Der Orient
- Journal
- Der Orient
- Volume
- 1847
- Issue
- 34 (20.8.1847)
- Date
- 1847-08-20
- Page
- Spalte 535-536 (sequence 4)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 88% known words query
- IRI
…/8555529-9890729-9890747--5094-3533434- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
535 . Studim. : Lobrmd Preisgedicht Muhammed, Achmed und Hassan gehabt,, welche Schriften über Geometrie -Musik, Mechanik unb Astronomie geschrieben (Casiri I. 418) und sich mit der Auffindung aristotelischer Schriften.befaßten (Hamm er-Purg stall, encycl. Uebers. d. Wisst des Or.'s S. 296). Diese Sohne werden nun von Maimüni. im More (1.6.73. Hakd. 3) unter H2 angeführt, und eines (vgl. Hammer-Purgstall I. I. S. .340) derselben gedacht.. (Vgl. noch Abulfarag, Geschichte d« Dynast. I. 238. II. 25. 26. Abulfeda Annal, II. 247. 711.) CTOXri / T a b i t. So, hieß ein berühmter Astronom, dessen Maimülli im More (II. 24. III. 14, 14) gedenkt. Sein vollständiger Name war Tablt den Korrah; er war Schüler des ersten Sohnes des Schabiriten Muhammed, von Religiou ein Zabier und lebte im 9. Jahrh. am Hofe zu Bagdad (Casiri S. 386). lieber mehrere seiner handschriftlichen Werke auf der Pariser Bibliothek Delambre, Histoire de rAstronomie du mojen age p. 75* 7 (Wird fortgesetzt.) Salomo Jbn G'ebirol's Lob-und Prcrsgedicht ■ auf - .. Rabbi Jekutiel in Babylonien. Einlei tung. Im Literatmblatte des vorigen Jahrganges Nr. 37 hat Hc. Luzzatt o das Trauerlied Jbn Nebirol's aus R. Jekutiel mitgetheilt und in Anmerkungen erläutert; hier folgt ein anderes Gedicht desselben Dichters, dessen Gegenstand derselbe Iekn tiel ist. Die Mittheitungen des Hm. S. Deutsch in Wien über diehebräischen Handschriften der k. k. Bibliothek, welche in den österr. Blättern für Lit. und Kunst gestanden, ließen mich vermuthen, daß dort das Trauerlied Jbn G'ebirol's auf H a ja G aon stehe, und ich ersuchte ihn, es mir abzufchreiben. Als ich es erhielt, sah ich bald, trotz der Aufschrift, daß ich mich getäuscht, und da ich es an vielen Stellen nicht verstand, so schickte ich es Meinem Freunde, Hm. Luzzatto, dem bekannten Meister, er mochte es für das LB. des Orient vokalisiren, kommentiren und überhaupt Herstellen, was er auch mit der größten Bereitwilligkeit, alle Freunde der. Jbn Uebirofschen Poesie zum Danke sich verpflichtend, gethan. Indem ich glaubte, dieses dem Gedichte voranschickcn zu müssen, so kann ich cs nicht unterlassen, hier darauf nochmals aufmerksam zu machen, daß trotz der Aufforderung Luzzatto's, über den Jekutiel etwaZNaheres nuitzutheilen, mir keine Notiz zugekomrneu und inan hat demnach nichts weiter als die Vcrmnthnng, daß er auf RabbiJekutlet in Babylonien, 536 nach Nr. 29 vielleicht der Bruder des Elijja Ha-Aaken, mithin ein älterer Zeitgenosse des Haja Gaon, war. Die berühmten Asharot des Elijja ha - S «k en, beginnend on . rUT HDK werde ich hier nächstens ebenfalls mittheilen, da sie noch nie' gedruckt wurden, und vielleicht werden durch solche Mittheitungen einige Dunkelheiten in jener Periode aufgeheklt. Die einzige: Notiz, die ich über R. Jeku tiel gefunden, ist daß sein Gutachten (5/l bkNWp';/a) l^n Din nM) in dem iiUlüNM 1DD von Rs Schem-Tob (Absch. 8. 6» 15) angeführt wird, welches ich bei einer andern Gelegenheit im Original und in Uebersetzung geben werde. Red. * 4- * Wie Salomo Jbn G^ebir o l eine so ausgezeichnete Threnodre auf dm Tod des im April 1039 gemordeten Rabbi. Jekutiel geschrieben (nütgetheilt LB. d>. Or. 1846. Nr. 37), ebenso hat derselbe ihm zu Ehren bei seinem Leben ein ausgezeichnetes Kob-und Preisgedicht verfaßt, das der Mittheilung werth ist. Dieses Kobgedicht wurde, nachdem es eine so lauge Zeit für verloren erachtet wurde, aus Anregung des Dr. Fürst von Hm. S. Deutsch in einer Handschrift der k. k. Bibliothek in Wien gesunden, welcher es seinem Freunde Hrn. Fürst übersandte, vou dem ich es nun zur kritischen Prüfung bekommen. Ich theile es punktirt und nach dem Atctmm hergestellt, mit Erläuternden Noten versehen und nach Herstellung besserer Lesarten den Lesern des Orient mit. In der HS. lautet die! Uckvfcfjrift: nrrtl jinJ \vn ti'm by, was Manchem zu dem Glauben verleiten könnte, als sei dies die Threnodie Jbn G'cbirol's ans den Tod des Gaon's Hajcu,__^was aber in der That eirr Jrrthum ist, wie der Leser dieses hier mitgetheilten Gedichtes sich leicht überzeugen wird, wie ich auch namentlich m den , Noten nachgewiesen. Uebrigens hat uns einer der alten Grammatiker in dessen Enpn rG^bp- *10N'D (über die vcrfchiedenen Metra) bezeugt, daß Salomo Jbn G'ebirol'sThrenedle aufRabbenu Haja mit folgendem Verse begonnen habe: - - u - - - u - r?R. njnw ' rvDpa tt'n, welche Verse auch Abraham Jbn. Esra in seinem Zachot in dem. Kapitel vou den Metren, ohne jedoch den Verfasser oder den .auf welchen es verfaßt worden näher zu bezeichuen, anführt, und diese Verfeinden sich nicht in unserem Gedichte hier. Sie. finden sich nicht nur nicht als Anfang des Ganzen / sondern sie können auch schon vermöge der Verschiedenheit des Metrums (in jenen: | ist dasselbe - - vr-.-;-o-, hier - - v - - - u - - - u) und des durchgehenden Endreims, (in jenem ist es, hier ist es 7;^'-.) gar nicht, darin gestandenhaben. -Unser Dichter Jl)n Nebirol will in diesem- Gedichte weiternichts als den Rabbi Jekutiel, dener übrigens .in