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Der Orient · 1847-07-30 · 31 (30.7.1847) · p. Spalte 489-490

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Journal
Der Orient
Volume
1847
Issue
31 (30.7.1847)
Date
1847-07-30
Page
Spalte 489-490 (sequence 5)
Language
German
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489 480 Studien. Das Seser Ha-Mizwöt von Saadja. behaupten'konnte, daß jener Titel einem talmudischen Werke angehöre, und nicht darauf im Entferntesten fallen konnte, daß es mit gedachter nnM identisch sein könne. 2) Recanati sagt: rnwy 'lbtt'2 'D Ad) Vr myo non aruer idd mso onnn tav — Z) Auch Rabbi Salomo Paschtan in seinem Buche ,-p)n erwähnt dieser Saadja'schen Schrift in der Vorrede desselben Buches, .indem er sagt : nnyD *]N1 tav unN\urw -]n .b)2) -othp nnrwi — 4) Endlich schreibt auch der in seiner Vorrede zu seinem Werke r\übw n:n wie folgend: n&t/y pi ]’JD-'^v'-mnn mnw jod iw vminm nnyD , niän^'Snn. Da wir nun bekanntlich eine solche poetische 1 Arbeit über die BuchstabenzahL der^Tora wirklich von Saadja besitzen, warum sollte er nicht auch auf eben diese Weise die DIUD beschrieben und aufgezählt haben. 5) Aber Saadja selbst sagt in seinem Kommentar zu j DT3P -)2O, daß alle jp'hn in den nnrrin mtfJJ enthalten sind, und als er sich mit diesem Gegenstände abgegeben, habe er erzählt und. gefunden, daß in dem einen -»nn so viele, in dem andern so viele msjD enthalten seien (siehe W. d. Or. 1845, Sp.179). — 6) Daß jedoch diese nnilTN oder dieses -)DD mit obigem arabischen Titel identisch ist, geht schon daraus hervor, daß dasselbe (wie es uns Abulfarag' Muh. ben. Ishak nennt) ursprünglich nur schlechtweg ywwbn'^UCO geheißen habe. Aber selbst der Titel braucht nicht gerade für . T\Wy als Gikgensatz zu rrtpy y'JOfcV d. i. niPpt^ genommenzu werden, sondern er könnte überhaupt als Ausdruck für offenbarte,, biblische Gesetze (rrmn rniJD) im Gegensätze zu den rabbinischen Gesetzen DWD) erklärt werden; besonders da namentlich unter yßw Saadja die Offenbarung im Allgemeinen versteht (Em. Wed. Ni, e. 8V Es werden deshalb auch die Karae-r, die man gewöhnlich 03 nennt, von Makrisi auch außerdem noch unter dem Namen , erwähnt; weil— wie Hr. Dr. Fürst sehr treffend erklärt — nach dem Saadja'schen und yow, diese Benennung nichts weiter bedeutet, als die an die Gesetze des Pentateuchs Glaubenden oder den geoffenbarten Ge setzen (im Gegensätzezu den talmudischen) Folgenden. — Daß diese Schrift aber keine Neligionsphilosophie enthalten haben könne, beweist der Umstand, daß weder Bedarschi in seinem Sendschreiben an Salomo ben Adrat zur Vertheidigurig der Philosophie (nfewnn 3ii3 3ll3O), worin er sogar, Saadja's Emunot we-De'ot und dessen philosophischen Kommentar zu Seser Jezira namentlich anführt, noch Maimuni, noch viele andere Philosophen des Abend- und Morgenlandes dieser Saadja'schen Schrift in ihren philosophischen Werken gedenken. Ja Saadja selbst gedenkt ihrer als philosophische Schrift nirgends, selbst nicht in nynr nniDN unb auch nicht in rpnnn * wo'doch, wenn sie anders Rerkgionsphilosophie enthielte, ihm in diesen Werken gewiß Gelegenheit genug sich dargeboten hätte,' dieselbe anzuführen. Wohl aber erwähnt er die nn."M oder niÜDn HDD in seinem Kommentar zu ^^; aber durchaus nicht als philosophisches Werk oder auch nur mit etwaiger erläuternder Angabe. der nnJDn vjyD, sondern berichtet, daß er die .y>"m ni3D nur gezählt habe und gefunden, daß in dem einen "N31 der ft viele und in dem ackern so viele ntuD enthalten sind. Da aber, wie wir offenbar gesehen, diese nww oder nmi HDD Ofeav SisTD oder by 3NrD ^yoob^ von Saadja selbst in seinem Kommentar zu mor 1DD citirt wird, so darf man sich gewiß nicht wundern, und ist es erklärlich, daß überall diese Schrift trotz ihres nicht philosophischen Inhalts stets mit dem Kommentar zu Jezira citirt wird; so bei Silvestre de Sach (1 l. 1. i>. 357), ebenso bei Nesselius (Oriental. Bl.Art. Saadja p.216), und in den Handschriften des mehrgenannten Buches Jezira in der Bodleyanischen Bibliothek (cod. Poe. 256) sieht man auch, daß dieses Werk damit verbunden war. — R. I. Wunderbar in Riga. Kurze Anzeigen. 17) Vollständige Verhandlungen des ersten vereinigten preußischen Landtages über die Emancipktionsfrage der Juden. Erste Halste. Berlin, 1847, 8. A. Hofmann u. Co. Preis 25 Sgr. Um unsere Leser nicht mit dm weitläufigen fast 32 Bogen füllenden Verhandlungen zu ermüden, so interessant sie auch an sich sind , haben wir auf das Erscheinen eines Separatabdruckes derselben, von welchem wir von Anfang an Kunde hatten, gewartet, und wir können nun die Leser des „Orient" darauf verweisen und dessen Anschaffung, da der Preis nur gering, sehr anempsehlen. Selbst den „Entwurf", der -uns noch als Manuskript gedruckt vor dem Zusammentritt der vereinigten Stände zugekommen, hielten wir der Mittheilung in einem Wochenblatte, dessen Raum beschränkt ist, nicht für ' angemessen, zumal da ich erfuhr, daß er bald mit, bald ohne die Verhandlungen gedruckt werden wird. Und dasselbe war mit der „Denkschrift", welche den Entwurf als *) Es ist höchst wahrscheinlich, daß Saadja dieses Buch (rpnnn “BD) wenn nicht kurz vor seinem Lebensende, doch wenigstens nach seinervieljährigen Verbannung vom Gaoiiate geschrieben habe; weil zu dieser Zeit sein Geist in Folge der langen Entfernung vom geftttschaftlichem Umgänge bereits einen melancholischen Anstrich erhielt, der. ihm so manche schwärmerische Idee in die Feder. diktirte, wovon viele, Stellen in dem gedachten Buche »Tfinn 32O Zeugniß able'gen. —

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