Mannheim
Compact Memory

Der Orient · 1847-09-10 · 37 (10.9.1847) · p. Spalte 583-584

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Der Orient
Volume
1847
Issue
37 (10.9.1847)
Date
1847-09-10
Page
Spalte 583-584 (sequence 4)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
84% known words query
IRI
…/8555529-9890729-9890751--5121-3533488
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

Mentioned entities

OCR text

1 entity mentions

583 ah ernichts desto weniger gegen jenen Mißbrauch, der dieses Amt hervorgebracht, indem es schon damals von der ursprünglichen Rolle des Borbetens in die der Singkunst übergegangen ist. — (Jb. §. 24): nap!? fe ndjtid varbn t£o"Di irwcto nwnnrfet# pn poa d ni 'm ntpDDnni D'jvpin , dstwv jun nnDDi Sipn ^ndi tddd nur pfe fei? pm. Ebenso stimmt er daselbst der Meinung des Tur (zu OCH. h. 68) und des Jbn Esra (zu Koh. 5)'zur Abschaffung der Pijjntim bei. Nicht uninteressant für unsere heutigen Kultusbestrebung'en scheint folgende stelle zu sein, die Rafael aus einem arabischen Werke des Abraham Maimuni in seinem Gutachten citirt. Abraham spricht nämlich im Namen seines großen und weltberühmten Vaters,/ wie folgt (ib. §. 80): niOK/ Ntnt xb. mbz fennw tin di btpn nfenn fw nrontsr Dy HT DHDCD tÖH.. HDD yofe Dyn b D^p^ VT" INSV: niOT DnDlN DH^ HT rODf ilfex nrpjSO nt d"nv nfenn nntnn pvy nnb pNrfen rfenn öroin i'np pn"-nOT. ppnn pb) Vü py bwio na tsn fen^Dyn -in®) , '»pD w dn m)rb nfentnfea cyninfety nmm nrnp mom pyy nNNainfenN iruo nfenn )ü"ow nj? nna d^d fern' mnN daiy -iDinv 'injD ihnv xm w hi ünson pp'nn nt DDnDnn ddh LM rby p^n n nfe npsn vn&y feon nsop Narrow nn^a n'.n fe fe nn rono pdd nNnirjD- Wy mdd norm \*y. Nin^ 'v nn fe Mipnnt Dnnon / i?y npfe feinn p mob ynw wwM Daiinn. Beim Lesen der ersten Halste dieser Stelle ries ich unwillkürlich aus: Alles wie bei uns, leider, daß ich es nicht auch bei der andern Hälfte sagen kann. — Es befremdet mich umsomehr, warum man nicht das hier angegebene Mittel zur Herstellung der in unfern Gemeinden so verwahrlosten Andacht anwendet,. nachdem selbst Mharil, den wir doch als den Heros der jüdischen . nfenn unJD betrachten können, schon diese Einrichtung kannte und Gebrauch davon machte. — M'ahril, Test p. 45 a ed. Hanau 1628-: rfen t^SnD. pnmn nno na nvf .fepty y-ino nDN iDynfenn fei Dn fern fenntN nr)b nw nm /TttrnJjw ns pny feen nb nw piß nnN’b ms pn wirn -iip fenrp .-nryn. ■ono .nnK Nnpi in ,to nfe D.3y\ —Nachdem Rafael nach Pisa gekommen, erhielt die durch seinen Abgang in Livorno vakant gewordene Stelle sein Schwager und Cousin David Meldola (NGA.Maj. Rab. 1b. h. 8. Auch dieser war Rabbiner und Chäsan zirgleich). Pisa war ursprünglich eine portugiesische Gemeinde und hatte ein besonderes Schicksal schon bei ihrer Entstehung gehabt. Nach jener grausamen Vertreibung an§ /der phrenäischen Halbinsel wanderten die Unglücklichen von einem Lande, zum -Andern, ohne jedoch Ruhe " für ihr Gemüth und Rast für ihre Glieder zu finden. 584 Die Päbste, welche die eigentlichen Urheber von dieserdie Menschheit ewig schändenden Verfolgung waren, benützten nichts desto-weniger diesen Umstand, indem sie dm Flüchtlingen, zwar unter sehr erniedrigenden und alles menschliche Gefühl empörenden, aber doch in Anbetracht der damaligen Umstände, gern allgenommenen Bedingungen die Thore ihrer Staaten eröffneten. Für dieses, wenn auch nicht zweideutige, doch wenigstens seltsame Betragen, wurde zwar die lächerliche Behauptung aufgestellt, daß man/die Verstockten an der Quelle des heiligen Geistes leichter zu bekehren/hoffe; in Wahrheit aber wurden die Vertriebenen deshalb aufgenommen, um vermittelst ihrer den levantinifchen Handel nach Rom zu ziehen und.die apostolische Schatzkammer zu füllen. Eine solche portugiesische jüdische Kolonie wurde auch in Ankona ausgenommen, nachdem sie sich sogar in Portugal, im Drange der Zeit, äußerlich zum Christcnthume bekehrte, später aber, durch günstige Umstände mit ihrem Habe flüchtete. Dies geschah unter Paul HI, der überhaupt seine jüdischen Unterthancn begünstigte und menschlicher behandelte, so daß er sich deshalb den'Haß mancher Eardinäle znzog (Sadolet ist, XII. Ep. 5. 6). Viel drückender war ihre Lage unter Julius III. der alle Exemplare des Talmuds und sonstiger jüdischen Schriften in ganz Italien verbrennen ließ. Am drückendsten jedoch wurde diese Lage unter Paul IV, der gleich bei seinem Antritte seinen gegen das jüdische Volk gerichteten Haß, durch jene zwei, seinen Namen auf ewig brandmarkende Bullen zu erkennen gab. Hiermit nicht zufrieden, schickte er einen Abgeordneten nach Ankona, nm die dort unter der Regierung von drei Päbsten friedlich lebende portugiesisch-jüdische Kolonie zur- Wiederannahme der aufgegebenen christlichen Religion, zu welcher sie sich gezwungen bekannten, zu bemüsfigen. Sechzig gingen über, die sich aber weigerten, starben den Feucrtob und ihre Güter wurden für den päbstlichen Schatz cingezogen. RGA. v. I. Jbn-Ä'öw II. §. 54: Dr,nN ruipjio DnnM by feni nynsjn zw nnt^p nrD’QNnb D.TDDJ b mpbr , DipD amx .rn DL/n n^np hy hod nfe. Auch wurden viele zu der Galeren geschickt , wovon sich die Meisten, bis ans 24, die ebenfalls ein Raub der Flammen wurden, KttctcH. pW Ende: 20pj ~hn nNnND^ipn^p nn Din .püp nwnnrp nn^pnn nn^i nDN rinAj--nwoi nxt.» .rpiTi.-.-rara w'inü a ^nnn ta oyi , naw/ 'd /nt .p-w* yü' xb ~\m orb nw rn b)b wfe bx DinV&y p an1? riw nt tnnD '»Nfein bn üwmb fety. D^y w: nnN njpti d^:n /d m yarb an &b mrn) fe UV' üijjdd D^ojy. Bei dieser Flucht stand ihnen vorzüglich der Herzog von Urbino bei, der sie auch in seiner Residenzstadt Pisa'aufnahm. Was cigeritlich bcu Herzog dazu bewogen, darüber sind die Mei- Studien^ Raf. Meldola's Biographie, rnitgetheilt von Zipfer.

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.