Der Orient
- Journal
- Der Orient
- Volume
- 1847
- Issue
- 33 (13.8.1847)
- Date
- 1847-08-13
- Page
- Spalte 521-522 (sequence 5)
- Language
- German
- Belongs to
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521 Studien. Personen-/ Orts- und Familiennamen. w »IO o&& mm, Familien- und Beinamen, die dem jetzigen Leser theils ganzunverständlich und un entziffert, theils beim Lesen für den Augenblick ihm nicht, klar sind, und da auch die Erklärung von dergleichen Namen' einen Theil der Forschung des Alterthums ausmacht, so wird wohlNiemand dergleichen Erklärungen, misbilligen. Freilich ist gerade in der neuesten Zeit für Erläuterungen dieser Art so manches geschehen,/in Zertblättern, Büchern n. f. w. sind hie und da Namen .erklärt und erläutert, aber da nicht Jedem dergleichen Erkläruitgen gegenwärtig^ da nicht Jeder alle diese Schriften zur Hand hat, so ist es wohl schon verdienstlich, wenn solche Erklärungen alfabetisch geordnet zusammengetragen werderr. Es sollen auch dergleichen Lesefrüchte kein anderes Verdienst als das des Zusammentragens beanspruchen, mitunter wird wohl auch eine eigene sebststandige Erklärung unterlaufen, die dem Leser gewiß nicht unangenehm sein wird.! * * )V")n J2X/ Abu-H arün, Beiname des Musa Jbn Esra. Einen solchen Beinamen erhielt Musa, weil er tn, der Schrift mit Harün (Ahron) zufammengenannt ist, nach der ebenfalls gewöhnlichen Methode der Araber, die Kunja zu setzen (s. Kosegarten in derZtschr. f. d. Kunde d. Morgenlandes I. S. 312—13). S. noch A b n-A m r a n. A b n-S a k a r i j j a. A b n - A j ü b. l2X, Abu ''Amran, war ein bekannter Beiname des Mose b. Maimüni (de Saey zu Abdallat. p. 490; Casiri, cod. 884), und zwar in Bezug auf dm Moses der Schrift, dessen Vater "A m x a m geheißen. Auf diesen Beinamen Maimüni's spielt Ni v sc Nachm ami in seinem Sendschreiben an die Gemeinden Aragoniens und Navarra'ö an, wenn er ausruft mit dem talmudischm Satze D2DJ; '2 auf Kidd» 81». hinzielend. S. Ztschr. für wissenfch. Theol. II. S. 127. Auch sonst Personen mit dem Ramm Mose führten als Kunja im Arabischen den Beinamen Abu Mnrän, wie z. B. Müsa el-Okbara. S. drp22^. / Abn-Aflach, mit "dem Zusätze (der aus Sevilla). So hieß ein arab. Mathematiker im 5. Jahrh. der Heg., den Maimüni im More (I!. e. 9) anführt, und dessen vollständiger Name 'Abu Muhammed G'abir bm Aflach el-Eschbili war. Seine astronomischen Schriften gedm.kt Casiri (cod. 905. 925). Sein ddddd 2DD ist wahrscheinlich das bei Casiri erwähnte (cod. 925) Werk „über die Sphären". S. Geiger Ztschr. I. S. 427. Ulmen, ein Flecken bei Trier. In einer alten Bibelhandschrist (cod. Kenn. 186; de Rosst exler. 129) wird -D^b 7]^ erwähnt, welcher der Besitzer dcsselbelt war. . Anrcrre. An die ßO-lifttf .^2p (Rabbinen tu Anrerre) schreibt Raschi (cod. Raschi in Berlin) Briefe, welche Briefe übrigens gar nicht bekannt sind. 2K/£K, SCtn i 1 a it. Dorther war ein gewisser Säül im Jahre 1305 (Minchat Kenaot S. 66), wie auch der Schriftsteller Abraham im Jahre 1391, den de Rosst (zu cod. 623) fälschlich Ami labt nennt. 'p'^X, Afrika, Karthag o. Diesen phönieischen Kolonialstaat verstehen die Targumen und die Talmuden unter dieser Benennung. wie schon Rapaport (Geiger, Ztschr» II. 56—57)' nachgewiesm, und das in Tamid (e. 4 Ende) erwähnte wohin Alexander gehen wollte, wahrscheinlich um dm Landweg nach Karthago durch Egypten (dem Tempel des Ammon vorbei) aufzusuchen / was er aber nachher unterließ (Rapaport 1. c.). Dasselbe scheint auch das Targum im Sinne zu haben, wenn es Tarschisch-Schiff (1 König. 10, 22. 22, 49) durch Kfjn&NT NPODD , XpnDX Dj^D wiedergiebt (vgl. Targ. Jer. 10, 9), denn man stellte sich unter Tarschisch das Gebiet von Karthago vor, wohin die großen Schiffe segelten. Wie aber das jerusal. und babyl. Targum zu Gn. 10, 3, wie auch Samuel bar Imme inBereschitrabba c. 37, dazu kamen, die jafetische VolksgruppePQ) durch wiederzugeben, ist' schon viel schwerer zu begreifen, da Karthago bekanntlich keine jafetische, sondern chamitische (phönieische) Kolonie war. Wenn Bochart (Phaleg III. 8) Recht hat, daß unter Phrygier zu verstehen sei, so könnte '»p'PDX gleich dasselbe bedeuten. 2 steht für das spanische ü und v, wenn das Spanische mit hebräischen Buchstaben geschrieben wird. Dasselbe ist mit dem arabischen der Fall , wo es mit arabischer Schrift geschrieben wird. Vgl. de Saey, Nachricht von einem mit arab. Buchstaben geschriebenen spanischen Ms. in Eichhorn's Allg. Bibl. VI». S. 7. P2 ^)2, oder Balbek in CSlesyrim,. dessen prächtige Ruinen noch vorhanden sind und im vorigen Jahrhundert eine Beschreibung gefunden hüben (Wood, ruins of Balbek and Palmyra. London, 1753. f.). Im Arabischen heißt diese Stadt “p byn (Ässem. B. O. II. 341 ff.) und das Talmudische '22^2 (O^) könnte wohl mit „Batbekisch" übersetzt werden. Auch hier mtlß im 9. Jahrhundert eine jüdische Gemeinde gewesen sein, da in jener Zeit daselbst ein Mann aufgestanden , der merkwürdige und absonderliche Lehren in Bezug auf das Judenthum verbreitete. Dieser Mann hieß ifE&an TiUtü, arabisch: Musa el- Balbeki, ^22^2"^X ''Oiv, und Jehuda Hadassi nennt ihn (9p2d^2 'P2h>2 Mesweih Valbeki, aus der Stadt Balbek. Der Name scheint .von dem berühmten Thale des Libanon, das bekannte Bekaa entnommen, da Balbek in diesem reizenden Thale, dem alten Eölesyrien lag. Von diesem Balbeker Gelehrten heißt es, daß er manche Ansichten Q'pyn Pp> von den Männern der Berge genommen hätte z. B. daß er TO!D or^nn m"l, luife die Frage ist,