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Der Orient · 1847-08-20 · 34 (20.8.1847) · p. Spalte 541-542

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Journal
Der Orient
Volume
1847
Issue
34 (20.8.1847)
Date
1847-08-20
Page
Spalte 541-542 (sequence 7)
Language
German
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541 Kritiken. ' . : )b jrnr.j *6 rc^so in^nn wüwt\) o^n1? inan nuten;) ': kl^vN> ll'L'LNY N^;2 Wtz 2° M , ’n"b B'IK l‘Tnn’3 irros? inVpn 29 inn ■ ■ riti'nn bna £y2 •voeHjjn Padua, 29. Juli 1847. Sam. Da v. Luzzatto. Kurze Anzeigen. Zur Kenntnis der jüdischen Literatur Ungarns. (Fortsetzung.) IV. Pertenblumen aas den blüthenreichen Hainen orientalischer Weisheit; eine neue, wörtliche, metrischgereimte Uebersetzung res zwanzigsten Buches im alten Testamente, enthaltend: die Sprüche Salomo's. Bon M.. E. Stern Lehrer des hebe. Sprachfaches an der öffentlichen israel. . Lehranstalt in Preßburg. /— Preßburg, gedruckt Ui C. Carl Winschek. 1832. 8 S. 76. - Herr-Stern gibt in der langen, sehr langen Vorrede , den-Grund an, warum er den Reim gewählt —, weil nämlich „die Sprüche", dieser Schatz orientalischer Lebensweisheit, und gediegener Erfahrung, es allerdings werth sind, im Munde des Volkes aufbkwahrt zu werden, was aber bei der Prosa unmöglich und nur durch den Reim möglich gemacht wird. Ob H Stern seinen Zweck erreicht, wissen wir nicht, die preßburger Eckensteher führen noch immer nicht die Sprüche im Münde \ Wir sehen übrigens ein Resultat, daß er die poet. Lizenz etwas weit treibt, oft sehr frei übersetzt, wie z. SS, 10, 22. 11, 8., Manches zusetzt, wie z. B. 12,. 3., „auf seinem Höhen", 14,21., „mit Reichthum oder ohne" u. dgl. m..— Die Uebersetzung ist oft abweichend von allen bisher gedruckten Uebersetzungen und Kommentaren, und zwar nach einem Kommentar, den. der Verfasser damals noch in petto hatte, worunter manche recht gut, wie z. B. 14, 9. 30, 11—15, manche wieder recht schlecht, wie z. B. 12, 8,-als ParaleUe genommen, was durchaus keine ist, und 17, 6. wieder umgekehrt 5,. 3. yi Klippe (!?), ,13, 16 Qny Fromme (?),: 30; 27) Warum sollen ihm nicht sogar die Himmel ihren Dank spenden? Ist doch der Glanz der Sonne Ruhmeszeichen des Iekutiel, da seines Lobes die Welt voll ist. , 28) Wie M-ann und Weib (7,^1 d. h^ wie der Mensch einen Vorzug hat vor der Thierwelt,. so haben seine Thaten der Güte einen Vorzug vor denen anderer Menschen. 29) In der HS. steht Kurze Anzeigen. 542 l'^D Spruchsammlung u. And. — Besonders, da die Uebersetzung (wenn dtts auch auf dem ausführlichen Titelblatt nicht ausdrücklich gesagt wird) doch trügt unsere schwache Kombinationsgabe mcht — eine deutsche sein soll, so hätte., der Verfasser sich des deutschen Styls mehr befleißigen , und nicht schreiben sotten „eine Oel sanfte Klippe", „nach... Wege", „dessen Liebe ist berichtigt (?!), d§r sein Kind züchtigt", zum Gefühl sich lenken (!) und dgl. Redensarten mehr. — Die Uebersetzung ist zwar schon 12—-14 Jahre alt, Hr. Stern hat seitdem viel geschrieben und sich mit Recht einen bekannten Namen verschafft, aber wir. können ihm noch immer mit gutem Gewissen im Interesse der Literatur (!?) den Tausch vorschlagen: seine h ebr ai sch en Arbeiten etwas weniger, und seine deutsch en etwas mehr deutsch zu schreiben, und er wird auf beiden Seiten nur gewinnen. — V. D\Jpr nyi 'D. Komm, über den Pentateuch von dm Losafisten, verf. iin Jahre 5177, nebst -)rjy von Jak» Nunez Vais. Ofen, 1834. 4. Bl. 70. — Der Da'at-Sekenim ist ein nicht unintreffantes Werk und ganz im Geiste , Tone undSlyl der damaligen (welches Prädikat auch vielleicht füglich wegbleiben könnte) französischen Schule gehalten 5 von freien , kritischen Sinn bekundenden Äußerungen keine Spur, von Philosophien und Raisonniren keine Ideel Es werden immer nur kurze Erklärungen gegeben, bei denen aber der Midrasch eine Hauptrolle spielt, der oft in sehr ausführlicher Länge — wie selbst bei Raschi fetten — mitgethnlt wird (v. e. g. Gen. 6, 9. 19. 7, il. 24, 39. 29, 25. 39, 2. 12. 45, 4. 47, 9. 49, 10 u. c, m.); Raschi wird sehr oft citirt und müssen wir gestehen, daß — wovon man vielleicht eher das Gegenteil zu erwarten berechtigt, gewesen wäre — ihm hier von den Verfassern der Tosafct viel mehr Achtung, Ansehen und Autorität, als das im Talmudkommentcrr der Fall ist, eingeräumc wird. Denn während er dort meistentheils angefochten und oft widerlegt, wird er hier nur angeführt, zuweilen besprochen und erläutert, nur sehr selten widerlegt und anullirt. Auch der Kommentar des freisinnigen Ibn Esra wird genannt und benutzt (Gen. 19, 31. 38, 26. 39, 19 a. a. St.) , wie auch viele andere Gelehrte, von denen der'Sammler dieses Werkes mündlich oderschriftlich Erklärungen verschiedener Pentateuchverfe erhalten, wie z. B. R, Nathan (Gen. 7. R. Mosche (24, 22.> N. Chaji m. (30, 37.) N. Etiab ha-Kohen (32, 8-). R. Binj a m i n (37 r 15.) R. Efraim (38, 24.) R. Ieh uda ha-Kohen (41, 1.0) R. Josef Karo (45>. 3. Exod. 3, 12.) R. Samuel (Gen. 4Z,- 1^) R. Irz-.. chak Levi (48, 17.) 3JL Salomo Par ch o n. (Erod. 1, 5-. R. Iizchak (9, 16.) u. a. m. — Manche neue Erklärungen sind recht treffend und etymologisch richtig, wie z. B. Gen. 4 , 26. 18, 8. 25 , 30. Exod 3., 12 z. oft. zwar wir andererseits kabbalistische Spielereien und Grillensängereien — unter denen hier die Gematrijor und Norarikon eine Hauptrolle spielen — so häufig wie vielleicht in keinem andern, ei-

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