedig 298^-1538 verfaßt und gedruckt, ß) sQ^liip ln Jsny 301----.1541 im 64. Lebensjahre. Dasselbe in Venedig 320^-1560 nochmals aufgelegt. K) '2!^N in Basel 317^-1557, also im 80. Jahre, abgerechnet i) an welchen er fast 20 Jahre gearbeitet, wie er selbst in der Vorrede zum Tischbi erwähnt. Wir vermuthen daher mit Recht, daß Lepita 80 Jahre gelebt, sollte aber irgend ein Zweifel darin walten, ersuchen wir, uns in diesem Blatte zu belehren - bei solchen'Streitigkeiten kann hie Wissenschaft immer nur gewinnen. Hexrrnan Bodek. Kurze Anzeigen. 32) Sefat Chachamim, oder Erklärung der in den Talmuden, Largumim und Midraschim vorkommenden persischer und arab i fchen Wörter. Bon Ad. Je ll in e k. Leipzig, 1846, 8. (Hebräisch und einger. in Js. Benjakob's w D2Piip o^ny' ovm 33) Nachträge zu meinem Sefat Chachamim. Inhalt: ^Lexikalisches. 2) Sitten der Perser, Meder und Araber. 588 3) Lew: ben Sksi. 4) Statistische Ueberstcht. Von . Ad. Jellinek. Leipzig, 1847, 8. Erforschung und Ermittelung.persischer und arabischer Fremdwörter in Talmud und Midrasch hat nächst dem philologischen Interesse auch eine kulturgeschichtliches; das Judenthum mit seinem talmudischen Schriftthume hat sich unter dem Zepter der Saffaniden, unter dem Eindrücke persischer Kultur entwickelt, und wenn anch die Jsolircheit der Juden einen kräftigen Einfluß abwähren mochte, so kann dies doch nur erst dann feststehen, wenn soviel von diesem Einflüße sich faktisch gezeigt uns vorgeführt wird. Hr. I. hat dies mit der richtigen Erfassung des historischen Hintergrundes zum Gegenstände einer eigenen Arbeit gemacht', und anstatt man früher nur gelegentlich einzelne persische Ausdrücke zu erläutern suchte, hat er fast an 300 dergleichen zusammengetragen und erläutert. Wichtiger jedoch als die Erläuterung selbst, die oft nur zu kurz und daher unklar ist, erscheint uns das hinten aufgestellte Regulativ (unrichtig statistische Ueberstcht genannt, da zur Statistik eben die Ausfüllung fehlt), wie die persischen Fremdwörter rubricirt werden müssen, um auch für historische Resultate fruchtbar zu werden, und wir wünschen, daß er nach diesem Regulativ uns bald ein Ganzes, nach Durchlesung des ganzen Talmud's möglicherweise vollständiges Bild dieses Einflußes geben möge. In seiner bisjetzigen Weise ist er aus der Vereinzelung aber nicht herausgekommen, der Leser gewinnt keine Anschauung, und da bei der Erklärung zuweilen die philologische Schärfe und Durchsichtigkeit fehlt, so kann der Leser oft weder die Wichtigkeit noch die Richtigkeit einsehen.' Dazu kommt noch, daß der Vers, blos das Neupersische verglichen, während er gerade vorzüglich das Zend und das Pehlevi dazu hätte verwenden müssen und überdieß um das Wild nicht zu trüben, das Arabische als ein zu verwandtes Element ganz hätte ausgeschieden werden sollen. Wir erwarten jedoch von Hrn. I., daß er diese begonnene Studie recht bald in größerer Ausführlichkeit und Einheit und zwar in vaterländischer Sprache fortsetze, damit die Wissenschaft nicht blos Knospen und Blüthen, sondern auch Früchte erhalte. 29) "iip^nn bw nnson idd u. s. w. Clavis zum Talmud von Nissim b. Jakob aus Keiruwün im 11. Jahrhundert. Zum ersten Male nach einer höchst seltenen, uralten afrikanischen Handschrift, die sich gegenwärtig auf der kaiserl. Bibliothek zu Wien befindet, her- " . ausgegehen und mit begleitenden theils stellennachweiscnden theils sachlichen Noten unter dem Namen 3pys -)fo, versehen von Dr. Jak. Goldenthal. Wien, 1847, 8. In der k.?. Hof- und Staats-Druckerei (Bl. 63). 30) Nissim b. Jakob und sein ftfiDDn 2DD TlD^nr?-■ Abhandlung von O. H. Schor. (Nach hem hebr. Original bearbeitet von Geiger). Eingerückt in Wissenschaftliche Zeitschrift für. jüdische Theologie V. Grünb. u. Leipzig, 1844, 8 S° 431—445«. (Fortsetzung.) Was nun die Entstehungsgeschichte dieses Buches anlangt, so spricht sich Nissim in seinem Vorworte viel deutlicher und klarer aus, als es von dem jetzigen Herausgeber geschehen. Kritiken. Jellinek. Goldenthall Schor.