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Der Orient · 1847-08-06 · 32 (6.8.1847) · p. Spalte 507-508

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Journal
Der Orient
Volume
1847
Issue
32 (6.8.1847)
Date
1847-08-06
Page
Spalte 507-508 (sequence 6)
Language
German
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507 Sckdien. Geschichte der Wischeü Literatur in Babylonien. 508 dialektische Diskussionen den rationellen Grund derselben zu ermitteln vermag.. Er sagt selbst, als er einst die Auseinanderfolge im Tempeldienst303 vorgetragen, daß er zwar im Namen der geltenden Lehre 56Mpred)e, ohne jedoch dm rationellen Grund dieser Lehre zu wissen. In dieser Beziehung übertraf ihn sein Nachfolger Rab a, unter welchem dvese dialektischen Disputationen den Gipfelpunkt erreicht haben, um> da diese Methode in der Richtung der Zeit gelegen , so kann es uns gar nicht wundern , wenn bei einem Jusammenstellen dieser zwei Lehrer, Abbaji und Raba, der letztere dem Ersteren vorgezogen wurde. Ein Zeitgenosse Abbaji's,^^ sagte zu den Studiosen in Bezug auf seine Vorträge : „Während ihr Knochen naget in der Hochschule Abbaji's, wäre es bester, daß ihr Fleisch im Lehrhause Raba's essen mochtet", 566 ünb man sieht daraus, daß die Richtung der Zelt so sehr auf spitzfindige Diskussionen erpicht war,, daß Abbaji's dialektische Oisputationen (Hawajot) nicht mehr genügten. Dieser geringere Grad der Dialektik und Spitzfindigkeit bei Abbaji, der, insofern er die Ermittelung des Richtigen nach allseitrger erschöpfender Diskussion vernachlässigte, freilich als Fehler erfcheinerr mußte, ist der- Grund, war um. die Entscheidung und die juristische Deckston , mit Ausnahme von sechs Rechtsfällen, stets Raba folgte und nach seiner Entscheidung sich richtete.5,J7 Aber im Ganzen war jedoch Abbaji Mitbegründer dieser Methode, die für den geschichtlichen Verlauf der talmudischen Studien zu jener Zeit sehr wichtig ist. Der früher nur zuweilen ausartende Scharfsinn in Pum-Badita, den man schon langst in Palästina wie zu Sora nicht leiden mochte , ist mit Abbaji völlig zur; Methode geworden. Die Erläuterungen der Mschna's und Barajta's, die Aufsuchung und Ermittelung der für die Praxis zu bestimmenden Halacha's auf dem Wege der Disputation, erschienen unter ihm bereits in subtil n und spitzfindigen Formen, die Einwurfe wurden immer hergehotter, die Fragen dialektischer, die Beweisführung scheintriftiger und das Spitzsinveln und Subtitisiren drohete dieses Studium zu untergraben, so daß wirklich um 374 mit Asche, wenn auch nicht eine neue Bahn eingeschlagen, doch eingelenkt werden mußte. Aber bevor das Jahr 374 eingetreten, hat noch sein Jugendfreund Raba, nachdem Abbaji im 60. Lebensjahre u m 337 n. Ehr., in dem Todes fahre des christgkwordenen röm. Kaisers Konstantin, gestorben war,diese Methode gesteigert und zujenem Punkte geführt, der schon das Rückschreitel: verkündet. — Im Talmud erscheinen seine 8 Genossen und 65 Schüler mehr oder weniger in seinem Geiste wirkend. (Fortsetzung folgt.) mir scheint, das Naheliegende übergangen. Erst Raba hat diesen Ausdruck von sich auch auf andere Lehrer übertragen, er ist