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Der Orient · 1847-07-09 · 28 (9.7.1847) · p. Spalte 443-444

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Journal
Der Orient
Volume
1847
Issue
28 (9.7.1847)
Date
1847-07-09
Page
Spalte 443-444 (sequence 6)
Language
German
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414 Studien. Literarische Anülekten. —N. Meier Eisenstadt. 413 nanb 'NQP p?]D1’ J3 111 iw ’JN MIN ’R'I tyi , ipui 1D1D DP’JIID D’b^Dr D’DJIQI 11p)3 1DD , nnp’ huy 'b diiji > Dmipoi2 dnsdi , ipiP idd nin iddh Dcy MNipi , crDts” nVi Diob nbpj -pn JVI 13 'MIM lpDO 1D1D1 13 NÜQJ 1'ID 1S1D DJ? ptfo 1NB? pi nibo '3 niDironi hin rpo 111 nirinD.1 D'ijitc? 26 nn ison 'np^ni nun idd N3M33 1'3'IL.I 2 IJ/tOTl 11pJ3 'n IM'I .13’HD 2 'NI IJJHM . njn DiN^ latol rnrj/3 >I1N nnj?i d ’ d y d d Literarische Analekten Nvchwcudige Berichtigung der Meimiiig des Hrni Nabbiucr Schmiedl in Nr. 25 des LB.r tiy^ü ein Peripatetiker, von I on a s Bon di. ... Es.ist dem Herrn Schmie dl.nicht wenig überraschend, den n3w3H mit einem Kaufmanne in. Verbindung zu. sehen; daher kommt er auf den sonderbaren Einfall, ben ^yv-E zum Peripatetiker, zu einem Schaler des Aristoteles zu stempeln; dem rafsinirlen spekulativen Kaufmann-wäre eine solche geistreiche merkantilische Erfindung wohl zu verzeihen, dem Rabbiner, bei welchem man Talmudkenntniß voraussetzen muß, aber nicht. Der bekannten Stelle im Talmud Berachot fol. 5 d gar nicht zu gedenken, wo der Talmud den Propheten Elias die Maske eines solchen ^yn^ annehmen läßt, worunter gewiß kein Peripatetiker zu wittern ist, braucht man nur. einen Blick auf die Stellen im Talmud Chullin fol. 39 d. Sabbat fol. 112 3. 'Erachim fol. 65 b und mehre andere zu werfen, um das Unhaltbare dieser Meinung zu erkennen. Die Sache ist zu klar, um einer weitern Ausführung zu bedürfen, denn wahrlich ein Peripatetiker wird keine besonder» Schuhe getragen haben, wie solches im Talmud Sabbat und Jebamot vorkommt. ^y^a ist nicht unbedingt ein israelitischer Kaufmann, wie Raschi an manchen Orten bemerkt, sondern der gehört, wie vorzüglich aus der rabbinischen Entscheidung in Chullin deutlich hervorgeht, einem heidnischen Volksstamme an, welcher rn vielen Beziehungen zu den Israeliten der damaligen Zeit gestanden zu haben scheint. . Wenn Raschr an mehren Orten, aber nicht überall, den als Krämer bezeichnet, so mag dies wohl aus mancher Stelle des Talmuds zu entnehmen sein, besonders deutet das bewegliche Leben bc£-Nyv>£ auf einen handeltreibenden Volksjlamm hin. Obgleich es nicht zur Sache gehört und auch hier gar nicht der Ort ist, auf eine nähere Erörterung einzugehen, so kann ich doch nicht unbemerkt lassen, daß der räthselhafte 2*y^p des rDwm Baba Batra. eine eben solche allegorische Maske ist, wie der xy^ft in Berachot, und daß es sich wohl ganz gleich bleibt, in welche Hülle sich die Allegorie gekleidet; da sie sich bei diesem Zwiegespräch eines fremdartigen Elements bedienen mußte, so lag ihr wohl der vvy^o als derjenige, welcher dem befreundesten heidnischen Volksstamme angehörte, am nächsten, namentlich da er, an ein bewegtesLeben gewöhnt, mag es nun ein gescha'ftcreibendes oder sonstiges gewesen sein, gewiß zu den spitzfindigsten Köpfen gehörte. Noch einige Skizzen über die Lebensverhältniffe des R. Mvir Eisenftadt. (Fortsetzung.) DemR. M<:ir scheint Proßnitz es zu verdanken, wenn'in diesem Orte Schejdebriefe ertheilt werden, was man vor seiner Anstellung daselbst aus Mangel eines Flusses nicht gestatten wollte (hd^> □Mnu 'm. n6 pDDiiDi : ir '’D i n d"d T’D piipt? D’TiN’ pi D’DEIDI mVU ’l’Jp j’NBMJSD D.1). Nicht uninteressant ist die daselbst in Betreff eines Schekdebriefts geführte Polemik des N. Meir mit dem damaligen Landrabbiner R. Gabriel Krakauer. Der Ort hatte nämlich eine dreifache Benennung. In der böhmischen, der Volkssprache, nämlich hieß er Prostiava; die reiche Aristokratie (□vwnn DW mpDf) nannte ihn deutsch Prosnitz; die jüdische Benennung, wie sie R. Meir im jüdischen Landesproto'koll DpJD) unb in alten daselbst herausgcgebenen Druckwerken fand, war wieder Beide Gelehrte entscheiden zwar, daß man mit Weglassung der gleichsam eingeschmuggelten und nur bei geringer Anzahl üblichen deutschen Benennung die beiden andern zu gebrauchen hat. Jedoch welcher unter ihnen soll die Priorität im Schneiden zukommen? R. Gabriel behauptet, daß bei einer doppelten Ortsbenennung immer der zweite neuhinzugefügte Name als Charakteristikon des. Ortes, ine erste Stelle einnehmen muß. Als Beweisstelle für seine Behauptung führt er folgende Erklärung des V'n zur Stelle bru Mlp Ninn DipD1? an, welche unserParaphrasist mit^ folgendem Zusatze bereichert: sptM Nion w bmw m pno mpi Nmj?y pD*y by iT3C, welcher erklärende Beisatz, so glaubt R. Gabriel zu demonstriren, wegen der Priorität des Wortes V;: nothwendig ist! R. Meir widerlegt jedoch diese grammatikalische Behauptung mit Hinweisung auf andere Stellen, wie z. B. a , non , np^non ]bo, bei welchen, obgleich eine ähnliche Erklärung des ersten Namens sich nirgends vorsindet, dennoch der später hinzugekommene erklärende Beisatzname die zweite Grelle einnimmt. — Nach dem Jahre 1710 verließ R. Meir seine.Stelle zu Proßnitz, aus welcher Ursache, wird nicht angegeben, und kehrte wieder nach Schidlovzi zurück, welcher Ort unter dieser Zeit sich vergrößert zu haben und in den Stand gesetzt worden zu sein scheint, ihm eine bessere Lage zu verschaffen, als bei fcimT

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