der einzige der baiEm 317 nm braucht (Ta'anit 24a u. s. w.). — - 563) roiyDH T1D 3oma 146; ib. 33 a. — ■ 564) 1* e. Gemara ist hier nur so zw verstehen, daß er diese Lehren als eine geltende und recipirte kennt, ohne daß er jedoch den Grund (xnno, NbJJö) anzugeben im Stande ist. Als man ihn hierbei nach dem Grunde fragte, da gab er zur Antwort: n-od MTM N7DJ NJyT — 565) Adda.5. Abba, wie schon Ch.ananrl (Tos. M Baba Batra 22 a) liest, dP Adda b. Ahaba ein Schüler Rab's war. 566) Baba Batra 22 a. Der prägnante Ausdruck lautet nru inmiDIN. Ueber die Konj. vergl. Fürst, Perlenschnüre S. 131; über das Particip-Tempus AI'Ol.lQ vgl. Fürst, Lehrgebäude d. aram. Idiome §. 129, und Die Erklärung dieses ganzen Satzes s. Perlenschnüre S. 79. Der 'Aruch (Art. cn.1) liest hTDI'.tETUV was aber durchaus^ unrichtig ist, wie man aus dem Gegensätze ersieht. — 567) Kidduschin 52 a; Baba Kamma 73a; Baba Mezi'a 221); Sanhedrin 27 a. Die sechs Gegenstände, wobei die juridische Decision Abbaji folgte, sind, bezeichne: mit den Erinnerungsläuten o'jjp VVv folgende: 1) Baba Mezrcr 215; 2) OvN Sanh.!. «. 3) lDiy?T 'Erubin 15 a; 4) nooj tSia - pimp Kido. i. c.; 5) Nnjn Gittin 34 a; 6) Sanh. 1 c. Für die hier erwähnte Nr. 3 setzen einige riTb Nidda 37 a, oder "nü/DK Pesachim 25 b (f. Tos. zu Kidd. I. c. Nidd. I. c.). Aber außer diesen sechs gab es noch andere, bie man nach Abbaji entschieden, theils weil sie bei ihm als abgeschlossen und bei Raba noch fraglich waren (Milchamot, Baba Kamma 10a), theils weil die fpatern Deeisoren seiner Meinung beigctreten (Baba Mez. 365 Tos.; 15. 42a Tos.). — 568) Vgl. noch Rapaport, Natan (S. 63. 2lrt. npl.l), Kerem Chemed I. S. 83 flg.; ib. VI, S. 119 flg. — o69) Die Sage hat auch seinen Todestag verherrliche. Mo^ed Katan 25. — 570) Diese sind: 1) Raba b. Chanan; 2) Rachba; 3) Samuel b. Jehuda; 4) Adda aus Nirasch; 5) Abbaji, der ältere; 6) Sera; 7) Chananel; 8) Mare b. Mar. 571) Diese sind: 1) Abba b. Abin; 2) Abba b. Marta; 3) Abin; 4) Acha b. Hüna; 5) Acha b. Jakob; 6) Acha b. Manjome; 7) Acha b. Pinchas; 8) Acha b. Tachlifa; 9)Acha b, 'Utfa10) Adda b.. Marta; 11) Alexander; 12) °Amram; 13) Awja; 14) Bar-Ehabo; 15) Ben-Rachumai; J6) Bive, sein Sohn; 17) Ch.ag.ga1$) Chama. b. "Ukba; 19) Chanina b. Abin; 20) Chijja b. Abba; 2l>Chijja b. Ame; 22) Chijja b. Manjome; 23) Chiskijja; 24) Dime b. Jofts; 25) Dime b. Lewa; 26) Hüna b. Chinena; 27) Hüna b. Joe; 28) Hüna b. Mosche b. °Azar; 29) Jde b. Abin; 30) Jkä b. Abin; 31) Jll'a-i; 32) Isaak b. Abba; 33) Isaak b. Jehuda; 34) Isaak b. Josef; 35) Ismael b. Josef; 36) Jakob b. Acha; 37) Jakod b. Abba; 38) Jona; 39) Keschischab. Chasda; 40) Mardechai; 41) Mare b. Samuel b. Schilat z 42) Mattana; 43) Mescharschja b. Raba; 44) Nachmän b.Manjome; 45) Natan b. Hoschaja; 46) Nachumai b. Secharja; 47) P.apa; 48) Raba b. °Asa; 49) Raba b. Chana; 50) Raba b. Lima; 51) Raba b. Schacschom; 52) Rabanai; 53) Rabba b. Chanina; 54) Rabin; 55) Rachumai; 56) Sasta; 57)- Samuel b. Bißna; 58) Sebid; 59) Sebidä; 60) Serika; 61) Scherebja; 62) Tachlifa; 63) Tobijja b. Tabjome; 64) 'Ulla b. Asche; 65) Ma b. Rab.

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